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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 731-732

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 731-732 (sequence 59)
Language
German
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731 Munk, über Ibn G'anäch das Entferntere und nicht auf das Nähere bezieht. Dieses Sap. handelt vom Zwischensätze (Parenthese), der, den Zusammenhang der Rede unterbrechend, die ^Veranlassung ist, daß das Ende des Satzes sich nicht mit dem was unmittelbar vorhergeht, eng verbindet; Der Verfasser beginnt mit -einem aus Ex. 21, 1t gezogenem Beispiele, wo nach der Meinung der Lalmudisten, die Worte EM sich nicht, wie man glauben tonnte, auf die in Vers 10 .aufgewühlten Gegenstände, sondern darauf was im 8. u. 9. Vers gesagt worden ist, bezieht; der 10. Vers muß also wie ein Zwischensatz betrachtet werden. Dieses Beispiel ist von einergroßen Anzahl anderer noch klarerer begleitet, wie das von Dt. 4, 5 und ähnlichen. — 35) von der Frage und von den Fragewörtchen. — 36) von dem Frage-m im Besondern und von Mannigfaltigkeit seiner Vocalisirung. — 37) über die bestimmten und unbestimmten Nennwörter. Die Einen sind in sich selbst begrenzt und bestimmt, wie die Eigennamen; die Andern sind es nur vermittelst des Artikels, des Status constructus oder eines Fürwortes. Der Verfasser stellt die Regeln vom Artikel in den Renn- und- Eigenschaftswörtern dar, begreift dabei die zusammengesetzten Eigenschaftswörter (■ntyn ihn i^s?n rro) mit ein, und weist die Ausnahmen nach, die man in der heiligen Schrift findet. — 38) von dem männlichen und weiblichen Geschlecht, oder besser von der weiblichen Bildung in den Nenn-, Für- und Zeitwörtern. Der Verfasser fügt hier einige'allgemeine Regeln zu denjenigen hibzu, die ec in den verschiedenen vorhergehenden Kapiteln gegeben, vorzüglich in' deüen über die Fürwörter. — Z9) von der für die weibliche Form gesetzte männliche z.,B. rvrv ffo rpnn Deuf. 22, 23; für Jos. 1, 7 und in fünf andern Stellen; für das. 2, 20 u. s. w. — 40) von der für die männliche Form gesetzte weibliche z. B. ^3") für Ez. 28, 13; ND1 für N/2N1 2 Sam. 4, 6 u. s. w. — 4'iV. von dem gemeinschaftlichen Geschlecht oder von den für das weibliche undmännliche Geschlecht zugleich gesetzten Nennwörtern, wie Kamel, "1122 Vogel, dieser, diese. 42) von dem weiblichen Geschlecht, gesetzt wenn man darunter eine Handlung, einen Zustand der Dinge u. s. w. versteht. Das sind im Allgemeinen die Fälle, wo wir das sächliche Geschlecht dieses setzen z. B. ntt* -rwy 'D w eil du dieses gethan hast Gn. 3, 14; pn' Viril und dieses wur d e zum Gesetz Nicht. 11, 39 u. a. — 43) von dem weiblichen Suffix p] oder von He mit Mappik. — 44) von den Zahlwörtern und von ihrer Syntax. — 45) von den' durch den Artikel bestimmten Zahlwörtern und von der Stelle, welchen dieser letzte einnimmt, als tWItfn die zwei Männer, ig/pn DUtP bie zwölf Mann tu s. w. — 46) noch einige Beobachtungen über die Zahlwörter. Diese kurze Uebersicht, wie unvollkommen sie auch sein möge, wird wohl genügen, um von dem Reichthum .des Stoffes in'dem Werke Ibn G'anLch's eine Vorstellung zu geben, und um zu zeigen, düß David Kim chi in seinem Mrchlol weit hinter seinem Muster zurückgeblieben sei. Diejenigen, welche' . UeLers. von I. Fürst. 732 die Vecsahrungsart der arabischen Grammatiker kennen, die unserem Verfasser zum Muster gedient, werden diesem nicht Vorhalten, warum er den reichen Stoff,-über den er schaltete, nicht in eine systematischere Ordnung dargestellt. Es giebr 'wohl wenige auf hebräische Grammatik bezügliche Fragen, die Ibn G'anüch nicht angeregt und gründlich erörtert -hätte; gewisse Gegenstände sind in Kitüb el - L u m a in eitler vollstandigern Weift als in den besten modernen Werken behandelt und in diesem weitschichtigen.Fundbuche giebt es mancherlei, um die Arbeiten von Gesenius und Ewald zu bereichern. Wir sind zu sehr von der Aufrichtigkeit des Hrn. Ewald und von seiner Liebe zur Wissenschaft überzeugt, als daß wir nicht glauben sollten, daß er. ein viel vollendeteres Urtheil über die Arbeit Ibn G'an rlch's gegeben hätte , werxn er Zeit gehabt sie mit größerer Aufmerksamkeit zu prüfen und wenn er sich nicht, begnügt hatte, blos die Ueberschriften der Kapitel zu lesen. Wir geben nun die ganze Einleitung des Kitüb el-Luma, die wir mit einer Uebersetzung und mit einigen Anmerkungen begleiten'. Wir veröffentlichen den arabischen Text nach der einzigen in Europa bekannten Handschrift, die sich in der Bodtey'schen Bibliothek erhalten". Sie ist in hebräisch-rabbinischem Cursiv-Charakter von wenig schönen Zügen geschrieben, deren Lesung manchmal große Schwierigkeiten bar bietet1 2 3 jedoch ist sie im Allgemeinen ziemlich genau, und wir haben nur eine 1) Wir geben hier blos. die Uebersetzung wieder, da Hr. M. selbst die Wichtigkeit des Inhalts als Hauptsache ansicht, und da es uns in der That mehr aus die Erkenntniß seines Standpunktes in der hebräischen Sprachforschung ankommen muß. 2) Das ist die HS. n. 136 Poc. - Stiftung, die im Ure'- schen Katalog als n. 456 bezeichnet ist. An der Spitze des Werkes liest man: . 'S yob% 3NTO Hin ]N1~1D -|'e6n DNDvS'l “ITO "Ol "M' D'D.13 ^JÜl!?“l riNM p d. h. „dieses ist KitLb e?l - Lu m a' über die Sprache, das Werk des berühmten Meisters, (der da war) ein Meer schöner Eigenschaften und ein Fürst der Wissenschaften, des Scheich Me rw an Ibn ©'an&dj; der Beflügelte verkündet, das Wort". /In den letzten aus Koh.!0, 26 gezogenen Worten ist eine Anspielung auf den Beinamen G'anüch (nxi.1), der Flügel bedeutet. Darum nennt auch S ch e m - T ob 2 b n Fa l a q u e r a in seinem Buche ha - Me - bakkesch (Bl. 21) unfern Verfasser O>2)EE byy iW J1 . Außer der Handschrift, von der wir soeben sprachen, besitzt die Bodleyssche Bibliothek noch den zehnten Theil der Kapitel des Kitäd el-Luma' in einer HS. n. 469 des Ure'schen Katalogs. 3) Vielleicht ist cs dieser Umstand, der Hrn. Ewald sucht gestattete, feine Zeit dem Lesen des Werks zu widmen. Man kann auch bemerken, daß Gesenius, der so osr das Wörterbuch Ibn G^anüch's, von dem die Bodley'sche Bibliothek eine sehr schone und lesbare Handschrift besitzt, benutzt hatte, niemals von der Grammatik unseres Verfassers, die ihn unbedingt hätte interessiren sollen, und die er ohne Zweifel vor Augen gehabt, Gebrauch gemacht. Die Abschrift in arabischem Schriftcharakter, von Gagnicr angefertigt (Eatal. von Nicoll S. 8 nt. 9-11), kann gar keinen Beistand gewähren, ^a sie fast auf jeder Zeile durch die gröbsten Fehler entstellt ist, und man trifft

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