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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 723-724

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 723-724 (sequence 51)
Language
German
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724 Munk, über Jbn G'anuch'. Uebers. von I. Fürst, 723 rvahrend bo§ was noch nicht ist Ltospr Klaffe des Möglichen gehört, und das Nothwendige geht dem Möglichen voran, wie A ristoteles sagt. Indeß, sagt er. setzen die arabischen Grammatiker die zukünftige Zeit der vergangenen voran, weil die Handlung anfangs eine vorerstwerdende und dann eine gemachte, ist. Der Satz, von Redetheilm zusammengesetzt, ist entweder eine einfache Aussage (nbOHtt , nun); oder ist es nicht. Ein nichtaussagender Satz ist von sechs Arten : Frage, Aufforderung/Wunsch, Bitte, Befehl, Verbot. Es giebt Grammatiker, welche deren bis 10 Arten gerechnet, und andere wieder, welche sie auf weniger als sechs zurückgeführt haben; der Verfasser findet jedoch seine Eintheilung vernünftiger. — 2) über die Eintheilung der hebräischen Buchstaben in fünf Klaffen nach den Sprächwerkzeugen, nebst einigen Betrachtungen über die weichen Buchstaben unb über die Buchstaben . In diesem Kapitel gedenkt der Vers, des B u ch e s ü b e r d i e K e h Haute y"nrjN', welches S a'a d j a nach der Angabe in seinem Iezira-Cemmentar verfaßt, und bei Behandlung der Eigenthumlichkeit des Re sch, nach der Aussprache der Juden zu Liberias, führt er das nNrf&D^N (Buch der Laute) an, dessen Verfasser unbekannt und das in einer andern Stelle (Kap. 19) ben beigelegt ist. — 3) über die Zusammensetzung der Buchstaben, um Wörter zu bilden. Jedes Wort hat mindestens zwei Buchstaben; die längsten Wörter, die man im Hebräischen (die Affixe eingerechnet) bilden kann, sind von zehn Buchstaben und mit dem verbindenden Waw trifft man sogar elf wie z. B. tDvnW’ioi , jrr'najnro) . Man kann sogar bis zwölf gelangen, wenn man — 4) über die geringste und größte Anzahl der Buchstaben in den ursprünglichen. Formen der Nenn-, Zeit- und Nebenrvörter. Die Nennwörter haben wenigstens zwei Buchstaben, wie u. si w. und können höchstens bis fünf Buchsiaben.steigm, wie (ohne von' den zusammengesetzten Nennwörtern, wie , p sprechen); nur die sich anschließenden Wörtchen (Affixe), die Fürwörter sind, können auch einen Buchstaben haben, wie i , 1', ru u. s. w. Die Zeitwörter haben drei und manch- ' mal vier Buchstaben. Die vorn' angehängten Partikeln haben ein en Buchstaben, die ändern aber zwei, wie oder drei, wie 'jy; denn in jj/v}., u. s. w. ist der erste Buchstab ein Präfix und das Ganze also zusammengesetzt. unb yv*]ß sind durchaus zusammengesetzte 'Wörter. — 5) über Wurzel- und Beibuchstaben, oder Aufzahlung der Buchstaben, welche nur wurzelhaft und derjenigen, welche der Wurzel beigefügt sein könnenbte man auch bienjtbai*^ (serviles) nennt. — 6) Darlegung über die meisten Bedeutungen der dienstbaren Beibuchstaben. Der Verfasser hat sie in der Gedenkformel zusammengnfaßt und er erläutert sie in derselben Ordnung, wie sie in dieser Formel Vorkommen, mit t£/ beginnend und mit n schließend. Diesrs Kapitel ist das .ausführlichste und das lehrreichste des-ganzen Werkes und man findet darin eine Fülle merkwürdiger Einzelheiten. Keiner der spätern Grammatiker hat diesen Gegenstand in einer so vollständigen Weise behandelt, vielleicht nur mit Ausnahme des Prof i a t Dur a n in seinem nDN nfc£)yD . Das erste Kapitel der Pac ch o n'schen Grammatik ist nur ein sehr unvollkommener Auszug dieses Kapitels Ib n G'anäch'ö. Es scheint mir sogar, daß die Beobachtungen Ihn G/rnüch's über die Dienstbuchstaben, mit Ausnahme einiger gewagten Vermuthungm, noch das Beste sind, was man über diesen Stoff geschrieben, und daß unser Verfasser in dieser Beziehung nicht nur nicht übertroffen, sondern nicht einmal von irgend einem der Modernen erreicht worden ist. Man findet daselbst viele Erklärungen, welche man in neuester Zeit für neu ausgegeben har / — 7) von der 1) Es fehlt mir hier an Raum, um Beispiele anzusühren, ich will mich daher nur aus ein einziges beschränken, woran ich einige Betrachtungen knüpfen werde. .Unter den Neueren-war Vater (Hebr.Sprachlehre S. 312) der erste gewesen, welcher die adverbiale Endung n in den Wörtern nv? , DJH u. s. w. (s. Gesen. Lehrgeb. S. 62la) wieder erkannte. Jbn G'anäch spricht schon von dieser Endung, die er das umstandbezeichne nde Mein D^D) nctuU> er beobachtet mit vieler Richtigkeit, daß in der Stelle OQN (Iesi 47,^5)^ man OOl"! als Adverb von QN mit D - Endung zu betrachten habe; wahrend in OQN1 b’ITl, Dlü (Kön. Z, 2.6)""das Wort^ Q12N ein Beiwort nach der Form und von nön herkowmt. Jbn G'anüch hatte nur.emen Schritt weiter zu machen, um dahin, was ich für die'wahre Erkla'rung/deä cpß b^nbsL oder der adverbialem Endung ft halte,,zu" gelangen. Ich zweifle gar nicht, daß dieses ein Ueberbleibsti.einer Deklination (Casus-Endung) ist, welche ehemals in/Hebräischen war, oder besser in der Ursprache, woher zuglef.ch'das Hebräische und Arabische entstammt. Der Accusativ q/ f tm Arabischen s , hat sich als Adverbialform erhalten/' wie ebenso im Vulgärarabischen; denn im Allgemeines hat das Hebräische mehr Aehnlichkeit mit dem vulgären, als dem schristsprachigen Arabisch, wie ich vielleicht anderwärts zu zeigen Gelegenheit haben werde und es ecgiebt sich daraus, daß das was wir Vulgärarabisch nennen durchaus die ältere Mundart ist. Wir finden oft in den hebräischen sprachlichen Endungen gerade da ein m, wo das Arabische ein n darbietet (z. B« im Dual qs und im Pl. und ) und dasselbe ist mit der nasalen Aussprache der Deklination der Fall, die im Arabischen durch n muß im Hebräischen gewiß durch m ausgedxiickt gewesen sein, und was man in der arabischen Grammatik die Nun Nation (p^n) L" nennen übereingekommen ist, könnte man in der hebräischen Grammatik die Mimat ion nennen. Nur hat man, da man im Hebräischen stets nach der Aussprache geschrieben, das □ geschrieben, während im Arabischen blos gehört wurde; viel späer zeigten es die Grammatiker in Verdoppelung des Vokalzeichnens an f* J . Die hebräsche Form also ganz dasselbe als arabisch. und derselbe Adverbial - Accusativ findet stch^in nin , Op^"> , DJDN} von ]n , pn , . Vielleicht findet man einige Mal diese Form, für den wahren Accusativ, vom Zeitwort regiert; wenigstens sind in den poetischen Büchern der Schrift gewisse schwere Stellen vorhanden, welche viel deutlicher werden, wenn man diese Accusativform annimmt. So z. B. Ps. 65, 10, wo die Worte |ON vielleicht übersetzt werden müssen: „Du bereitest das Getreide" und der Accusativ von pn wäre, b.a im ganzen Verse kein Plural vorhanden ist, woraus man .die Endung 0^. beziehen könnte. Ebenso

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