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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 28 · p. Seite 761-762

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 28
Date
1851-01-01
Page
Seite 761-762 (sequence 25)
Language
German
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761 erläuterteihre Grundregeln entwickelte und ihre besonderen Regeln'in einer großen Anzahl seiner Werke entwickelte, sowohl in denenwelche ausschließlich diesem Stoffe gewidmet sind, wie sein „Buch über die Sprache" übecschriebenes Werk, als auch in denen, welche nicht diese Sondcrbestirnmung haben» Ferner Samuel den Eh o fn i, -das Haupt der.Hochschule zu Sora2 <moge Gott ihm gnädig sein), welcher stark zu diesen Studien ermunterte, und indem er'Lob .denen spendete, die rein sprechen, in die Wissenschaft von der Sprache eindringen, in ihr die Beweggründe zu unterscheiden wissen und deren Sinn befähigt ist, Rechenschaft abzulegen über ihre Einteilungen und ihre verschiedenen Arten der Beugung, führt er als Beweis die Aussprüche des heiligen Dichters anmeine Aussprüche (erkaufen wieder) die Aufrichtigkeit meines Herzens und das was ich einsehe, und meine Lippen sprechen mit Reinheit (Hi. 33, 3) "z ferner die Aussprüche des Propheten: >,der Herr, der Ewige, hat mir eine geübte Sprache gegeben xu s. w. (Jes. 50, 4)", ferner „er hat meinen Mund zu einem schneidenden Schwerte gemacht (ib. 49, 2)", ferner die Aussprüche des heiligen Dichters^ (Ps. 45, 2): „meine Zunge ist der Griffel eines geschickten Schreibers", ferner die Aussprüche des Prophtten (Ies. 32, 4): „und die Sprache derer? welche fehlreden, beeilte sich mir Reinheit zu sprechen". Er tadelte diejenigen, welche diese Sache vernachlässigen und er vergleicht sie mit denjenigen Leuten, von welchen gesagt ist : „und ihre Kinder sprechen zum TheiL das Idiom von Aschdod (Neh. 13, *24)" unb er beschämte sie durch das Beispiel der'Syrer^, von denen man sagt, daß 1) Das Haupt oder der Präsident der jüdischen Hochschulen hatte den Titel rp^’1 &/NY oder aramäisch ^nYflD tj/nj das (arab.) Wort isUAj^Jf iffc das arabisirte aram. Wort» Was Samuel den Cbosni anlangt, so war er Rector zu Sura, in der Nähe Bagdad's, und starb 1034. Außer seinen talmudischen Werken, deren Titel Hr. Napaport ( Leben Haja's, S. 86 Anm.8) gesammelt, verfaßte er auch biblische Commenrare, Deren Weitschweifigkeit von. Ibn-Esra sehr scharf getadelt wurde (s. dessen Vorrede zu seinem Pentac.-Couim., Ans.).' — Die Werke Ibn Chasni's sind särnmtlich verloren und es haben sich von demselben nur bei verschiedenen Schriftstellern angeführte Bruchstücke erhalten. 2) arab. / welches Wort einen heiligen Monn bedruckt und von arabischen Juden für die nicht prophetischen heiligen Schriftsteller, und vorzüglich der Hagiographen gebraucht. So'angewandt findet man es in Bachja b. Ioftf's mbTn f dessen arabisches Original in der (Parsser) Natioual-Bibl. (AF. liebe, n. 20!) sich findet. 3) Zur Zeit Sam. Jbn Sh asm's war die syrische Sprache, ihres hohen Alters ungeachtet noch sehr blühend und wurde mir Reinheit gesprochen. Hr. Ewald, ans diese Stelle anwielend hBeitr. S. 14!), täuschie sich indem er annahm, 'daß durch Syrer hier die Juden Palästina'ö verstanden werden müssen, die nach Jbn Edafni viete Sorgfalt auf .das Studium der Grammatik verwendet. Aber diese Auslegung ist dem Zusammenhang des Textes entgegen. Uebrigens wenn cs sich um das Unterscheiden der Juden in Syrien oder Palästina von denen Babyloniens oder/IrEs bandelt, da nennt man jene ^^X»öLvü! 762 sie ihre Sprache nicht aufgegeben und bei ihr beharrt haben. Man kann nicht (sagt er) richtig sprechen und in die Wissenschaft von der Sprache anders eindringen, als indem man die Grundsätze der Sprache lerne, sich in ihren grammatischen Formen befestigt, zwei Dinge um die unsere Glaubensgenossen sich nur wenig kümmern. Er sagt noch, von der Kenntm'ß der Conjugation im Besonderen sprechend, daß ein Gegenstand, dessen Verstclndniß man nicht entbehren kann, das ist die Keuntniß des Nisial, des Hitpa'öl^ und des Infirr itiv und das ist da eigentlich die Ken-ntniß der Conjugation, drenvir anrühmen und den Kenner unsere Belobung verdienen. Ich sehe ihn, seiner hohen Würde und seines kostbaren Talents ungeachtet, dem Zeugniß der Grammatiker in vielen Stellen folgen, sich auf sie berufend und ihr Zeugniß anrufend; zumeist sehr recht erhebt er sich nicht hochinüthig über sie und unterschätzt nichts ihr Wissen. Für -unseren Theil sind wir mit dem zufrieden, was wir an Aussprüchen der Vorfahren angeführt haben: ya diu Dmin nQ'pnJ n'spw nun1 2 3 ’J3 □i’j ümm noipru-N1? DJttyp by rpspn nW OSrub. 53). Unb das wird dir wohl genügen, um die Bedeutung, Große und hohe Geltung dieses Gegenstandes daraus zu beurteilen, daß Gott verheißen hat zur messianischen Zeit sein Volk durch Reinheit der Sprache zu adeln z denn das isi's da was der Hoch erhabene sagt nr& mb YIDD D-:6y }1b6) . Indem er )Tti6 sagt, so will er nicht Diejenigen bezeichnen, welche fremdländische Sprachen reden d. h. die gar nicht hebräisch sprechen, denn wenn das der Fall wäre, jo hätte es heißen müssen n'DiY ~)2lb Y1DD; aber er will damit ledigllch diejenigen bezeichnen, die sich ungebildet ausdrücken, d. h. diejenige, welche nicht richtig sprechen, die Kunde der Principien der Sprache sich nicht aneignen und sihre grammatischen Formen nicht verstehen, wie in der That der größte Theil unserer Zeitgenossen,, obgleich sie es selbst kaum wissen. Darum sagt der Prophet nmH inDH d. h. sie wird sich "gebildet und rein ausdrückcnz und die Zierlichkeit der Sprache .kann nur dann stattsinden, wenn man die Gegenstände erlernt, die wir erwähnt haben, d. h. wenn man eine gründliche K'enntniß der Principien der Sprache hat und wenn man die grammatischen Formen genau unterscheiden kann. Man muß sich wahrlich wundern, daß sie sosehr die Sprachwissenschaft herabwürdigen und Diejenigen, welche sie ausbilden, verachten, und so wenig gestehen mögen, daß um gut das auszurichten, was das (göttliche)Gesetz, Einsicht und Uebung vorschreibend, erfordert, man die Grammatik lernen muß, wie sie oder Jud| (s. meine Abhandl. über Sa'adja S. 14, Anm, 1), während daß das Wort itn Allgemeinen die Aramäisch sprechenden Völker bezeichnet. Die chebräifche Uebersttzung giebt den hier im Arabischen stehenden Ausdruck durch QD'iriD! wieder. 4) Im Original steht , was die arabischen Juden für t^yDnri gebrauchen (s. meine Auszüge des Tanchum'schen Comm.'s zu Chabakkük S. 94, Anm. 3). Munk, über Jbn Ganuch, übers, von Jul. Fürst.

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