Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 28
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 759-760 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360703--7652-3536641- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
7LS Und fein Thor unverschlossen lasse Ich will vor dir hergehen, Will die .Hocker ebnen, / Die eisernen Pforten zersprengen, Die eisernen Riegel zerbrechen, . Die verborgenen Schätze dir geben-/ Die geheimen Kleinode, Damit du erkennest, Daß ich, Jehovas der Gott Israels, Dich bei deinem Namen gerufen habe. v - Um meines Knechtes Jakob willen, Um Israels, meines Erwählten, willen, Rief ich dich bei deinem Namen, . Und nannte dich, ehe du mich kanntest! Ich bin Iehovah.und keiner sonst! , Ich gürtete dich, eh' du mich kanntest. Ich bilde Licht und schaffe Finsterniß. Ich gebe das 5Aeil und schoffe, das Uebel, Ich bin's, Iehovah, der dies Alles thut? Ich erweckte auch' ihn zum Heil, Will ebnen alle seine Wege. Ec wird bauen meine Stadt Und meine Weggefährten entlassen, Nicht um Kaufpreis und nicht um Lösegeld. Aegyptens Erwerb und Aethiopiens Gewinn, Die -Sabäer hohen Wuchses — Sie werden zu diö übergehen und dein sein. . , Sie werden dir folgen in Fesseln, Vor dir niederfallen und flehen: Nur bei dir ist Gott und außer ihm keiner!~ p ... Ich verkündigte in der Vorzeit die Zukunft, . Vorlängst, was noch nicht geschah. Ich sprach: Mein Rath wird bestehen, Und all. meinen Willen führ' ich aus. Ich rief vom Aufgange her den Adler? Vom fernen Lande her den Mann meines RatheS,. Ich sprach's und werde es kommen lassen,; Ich dachte es und ich führe es aus. Höret mich, ihr Verstockten, Die ihr. fern seid vom Heil! Ich habe mein Heil nahe gebracht Und meine Rettung säumet nicht« Ich.will über Zion 5pci£ bringen Und über Jerusalem meine Herrlichkeit.^ Er, den Iehovah liebt, wird seinen Willen üben an Babel, Und seine Macht an den Chaldäern.' Ich sprach's und berief ihn, Ich führte ihn her und sein Weg soll gelingend 0 Iesaias 45, 1—7. 2) Ebendaselbst 45, 13 u. 14. 3) Das Feldzeichen.des Cyrus war ein goldner Adler mit ausgebreiteten Flügeln, auf einer langen Stange sitzend. Und noch setzt hat der Perserkönig dieses Zeichen. XenophonsEyrcpävie VII. V. . 4) Iesaias 46, 9. 47, 1 u. 2. 5) Ebendas. 48, 14 u. 15. . 76O Nachricht über Abu'l -W a lid M er wan Jb n ®'an ach und ft ber einig* hebräische gin mmatische Schriftstel- 1er des zehnten und ''elften Jahrhunderts. Nebst , der Einleitung des Kitckb el-Lnma von Jbn G^anach, arabisch;c. von S. Aus dem Französischen in dem Journal Äsiatique (Süli 1850) ins Deutsche übersetzt von ' I«I. Fürst. ^Fortsetzung von o. 735.) - Sie haben sich ihrer Wohlrhaten beraubt, .ihrer schonen' Würden entäußrrl und ihren Schmucks und Zierrath abgelegt, dergestalt daß Jeder von ihnen nach feiner Willkür spricht und ganz nach Gefallen sich.ausdrückt. Sie gebrauchen dabei nicht die geringste Bedachtsamkeit oder irgend eine Zurückhaltung, als wenn die Sprache gar keine Regel hätte, auf welche sie zurückgeführt werden kann. Sie sind zufrieden, die Sprache so zu gebrauchen, wie sie ihnen bequem, und, sie begnügen sich mit dem, was sie gemächlich fassen können und was ihnen leicht zugänglich ist. Sie sind weder allzugemu in den ursprünglichen Grundregeln, noch untersuchen sie die besonder» Regeln, so daß sie in der Sprache Ungereimtheiten haben, vor welchen man zurückweichtf und Ausdrücke, welche Widerwillen einflößen. Diejenigen unter ihnen, welche diese Wissenschaft am Meisten verschmähen und diesen Gegenstand verachten, das sind solche welche em wenig Geschmack für die Wissenschaft des Talmuds haben, stolz auf den mäßigen Erfolg sind, den sie dadurch erlangen, und für das Wenige, was sie davon gelernt, eingenommen sind. .So hat man mir erzählt, daß Einer ihrer berühmten Männer in Bezug aus die Kunde der Sprache sagte, daß diese eine Sache ohne Sinn, daß sie ohne Gewinn, ohne Nutzen wäre, um sich mit ihr zu beschäftigen, und daß ohne davon irgend Früchte einzusammeln der Lehrer sich plagt und der Schüler sich abmühet. Daß sie .die Sache so leicht genommen haben, geschieht darum, weil sie das, was sie vom Talmudlesen in fehlerhafter Weife thun und das was sie daraus anführen, sie ungenau thun, ohne anzufangen es einzusehen, und zwar durch Mangel an Ueberlieferung und durch Fehlen eines gesetzmäßigen Ansehens. Das ist's, was am meisten beigetragen, bei ihnen Las Lesen mit Aufmerksamkeit herabzuwürdigen, höchstens das Käme z von P a rach, das M i lle l von M i! ra' zu unterscheiden z jedoch die Zeitwörter-Abwandlung zu wissen und darüber sprechen, das \]i etwas, wovon sie Schlimmes weissagen, und es fehlte wenig, so halten sie-es für Ketzerei. Das da ist es unterdessen nicht, was die berühmtesten Talnmdisten manchmal uns vermacht haben. Unter ihnen bestrebte sich unser Meister Saadja (möge Gott ihm einen gnädigen Blick gewähren!), das Ziel zu erreichen, das ihm zu erreichen möglich wcw, und nach einem Zwecke hin seine Schritte zu richten, den seine Befähigung erreichen konnt-r, indem er die Sprache- MunZ, über Jbn Ganüch, übers.. von Jul. Fürst.