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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 28 · p. Seite 749-750

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 28
Date
1851-01-01
Page
Seite 749-750 (sequence 13)
Language
German
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149 . Literaturberichte. Einflüsse des Parsismus auf das Zudenchum. - 759 horsamt eine Decke von seiner Barmherzigkeit ansbreitct, und will ihn hochprcifen irr Anerkennung seiner Ewigkeit und Unendlichkeit. Ich hoffe auf Gott, dem Allerhöchsten, und nahe mich ihm durch das Verdienst seiner Propheten und Gesandten, auf daß er mich leite in seiner Wahrheit, und führe auf den rechten Weg. Und ich, armer Knecht, Eli ah 'Daniel (möge. er Segen empfangen vom Herrn, und Glück vom Gottedes Heises) der Genesungsuch ende, demüthi'g flehe ich zu Ihm (Gott), wie zu ihm sein Fürst David, Friede sei über ihn, gestehet; Lehre mich, Herr, den Weg deiner' Gesetze " u. s. w. Stellen aus dem Werke selbst, welche die in, der hebräischen Uebcrsetznng vorkommenden Varianten betreffen, werden wir ein andermal mittheileu, und bemerken wir schließlich hier nur noch, daß Saadsa's Werk „Emunot we-Deot" hier (Pforte 1, Abschnitt 2) „ Glaubenslehren in Dogmen" genannt wird. Dem entsprechend, wird es in der Vorrede zu Emuna Rctma von Abraham Leu David unter dem Namen nuiDsn nimm citirt. Dagegen heißt es daselbst am Ende des zweiten Hccuptstückes.N'ipv nra p'^n “iewsi nraom nüiDNn 'dj b";, ähnlich der Benennung Odessa, den 24. August 1851. LtLeraLurberichLe. Mi tau, im April 1852. An neuen und alten hiesigen Llteraturerscheinungen auf dem Gebiete des Judenthums ist Zu vermerken: - 1) /Ä MN, Biblisch-talm. Medieln u. s. w. III. Heft, oder dritte Abtheilung. Enthalt: Pathologie-und Chirurgie der alten Israeliten. Von R. I. Wunderbar. Riga und Leipzig 1852. 8. 68 S. 2) 'nv>n mitt iny. in^D . .Kurze Auseinandersetzung der Gebräuche des israelitischen Kultus. Nach Schulchan Aruch. I. Cursus. Enthält die Ritualien, welche sich auf Gebete und Feiertage beziehen. Bearbeitet von R. I. Wunderbar., Riga und Leipzig- 1852. 8. 45 S. — Dieses Lehrbuch ist als Leitfaden für die hebräischen Krons - und Privatschulen vom Ministerium der Volks-Aufklärung bestätigt worden. _ , ' 3) Orientalische 'Bibliographie inländischer (russischer) Bibliotheken. Won R. I. Wunderbar. Abgedruüt in der zu Dorpat erscheinenden Aeiischrist „ Inlands Jahrgang 1851. Nr. 14 Spalte 229, Nr. 22 Sp. 377, Nr. 30 Sp. 515, Nr. 53 Sp. 940, — 4) Die Chronologie der Egypter u. s. w., von I. D. v. Draunschweig. Mitau 1851. 8. 134 S. 5) In den Memoiren der Odesscier Gesellschaft für Geschichte und Atterthümer, tt. Bnd. 3. Abth. befindet sich vom Herrn Jlja Funkei zu Odessa eine russische Uebersetzung eines hebräischen Geschichtswerkes von einem gewissen Rabbi David ben Eliasar Ljachnu, betitelt D'nQSy ~o*l ,, aus den Jahren 5441 bis 5491, welches unter Andern die Geschichte der Krim'- schen Chane behandelt. Emssüsse des Parsismus auf das Judenthmn. Nach dem Buche Daniel nahm Danus aus Medien das chaldäisch-babytomsche Reich ein. Es ist dies derselbe Fürst, der. in Zkenophous Cyropädie Kyarares (II.) heißt und als Sohn und Nachfolgerdes Astyages die Meder beherrscht» Den Krieg gegen Babylon hatte er seinem Neffen Kusrusch, dem Sohne des persischen Stammfürsten Kambyses und der Tochter des Astyages, übertragen, der bei den Hebräern Koresch, bei dm Griechen Kyros, in den heutigen Geschichtsbüchern,- nach römischer Schreibung gewöhnlich.Cyrus genannt wird. Ms der-, selbe im Jahre 537 vor Christus-bei dem erblosen.Tode seines Oheims Kyaxares das modische' Reich nach dem Rechte der Erbfolge uberkam, wurden die Perser, die bis dahin Unterthanen. der Meder gewesen waren, das Haupt- Volk,-obwohl die medischcn Staatseinrichtnugen aufrecht erhalten wurden und für die Perser selbst stärkere Geltung erhielten, als sie unter der medischcn Herrschaft für sie gehabt hatten. ' Besonderes Gewicht legi Cyrus auf. die Einführung der medischeu Staatöreligiön, die in einer über die Anfänge der oberasiatischeu Reiche am Euphrat und Tigris w ei t hin au frei ch en d e n Zeit, bei d cm urspr ü ngli ch) auf den Hochflächen des Himalaya-Gebirgeö einheimisch -'gewesenen Volke der Arier vder-Jranicr voneinem Gesetzgeber Zarathustra oder, mit einem später» Namen, Zartut sch, der bei den Neueren gewöhnlich Zoroaster heißt, gestiftet worden war, und erst im achtzehnten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung durch die von" dem Franzosen Anquetit Dnperron bei den Nachkommen der alten Perser aufgefundcnen und nach Europa gebrachten Zendtücher der modernen Welt erschlossen worden ist. Der Grundgedanke derselben ist, daß die sichtbare Wett als Nachbild einer himmlischen Welt für den Zweck erschaffen worden ist, dem in der letztem entstandenen Zwiespalte des Guten und des Bosen ziun Kampfplätze zu dienen, bis der Lichtgott Ormuzd den Sieg über den Ahriman, den Gott der . F'insterniß, erstritten haben wird. Ob beide Gottheiten von einem noch hohem Urloesen, der unerschaffeuen Zeit

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