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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 719-720

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 719-720 (sequence 47)
Language
German
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719 Mulder, über Grabschriften. am selbigen Lage wird der Ewige einzig fein und sein Name einzig. 'Ja alsdann wende ich den Völkern zu -reine Lippen, daß sie Alle anrufen den Ramm des Ewigen und ihm dienen einmüthig." Kurze Anzeige». 15) Jels oyer de begraafplaalsen der nedcrlendscli- ■■ israelitische Gemeenle te Amsterdam, en bijzonder oyer die te Muiderberg met eene op.gaYe ran "twinüg Grafschaften door S. J. Mulder, Dr.in de -wissbegeerie en Inspeclör der Godsdienslige israeiitische JSclioolen. 1851, 8- ' Herr M ulder, als .Schriftsteller auf jüdischliterarischem Gebiete fruchtbar und sehr rühmlich bekannt, hat eine holländische Uebersetzung des bekannten "22 von Sim. Frankfurtcr, was Hr. B. H. A sh er in London 1847 mit einer englischen Uebersetzung herausgegeben, zu praktisch-religiösen Zwecken veranlaßt, und vorliegender Bericht über die jüdischen Friedhöfe zu Amsterdam und Muideberg, mit den 20 im Original mitgetheilten Grabschriften, bilden die Einleitung zur genannten Uebersetzung. Der Werth von dergleichen historischen Notizen ist gewiß nicht unbedeutend, und wir haben dergleichen in neuer Zeit stets sehr dankbar ausgenommen, wie B. über den Friedhof in Wien von Frankl, p-p\ von Luzzarro. 2(Uein Hr. Mulder hätte seinen Bericht entweder hebräisch, das er sehr gut schreibt, oder deutsch geben sollen, da holländisch hier fast g<kr nicht verstanden wird. Unter den hier mitgetheilten Gedenksteinen sind die der Rabbiner der . deutschen Gemeinde zu Amsterdam (Eisek Sjmon f 18. Mar- . cheschwan 1672; Jak. Mos. Ich. Charis sb. Kalon. ha-Kohen^ 13. Thebet 1707; L Ö w I ehuda b. David *j- 7. Kistew 1709; Abr. Berlin b. Ich. si 23. Adar 1730; Arje Löw b. Saul 1 21. Nisan 1755; Saul b. Arje Löw, Sohn des Vorigen, j- 8. Tammus 1790 (wo fehlerhaft nnL7DrT anstatt nnmon gedruckt ist); Jak. Mos. b. Saul, Sohn des Vorigen *]• 15. Adar 1815 und Andere) sehr wichtig für die Literaturgeschichte, namentlich rn Bezug auf diejenigen., welche zugleich durch schriftstellerische Werke bekannt geworden. So z. B. Saul , h.A. Löw, genannt Saul Löw (Hibl. jud. II, p. 266), Verf. Des y Ah. Mos. Isaak b. Abraham, Verf.^des prp\ iHi (ib. I S. 138); Ah. Mos. Frankfurter (ib. 1 S. 295)z Sal. Dubno ^b. S. 213) u. A. Aus solchen antiquarischen Mittheilungen lassen .sich aber für Literärgeschichte und Bibliographie manche treffliche Bemerkungen entnehmen und wir wünschen, daß Hr. Mulder uns recht bald mit noch andern Bruchstücken über die Vorzeit der Juden Hollands beschenken möchte. 720 Nachricht Über ' Abu't-Waiid Merwan Jbn Ganach und über einige hebräische grammatische Schriftsteller des zehnten und elften Jahrhunderts. Nebst der .Einleitung beö Kitab el-Luma von Jbn Mansch, arabisch rr. von S. Munk. Aus dem Französischen in dem Journal A-sintiqLue (Juli 1850) ins Deutsche übersetzt von Jul. Fürst. (Fortsetzung von c. 479.) „ Begrüße sein Antlitz und du findest das Glück und die Hoffnung, und betrachte in seinen Sälen der Sonne Schönheit im Zeichen des Widders. Niemals hat der Freund einen Fehler an ihm gefunden und das wechselvolie Glück, wie es" auch wandelt, ihn verwandelt es nie." Und als er, in Almeria eingetroffen,, daselbst ein Gedicht zum Lobe des R a fi'-el- Da n l a, Sohne des el-Muftazim ben Zumadich, verfertigte, so sagte irgend Einer, der ihm Böses zufügen wollte, zum Fürsten: Mein Herr, gewähre diesem Verfluchten keinen Zutritt, denn er hat von einem Juden sprechend, gesagt: „Für mich ist wahrlich Treue eine Religion, Kraft welcher ich den Moslemen erlaubt glaube, den Ungläubigen zu beweinen." Aber Rast' rl-Danlaantwortete: Bei Gott, der da ist ein edler Mensch, dem man Gutes rhun müßte. Wenn er nicht Eifer hätte, so würde er nicht einen Ungläubigen nach seinem Tode beweint haben; denn wir haben manche unter den Unsrigen gefunden, die auf einen Moslemen nicht aufmerksam sind, selbst wahrend seines Lebens". Nach diesen Anführungen, welche dm Bericht des'Abraham ben Darid bestätigen und ergänzen, wollen wir nun den Wesir verlassen und zu Samuel Ha-Nagid, dem Schriftsteller und. Grammatiker, zurückkehren. Seine Werke sind fast alle verloren gegangen, und unter uns ist er nur durch seine Einleitung zum Talmud (i^nn NöD)von der ein Theü gedruckt worden istx, bekannt- Jbn Esra am Anfänge seines Jesöd Morü legt ihm zwanzig auf hebräische Grammatik bezügliche'Schriften bei; die vollständigste und merkwürdigste war die, welche Jbn Esra -^yr) HDD (Buch des Reichthums) nennt und die er an die Spitze aller seiner andern grammatischen Schriften setzt, die von Jbn Ganach mit einbegriffen*. ') Das arabische Origmalcitat, das Hr. Mhier mittheilt, habe ich hier um so eher weglasien zu dürfen geglaubt, als es nur indirekt für unfern Text beweist. Uebers. 1) Man findet ihn in den meisten Talmud-Ausgaben ausgenommen, und am Schlüsse der Olavis Talmudica v. l'Empereur (Leyden 1634, 4.) p. 222 flg. - 2) S. Mosnajim, EinU; das Werk des Samuel war arab. überschri'eben: 3 WO .

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