Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 27
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Spalte 729-730 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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729 780 Munk, über Jbn G'ansch. Uebers. von I. Fürst. arabische erläutert'. Der Verfasser führt auch Ausdrücke an, wo man das Ga nze für den LH ei! nennt z. B. für den Neum ond (1 'Sam. 20/5z 2 Kön. 4, 23) oder den Th eil für das Ganze, rcie no^D (£>uf) für Hufthier (Ex. 10, 26), oder das B esondere für das Allgemeine, wie Sonne oder Mond für Himmel (Koh. 1, 9; Pf. 72, 7). Er behandelt auch die zeitwörtlichen Formen, wo die Eine für die Andere gesetzt ist, z. B. vom Futurum für das Prätoritum gefitzt und umgekehrt, vom Infinitiv für das Finitum u. s. w. Endlich vernachlässigt er nichts von dem, was unter irgend einer Beziehung in die Kategorie der uneigentlichen Ausdrücke gebracht werden kann. — 29) Fortsetzung über denselben Gegenstand. Dieses ist ein kleines Ergänzungs-Kapitel, was über Stellung der Einfür die Mehrzahl und umgekehrt handelt, sowohl bei den Nenn-, als auch bei den Zeit- und Fürwörtern. -— 30) über die unregelmäßigen Wörter im Allgemeinen. Der Verfasser stellt hier eine große Anzahl von Nenn- und Zeitwörtern, unregelmäßig ln ihrer grammatischen Bildung oder in den Boraten, welche ihnen^ gegeben worden sind^, zusam- 1) indem er von der Stelle spricht: „Elasar und Itamar übten ihr Priesteramt vor Ahro n, ihrem Vater (Nu. 3, 4^, wo der Ausdruck OD-by (vor dem Angesichte, vor) als Ahron n och lebte (vgl. Gn. il, 28) bezeichnet, führt der Verfasser die arabische Redensart I^DAD 'by -]A JJO dieses ist hingegangen. aus den Fuß Jemandes d. h» beim Leben oder zur Zeit Jemandes. Weit gesuchter gibt er Erklärungen über zwei andere Stellen der Schrift, die wir hier wörtlich mittheilen wollen: vyobx) bmbx b'2ö by t*in 'py Tpnn.. bipn ndd .'Ö-Mi vyb ihn 'hx rijNnnö yy riNy \3n no'p nnn y^ybx . Dieses a ]nSd zny^ nDlp nni ist ein sprichwörtlicher Ausdruck 1 der Sinn ist: ich bin mächtig und habe nicht irgend eines Menschen nöthig wegen meiner Macht und meines Adels". Das ist wie die Araber sagen: „Jemand ist auf dem Gipfel seines Volkes". Ferner: r\)xb '*yd?x rsn "Ptf-o wy-n-x prnp nruvn w n'D D bxv xb njiOD y&x *>d myio nnns nybx .*?)pn xpb Nnm may nmrob nb xbix bxv xb inn xin pyorp npi..Tuy.nn?ffc& rzbx apus jxbD rusD .'x w nd mnbb iDibx dyoo jxbD pbip' arux pdu -ps \o nbip' xiD Djtnnbx p'bxz idän 'd^ -cyüD HJn!> „Und Iizchak liebte 'Esaw, denn er hatte Wild in seinem Mund (Gn. 25, 28). Der Sinn ist: „weil er ein außerordentliches Glück aus der Jagd hatte und das Wild, so zu sagen, niemals aushörte, in seinem Munde zu sein, d. h. er hörte nicht auf, davon zu essen, weil er viel davon hatte. Das ist wie die Araber sagen: der gibt Wild zu essen, weil er davon viel hat. Sie gehen in dieser Beziehung sogar noch weiter und sie sagen: d e r g i e b t Udler zu essen, weil er davon viel auf der Jagd einfängt ^d. h. das ist als wenn er Adler zu essen gebe. Also ist die annehmbarste Übersetzung der Worte -jnj o diese: denn er verschafft Wild zu essen. 2) Der Verfasser spricht hier unter anderem von gewissen Formen der Zeitwörter fy, wie u. s. w., in men» Er bemerkt unter anderm, daß in einigen Stellen (der Schrift) es Wörter giebt) die man. in zwei getheilt Hatz so 'O'nm “CD- (Er. 27, 6), was im Sinne von ON2HN2 Pl. von Jes. 4l, 19) erklärt werden muß'; ebenso (Koh. 5, 13) steht fär.. nöj£?5 ♦ — 31) über das was man unter Unregelmäßigkeit zu' verstehen hat. Es giebt zwei Arten von Unregelmäßigkeit: a) die welche von der Analogie oder der allgemeinen Regel sich erufernt z. B. als Infinitiv (Spr. S9, U) für ^nfc$n , ob. p]XT\ als Prät. (Pf. 77, 2) für 3 b) das was sich vom Gebrauche entfernt, obwohl cs mit der allgemeinen Regel übereinftimmt. So z. B. sollte das Fut. von |fO sein , nach der Analogie von ^-p> f "pp -y indessen sagt wan jpp gegen die Analogie und den Gebrauch; aber das Wort (Rich. 16, 5) ist eine Unregelmäßigkeit der zweiten Art, weil nach dem eingesührten Gebrauche man hätte sagen müssen . Ebenso wenn man tu den Zahlwörtern von 3 bis IO die mit weiblicher Enduyg für das männliche NW. verwendet, so ist dies gegen die allgemeine Regel, während die weiblich« Endung in VOU TO ni#W) (Gn. 7, 13) für eine Unregelmäßigkeit gehalten wird, weil gegen den Brauch.-31) von der Versetzung (Transposition), sei es die der Buchstaben, wie 022 und 2W2 f ilbüW und riübw , oder die der Wörter im Satze z. B. yp n)ü-W ftir yp nVxD , 1LTOH Ml für WB) . Der Berfasser führt eine große Anzahl Beispiele von jeder dieser zwei Arten^ an. — 33) von der Umkehrung QNpN oder von derjenigen Art d«r Versetzung, welche die vernünftige grammatische Folge oder selbst die logische Ordnung der Gedanken umkehrr^ z. B. bp {y. 138, 7) für. nw 8y; üb^XD yyi (Ies. 26, M) fut: wx D^nwNn. . In D^rrnN Dtßfn (Ex. 14, 21) findet eine logische Umkehrung statt, da hier die Wirkung der Ursache vorangeht; dasselbe ist in cpy^ri Dl* 1 2! (bas. 16, 20) der Fall. Am Anfänge düsses Kapitels macht der Verfasser selbst die Bemerkung, daß dieses Kapitel mit dem vorhergehenden Achntichkeir habe und daß gewisse Beispiele in das eine angeführt werden können, anstatt sie in dem andern stehen. — 34) über das was in der Rede sich auf welchen der Ton wegen des Waw con^ei-sivTmi auf der letzten Sylbe ist, der zweite WurzeUaut oder 1) ist ganz und gar in der Aussprache verschwunden, wahrend in TOy / obgleich er ebenfalls nicht geschrieben ist, so ist er doch in oem Vokal a wirklich vorhanden, und das Paeach hat hier den. Ton. Es ergiebt sich klar aus dieser Stelle, wie ebenso aus den hier von unserem Verfasser angeführten Worten Chasjug"'s, daß man immer , '»DEp u. f. w. mit Patach und nicht , >5)Op mit Kamez gesprochen, wie Hr. Derenburg (Omntalia TII, S. 106 ff.) angenommen. 1) Diese Erklärung stimmt mit. der des Targum überein. 2) In dem klassischen Schriftenihume nennt man diese Figur to vclsqov Tt-QOTSQOv z.B.inorraniur e^iinmcdia arma r aamus (Vlrg. Aen. 2, 353), wo logssch moriamur zu Ende stehen sollte. -