Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 27
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Spalte 721-722 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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721 Samuel erfreute sich eines großen Ruhmes als Dichter; jedoch' sagt Je hu dael-Charisl"^, daß seine Dichtungen großentheils, tiefsinnig und schwer waren und der Commentare nöchig hätten. Mose be^ Esra, der eine glanzende Lobeserhebung von dem poetischen Talent Samuel Ha-Nagid's macht, hebt von seinen Dichterwerken vorzüglich die drei hervor, die ü^nfi p(Sprößling des Psalters), p (Sp. der Sprü che) und thnp p (Spr. des' Kohl l et) heißen, und welche Nachbildungen derjenigen drei biblischen Bücher waren, deren Namen sic trugen. Nachdem er die ursprüngliche Knnstlersähigkeit Samuels, sein erfinderisches Genie, die Richtigkeit seiner Ausdrücke, den Nachdruck seiner Beredtsamkeit, die Zierlichkeit seinesStyls gerühmt, fügt er hinzu: ' ' . ' „Das was einen Beweis dessen bildet, das sind feine dichterischen Werke B en- Te Hill im, Ben-Mis ch le und Ben- Kohelet. Das letzte Werk ist das erhabenste, beredteste und das, was am meisten Ermahnungen enthält, da es eines der Werke ist, welches er, nachdem er ein reifes Aller erreicht, geschrieben, wo man sich der eigenen Einsicht anstatt eines „Man sagt" zum. Zeugei, bedient V Ben-Tehillnn enthält nur Anrufe und Singgebete, die er nach dem Klangmaaß derProsadie verfaßt, eine Gattung, mit der "sich weder irgend einer vor ihm, noch nach ihm beschäftigt hat. Zn allen seinen Werken hat er sich viele Mühe gegeben und sehr große Anstrengungen 'gemacht; denn er hat .darin eine Menge Sprüche von Arabern und andern Völkern, Denksprüche der Weisen, Blumen alter Geschlechter, seltene Ausdrücke und Redeweisen unserer heiligen Dichter, verwendet, und alles dies in der beredtesten Sprache und mit der größten Klarheit der Ueberzeugung'". Er spricht sodann von den Abhandlungen und den Sendschriften Samuels, von denen das Morgen- und Abendland voll war, und die er an -die.hervorragendsten Männer vvn/JrLk, Syrien und Aegypten, Afrikilja, Maghreb und Spanien gerichtet hatte Zu seiner Zeit, sagt er schließlich, erhob sich das Reich des Wissens, nachdem o§ niedrig gewesen, unh die Sterne der Erkenutniß schimmerten Tachkemoni 3. Pf. BL. 7 b (ed. Am st.) LI Es ist ein Sprichwort, welches bezeichnet: „die beste Belehrung ist die, welche man aus eigener Erfahrung schöpft." Man sagt> auch choch im selben Sinn : ISilbs D'b oder wohl auch nL5-Olta'Nbl Dn&N 'ub \ 3) Die S teste lautet im Original: *^3 ' n^. im nbnp p«r ’^D.pNiD^n px rrnyt^K -D^in njn;^v ndd niiXH) Nmirin KmrtoNi Mnns&Ni nrSix p psndi noDft nnw by ipr^ninDN^ f nto d Nrun »tjtin!?« cnbnn mp rfap ’nNiD nhh byw' ob npno *ni pry/ba biNn WNi m'oi mj/m NDiby .. h$d pH r)Hm nsDN^f« oDra DJiyHi mybN Hhdn p nSihoj S4 HL. der Bodl.-Bibl. ooä. Htm*, n. 599 fol. 32. 722' nachdem sie vorher verdunkelt gewesen. Gott verlieh ihm einen, großen Geist, der bis zu den Sphären reichte und den Himmel berührte, auf daß er die Wissenschaft und ihre Anbauer verehre und die Religion, sammt denen die sie erhalten, verherrlichet Bon allen seinen Dichterwerken haben sich nur Auszüge aus seinem Ben-Mischte erhalten, die sich in der de Rossi'schen Sammlung befinden". Nach dieser Abschweifung über Samuel ha-Nagid und seinen Sohn, die, in Anbetracht einiger neuen Sachen, die wir dabei bekannt zu machen Gelegenheit hatten, vom Leser wohlwollend ausgenommen werden möge, wollen wir zu der Grammatik Zbn Ä anLch's zurückkehren. Dieses Werk beginnt mit einer langen Einleitung, die man weiterhin lesen wird, und ist' mehr oder weniger, je nach Wichtigkeit des Gegenstandes, ausgedehnt, in 46 Kapitel gctheilr. Wir wollen in der Kürze von denselben den Znhalt angeben1 2 3: i) Elemente oder Rcdetheile sind an Zahl in der' hebräischen Sprache wie in allen andern Sprachen drei, nämlich das Nenn-, Seit-und Nebenwort. Der Verfasser erläutert die Natur und die Nothwendigkeit dieser drei Theile. Vom Zeitwort sprechend berührt er die Frage von den Zeiten, welche an Zahl zwei sind, die vergangene und zukünftige Zeit. Die vergangene Zeit muß der zukünftigen vorangehen , denn was vergangen, ist zuverlässig und nothwendig, 1) Im Original lautend: tbybto r^Tl N1L7 rpNW '21 4nd2 ndHw ihn *pnj;d^n. ddno np-WNi. Nrtopri ijn DDriKii inHnH niiDw nonH p nHx nNriN jno mH^m pbs4 mynv n^Nnw dH?n an 'd ^Noob« . 2) Siche dessen tz>S. - Katalog n. 12.9. Hr. Luzzatto har im Zijjon'von l841 (Monat Zjjar x. IZl flg.) einige Bruchstücke, daraus mitgetheilt, ebensoDukesinseinerrabbrni sch en Blumen lese (S. 55 flg.); in der neuesten Zeit wurden sehr diele Partien im LB. des Or. veröffentlicht. 3) Die Inhaltsangabe der Kapitel von Ewald (Beitr. I, S. 144— l 16) ist weder vollständig noch völlig genau. Hr. Ewald zählt nur 43 Kapitel, auf deren Ueberschriften-Uebersetzung er sich beschränkt, ohne daß er dabei beständig die Genauigkeit und Bestimmtheit angewendet hat. Ich hatte während meines Aufenthalts zu Oxford nicht die'Zeit gehabt das Kitäd .e l - L u m a ganz genau zu 'prüfen nnd ich habe mich auf das Abschreiben seiner Einleitung und auf das Zuratheziehen einiger mich besonders interessirendcn Stellen hie und da beschränkt. Die hebräischellebersetzung derselben von J e h u da Z b n Ta b 6 n, die sich in zwei Handschriftender Pariser NarionalbibliotheH (-ave. ton. licbr. n. 473 tr* 490) findet, und deren ich mich, um den Inhalt der Kapitel anzugeben, bediene, zählt aber 46 Kapitel und ich zweifle nicht daran, daß sie ganz mit dem Original (in Oxford) übereinstimmt. In der arabischen Handschrift zu Oxford sind die Kapitel nicht gezählt, sondern lediglich durch das Wörtchen 350 angegeben, und drei sind der Aufmerksamkeit des Hrn. Ewald entgangen, nämlich Kap. io—17. Die Kap. 19 und20 wurden von Hrn. Ewald m eins (Kap. 16) zusammengeworfen; dagegen finden wirnicht in unserer hebr. Uebersetzung nach Kap. 27 das Kap. 24 des Hrn. Ewald: „Was in. der Schrift überflüssig sei und in Laute nicht gehört werde", wahrscheinlich ist hier ein Mißverstandniß. Munk, über Zbn G'anäch. Uebers. von I. Fürst. 46