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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 733-734

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 733-734 (sequence 61)
Language
German
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733 734 ' Munk, über Jbn G'ansch. Uebers. von I. Fürst. geringe Anzahl Verbesserungen in den Text eingefügt, nachdem wir Sorge getragen, die Lesearten der Handschrift auf den Seiten^ unten zu bemerken. Was die Uebersetznng anlangt, so haben wir uns bemüht, sie so buchstäblich als möglich zu geben, was in dieser Stylgattung manche Unbequemlichkeit hat; jedoch wenn wir gleich auf Eleganz nicht gesehen haben, so haben wir beständig gesucht, verständlich zu sein. Das ist das erste bedeutete Stuck, das von den Werken Jbn G^anach's bekannt wird, und obfchon bas Interesse, welches es uns bietet, vorzüglich in seinem Inhalte liegt, so giebt es uns doch auch zugleich ein schönes Stylmuster von unserem Verfasser, was in. dem Ebcnmacrß der Sätze und im Reichthum der Beredsamkeit, was bei den Arabern die Eleganz bildet, sich bemerkbar macht. In der That wurde von seinen Zeitgenossen dessen gründliche Kenntniß der arabischen Sprache gewürdigt, und die Huldigung, welche ihm I b n A b i - Ose ib lla in dieser Beziehung darbringt, ist ohne Zweifel bloß der Nachball der Lobeserhebungen, welche ihm die arabischen Schriftsteller Spaniens spendeten* E i n l e i t u n g z u K i t u b e l - L u m a\ „Lob sei Gott/, der den Menschen geschaffen und ihm die Sprache gelehrt hat: der ihn geleitet, um die Göttlichkeit zu erkennen und die Einheit zu verkünden: der ihm den Weg des guten Betragens offenbart und von der schlechten Bahn abgemahnt hat: welcher der hebräischen Sprache ein Vorrecht und einen Vorrang vor allen Sprachen verliehen, indem er sich derselben zur Offenbarung seiner heiligen Schriften, zur Verkündigung seiner reinen Gesetze bedient hat! Wir spenden ihm Lobpreisungen, auf daß er uns seine Gunst erhalte, uns mit sich in Zusammenhang setze und uns seine Barmherzigkeit näher bringe. . ' Und hierauf (gehe ich auf den Gegenstand ein und beginne): Da die methodische Kenntniß der Sprache ein Mittel ist für jede Untersuchung und eine Einleitung zu Allem was man verhandelt, so ist es eine dringende Pflicht und durchaus nothwendige Sache' sich anzustrengen , um auf den höchsten Punkt (dieser Kenntniß) zu gelangen, alle ihre Zweige zu umfassen und sich begierig zu zeigen, sie in Vollkommenheit zu besitzen, damit man das was fehlerfrei oder unrichtig, vollkommen oder unvollständig, eigentlich oder bildlich, gebräuchlich oder selten ist und andere der Sprache eigenthämliche Dinge erkenne. Denn indem man sich für alles dieses erklärt, wird man alle Gegenstände, die man erörtert, erfassen, und nach Maaßgabe daß diese Kenntniß ungenügend und unvollkommen, muß auch das Verständniß dessen, was man untersucht, unvollkommen und die Kenntniß dessen das in Frage steht ungenügend sein. hier oft barbarische Wörter, in welchen man schwer den arabischen Grundzug wiedererkennt. 1)' Den Wörtern pfch geht tn der HS. das Mort ^NiD (mein Gebet) voran, was die hebräische Übersetzung nicht wiebergiebt und das wir ebenfalls weggelassen. Und dann: wie der. göttliche Lohn das Beste ist, das der Mensch in dieser Welt erwerben und das Höchste das ec gewinnen und für die. andere Welt vorbereiten kann — ein Gut das man vollständig nur dann erwerben kann, wenn man das was die Bücher der Offenbarung enthalten, erlernt und sich nach dem richtet, was sie befehlen oder verbieten —: und wie der Inhalt dieser Bücher nur vermittelst der Kenntniß dieser Sprache verstanden werden muß: so ist die Sorgfalt des Menschen für Befestigung dieser Kenntniß, die Bemühung die er zu verwenden hat, um zu erhalten, zu. verbessern, zu durchforschen die verschiedenen Gegenstände der Sprache, um von der.Bedeutung der Wörter Rechenschaft abzulegen, eine gebieterische Pflicht und eine überaus nothwendige Sache, namentlich en Rücksicht auf die Hoheit der gesuchten Sache, auf die erhabene Bedeutung des in Frage stehenden Gegenstands und in Bezug auf das Verhältniß dessen, der in unserer Seele eingepflanzt und in unserem Geiste bewährt ist, zu dein Gegenstände der Größe dessen der (seine Schriften) offenbart und zu seiner hohen Macht (er möge gerühmt und gepriesen sein!). Auch die besten unserer gelehrten Altvordern (Gott möge ihnen gnädig sein!) hörten nicht auf, sich darauf zu legen, dazu anzuspornen und lebhaft die Beschäftigung damit zu empfehlen. So sagen sie, von den Pflichten der Väter gegen ihre Kinder sprechend^: jnv> yfttsf Hb1 2 3?!? Dm r»-3N (Deut. 6,4) ms mim >il>. 33,4) KHpn . Der Beweis daß man, um die Bücher der Offenbarung zu erfassen und sich der vom Gesetze aufgelegten Pflichten zu entledigen, füc's erste die Wissenschaft der Sprache gründlich erlernen und sie in aller Vollendung zu dollmetschen wissen muß, ohne von den Beweisen zu reden, welche die Vernunft uns dafür bietet, ist das was die Alten gesagt habend: Wu dto omin no’pnj OZillö tTDpnty rrrrr y? Di'3 Dmin no’pnj n1? djwV by vrspn .vbta . Etwas weiter ist von den , von denen wir, wie andere Bewohner dieses Landes (Juden) abstammen und deren Beispiel wir nachzuahmen und in deren Fußcapfen wir zu folgen haben, ausdrücklich gesagt: inp inJHD) DJlß6 b]l N'Splw TtnD DT3 nnnn riD’pnJ y»'D . Durch t>ie' Worte 'MIDI ’OCT'D wollten sie sagen, daß sie die Regeln der grammatischen Biegung eingerichtet, die Feinheiten zum Vorschein gebracht und die Beweggründe angezeigt. Das Wort mDpn hat hier den Sinn von „mit Sorgfalt an einer Sache festhalten, indem man damit geizt," wie in folgender Stelle^ pm ))n ropi’ nnyi D’yn ’üdjd m.i ^spjo d’jdj modo n’Dn ^2 bw in nn ';n^y Tspo n'an byiw, pn 1) Sukka 42a. Die Wörter tsnpn ]l^i, in der Anfuhr u ng Jbn G'anach's wesentlich, finden sich weder in der angeführten talmudischen Stelle, noch in Mischne^Tora Maimüni's lTalmud Tora e. L). , Diejenigen, welche die Anführungen Jbn G'anach's mit unseren Talmud - Ausgaben vergleichen wollen, würden noch andere Verschiedenheiten bemerken können, auf die wir nicht weiter aufmerksam gemacht... 2) 'Erstbin 35 a. >, 3) ib. ib.; B. Karnma Ende.

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