Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 27
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Spalte 727-728 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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728 Munk, über Jbn G'anäch. Uebers. von I. Fürst. 727 Gelegenheit führt der Verfasserohne beizustimmen, einen modernen Dichter an, welcher,-um einen Reim auf ch i zu haben, von dem Gesetzgeber sprechend, gesagtchatte ^nnpn NL'O Mo se, der Kw rachite, d. h. Zeitgenosse des Korach, was der ara- ' bischen Ausdrucköweise ppO (Pharao des Mose) gleich ist.— 22) Von der Einsaugung (DNjntf) oder Verähnlichung gewisser Buchstaben /vorzüglich des Nun und des ersten von Mei gleichen Buchstaben. Der Verfasser'ist der Meinung, daß die Einsaugung auch siattsinden müsse, wenn einer der zwei Buchstaben sich'am Ende eines Wortes findet und der andere am Anfänge des folgenden, und inan muß aussprechen .p-p £31 irn ü n, P” {D'1) wejittelli, ennemala. Ich habe gesehen, sagt er, eine dem Sa'adja el-Fajjümi Zugeschriebene Abhandlung,, wo er gesagt hat, daß es Hebräer giebt, welche das Nun in p affimilireti und wieder andere, die es aussprcchen. Dieses ist aber nur für das pflichtgemäße Sch'ma'- Lesen nN'Hp), wo man vorgeschrieben, sorgfältig zwei gleiche Buchstaben zu trennen, wie das Lamed in , das Bet in -pEG u. s. \vl Nachdem er alle nöthigen Regeln der Assimilation gegeben, bietet der Verfasser dann Specielles über das wohllaurige Dagesch in (Gn. 49, 10) und -in vielen andern Wörtern dar, wo die Verdoppelung durchaus nicht ihren Grund in der Unterdrückung eines Buchstaben har. — 23) von, gewissen Wörtern, wo-die Aussprache der zwei gleichen Buchstaben der Verähnlichung oder Verschweigung vorgezogen wurde, wie iPs. 40, 13), ^.1*?, (Gm 31, 19) u. s. w.— 24) über die Mehr- und Zweizähligkeit; regelmäßige Bildung und Ausnahmen. — 25) von den Fällen, wo man sich in unvollständiger Weise ausdrückt*. In diesem Kapitel behandelt. der Verfasser zwei verschiedene Gegenstände, in Betreff derer er in weitläufige Einzelheiten 'eingeht. Zuerst 'spricht er von der völligen Verschweigung der Wörter oder von der Ellipse sein, Gegenstand, den keiner der neuzeitigen Grammatiker vollständiger Weise noch behandelt), und dann von der Auslassung gewisser Buchstaben in den Wörtern, wie z. B. vom Artikel n noch den Präfixen u. s. w. - Hier führt er unter andern das Wort (£iob 22, 30) an, was nach ihm den Sinn von kmvs» hat und das ausgelassen worden ist. Die Araber, sagt er, ertauben-sich gleichfalls Auslassungen dieser Gattung, und er beruft sich in dieser^ Hinsicht auf das Zeugnist des Grammatikers Sibawaih. — 26) von den Fällen, wo man (Wörter oder Buchstaben) des Nachdrucks wegen, hinzugesügt hat, ohne das solches im Satze nothig war. Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Arten der Pleonasmen, ebenso die überflüssigen Buchstaben. oder Sylben, die man m gewissenWörtern findet - es ist durchgehends sehr ausführlich dene Umstände sich beziehend, in die Hand gegeben worden. Man kann damit die römischen Namen Africanus und Germ/ajiicus vergleichen. 1) Wir geben uns keine Rechenschaft von dem Irrthume des Hrn. Ewald, welcher sagt, daß dieses (bei ihm 21.) Kap. von dem Gebrauche der Partikeln handelt. und reich an seltenen Beobaä)tung>rn. — 21) über die rioihwen? digen oder fast nothwendigen wiederholten Wörter, d. h. wo die Wiederholung einen besondern Sinn hat und nicht' 'einfacher: Pleonaöm ist z. B. a? täglich, npm.p:n j ed err Morgen, ruty'nicy. alljährlich, oder ein Präfix 2 anfügerid, (S. N7), was, sagt der Verfasser, dem arabischen ,1DDgleicht. Das Wörtchen p, zwischen, muß regelmäßig wiederholt werdenz. B. ‘pnn p? “VKVD p zwischen dem Licht und der Finstern iß; pi^i zwischen mir und dir; oft ist pi durch- Präsir b ersetzt z. B. psi I1L2-p (ßeD. 27, 33)1 und manchmal geht dem b noch das Verbindungs- Wüw vor z. B. n31D^1d^NH p "(So. 2, 17)'. — 28) von dem Gebrauche Eines Ausdrucks im Sinne eines andern. Hier zählt der Verfasser eine sehr große Anzahl von Wörtern und Ausdrücken in uneigentlicher oder in figürlicher Weise gebraucht aus; er spricht von den rednerischen Namenstaufch, Gleichnißredcn und von verschiedenen dichterischen Ausdrücken, die nicht in ihrem buchstäblichen Sinn genommen werden müssen. Wir führen einige Beispiele an: OJ) Volk ist im Sinn von W'»# Mann gesetzt (Ex. 21, 8); dasselbe ist mit ss-s (Gn. 20, 4) der Fall. In den Reden des Nabal (1 S. .25, ifi) muß man (mein Wasser) tm Sinne doiv VjV> nehmen, denn Niemand ist auf Wasser geizig. Der Seher Secharja (4, 12) bezeichnet das Oel durch das Wort 2rnn , weil beide Stoffe sich durch ihren Glanz und ihre Reinheit auszeichnen. Das Wort.in (Fest) wird für das Festopfer gesetzt (Ps. 118, 27; Ies. 29, .1 u« f. w.); ebenso nDt> für das Pesach - Lam m (Dt. 16, 2). Von der Zerstörung des goldnen Kalbes sprechend (Ex. 32, 20) stehen uneigentlich die Zeitwörter und pll für schmelzen und zerreiben. Bei Eigennamen findet man für pALN (Ies. 17, 2)2. Gewisse besondere Redensarten sind durch, entsprechende 1) Der Verfasser citirt noch Lev. 20, 25; Dt.. 17, 8.; Ez. 22, 26, 2) Hier g-ebe ich in Uebersetzung, wie Ibn G'anüch diese Stelle arabisch erklärt: „npy niZPTj; . will hier nicht von'Aro'er selbst, sondern von Damast sprechen. Wenn er diese 'Aro^er nennt, so geschieht es nur um anzudeuten, daß ihr Zustand ein unglückseliges Ende nehmen wird, der Art daß sie wie e2(To.'cr sein wird, die getrennt von bewohnten Oertern und U\ einer Wüste ist, wie er anderswo.sagt: sie werden sein wie -'2t r o'e r i n der W ü st e (Ier. 48, 6) es heißt also: diese Sräote werden wüst und verlassen und ihre Umgebungen ebenfalls verlassen sein, d. h. sie werden sein wie 'Aro'er. Es ist also dieselbe Methode, der hier der Prophet gefolgt ist, indem er sagt: die Städte von '2tWer sind verlass en, d. h.- Damask wird sein wie 'Aro'er. Das was beweist, daß diese Auslegung wahr ist, das ist, daß'Aro'er niemals ein Theil des Gebietes von Damask gewesen, sondern eine der Städte Moab's, wie er vonMoab sagt: Warte auf dem Wege und schaue au6, Bewohnerin von '2t r o'e r". Sa'adja übersetzt, die Stelle m Jesaja fast in demselben Sinne: „und seine Städte werden sein verlassen wie 'AWer".