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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 711-712

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 711-712 (sequence 39)
Language
German
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71t' : Die Bienenzucht bei — dagegen der von Wachs^gereinigte Honig als Getränt betrachtet , so Machschirin 6, 4: “TIN liGl iwnpn ppjj'b -p nm npi p . Für besonders vorzüglich galt ihnen der Honig , den die Bienen von Gebirgskräutecn gesammelt; so Sota 48 b: tan dowid 'ND wi p, ioi it/2~i nt b":m . Ntsori frm raty pLwi ncw-di pran nod Dnnn „wie - die Bienen auf4 den Bergen herumfliegen und Honig dringen v.on Gebirgskra'utern "; und erlaube ich mir darauf aufmerksam zu machen, wie Alexander v. Humboldt ^Ansichten der Natur,-I.Thcil,'Seite 51, 58) erzählt, daß zum Erstaunen kühner Bergsteiger Fremmonts Brok (bet: höchste Gipfel der ganzen Kette der-Roky mountalns ca. 12700 Fuß Pariser, über Meeresfläche) von-Bienen besucht, gefunden wird; doch glaubt H., daß sie vielleicht unwillkührlich durch einen aufsteigenden Luftstrem hinaufgezogen wurden., Terumct 8, 4 gehört Honig nicht zu den Getränken, die von dm Schlangen ausgesucht werden; doch scheint die Gemara hierbei andern Sinnes zu 'sein. Honig ist auch zum Heilen von Wunden —- Sabbat 8, 1:' nTDil *?]). )rv6 ">'12 EGT — und sogar verdorbener Honig bei wundem Rücken der Lastthiere — Baba Mezia 38a gebraucht worden. Rach Zsboda Sara 5, 2 giebt Honig dem Wein anfänglich keinen guten Geschmack, verbessert ihn aber für die Folge sehr; - ebenso werden Wohlgenüffe durch Beimengung von Honig verstärkt. Keritot 6 s: ,-zpv2 2)21' m;rü DN und Jeruschalmi bas. bl n'.T üb mrop3 TOl biy!'.C3ip .13 jm H'H nriH3 niDy1? . Hätte man dem Räucherwerk etwas Honig beimengen dürfen, dann wäre der Geruch s» stark geworden. Milch und Honig zusammengenossen wird für sehr zuträglich gehalten. Midrasch Rabba, Schic ha-Schirim — und für Greise der Honig überhaupt Midrasch Rabba Bamidbar: 2)2*1 tiyO D\Jpt^ , den Greisen der Geschmack dcS Honigs. Noch wird der Honig als Heilmittel gegen Gift (Sabbat 109b: is'nmbl Kran K1I1NK .TW?) KU!“ N^D n), gegk» Herzleiden (Aüoda Sara 29->: INN N'2 'Q11 K"v »<fei Nfinn k;d N"K aubi Kr>ivnvK> SODID J'2 rb '^01 NtiQH) und (Aboda Sara 28u) gegen Bräune, wie - es scheint mit Raute, empfohlen. Gegen Den Stich der Wespen, wahrscheinlich auch der Bienen, hielt man die Fliegen für nützlich; s. Talmud jerusch. Berachot, Abschn. 9: . Eines Volkssprichwortes wird aber auch Erwähnung gcthan, Midrasch Rabba Bamidbar: Wd jb -jb , Man sagt zur Biene: Nicht von deinem Stich/ nicht von deinem Honig. Zum Conserviren der Leichen wurde' der Honig auch angewender. So erzählt Flavius 'Josephus, Alterthümer 14, 7,3. Wik die Leiche Aristobuls, den Pompejus vergiftete, als ihn Cäsar freiließ , in Honig aufbewahrt war, von Antonius nach Judäa geschickt wurde, um in der königlichen Gruft bestattet zu-werden. -Der Talmud Baba Batra 3 b hat Aehnliches von Herodes und scheint dabeian Mariamne gedacht' zu haben: den alten Hebräern. 712 Kra>12 '! i "Ns genügt die Mrttheilimg , daß eine Leiche in Honig aufbewahrt, sich sieben Jahre erhalte. Auch über die Bereitung des Honigs hatten sie gute Beobachtungen gemacht. So ist die Antwort auf die Frage : Da man die Bienen selbst nicht essen darf, warum darf man den Honig derselben genießen? Bechorot Tb; jnw rfiDbDD&y *1DÜ ]DWD]hlNTn3DD'J^NljpiÄ. Weil sie ihn nicht aus sich selbst herausgeben , sondern ihn von anderswo', von''Blumen und Blüthen, in sich aufnehmen. Ueberraschend war es mir, im Midrasch die Weisel so hoch gestellt und denselben gewissermaßen, mit Cuvier, über den Instinkt der Bienen, gleichstimmend zu finden. Im Midrasch Räbba Debarim heißt es: 'i rn DnniD n'opniDN [oro '-i ->dn VS D’Knj ■>")»' D-'pna '"]} cn^ , Gott spricht : wie Biene» führe ich meine. Söhne in der Welt, durch Gerechte, durch Pr o se t e n, und Cuvier: das Thierreich, deutsch von Voigt, I. Th.. S. 28: „So errichten die Honigbienen seit Anbeginn der Welt höchst sinnreiche, nach der höchsten Geometrie berechnete Gebäude, die bestimmt sind, eine Nachkommenschaft aufzunehmen und zu ernähren, die nicht einmal die ihrige-ist. — Man kann sich vom Instinkt keine andere deutliche Vorstellung machen,, als daß man annimmt,/ diese Thiere haben in ihrem Sensorium eingeborne und beständige Bilder oder Empfindungen, die sie bestimmen, so zu handeln, wie die gewöhnlichen und zufälligen Empfindungen insgemein thun. Eö ist 4ine Art Traum oder Vision, die sie bestamig verfolgt; und in allem, was auf ihren Instinkt Bezug har, kann man sie wie eine Art Somnambulen betrachten." Daselbst rühmt der Midrasch noch von der Biene, daß sie ihren Herrn kennt und ihm ihren Honig giebt, Fremde aber sticht: cn-iriK^ rwpijji rtbyib rncrin no . In der Bibel selbst kommen Bienen häufig vor; so im Pentateuch.' Deuteron 1, 44: nach Onkelos: wie die Bienen zusammenlaufen; nach-Jonatan: wie die Bienen verfolgen; einige Versionen scheinen-nj^yp zu lesen und darunter das Ausräuchern der Bienen zu verstehen. -- Richter 14, 8: „Und sieh, ein Schwarm Bienen war im Körper des Löwen." Herodot erzählt, daß die Amalhichianer dem Oncsitus, der sie belagert hatte, den Kopf äbhieben und über das Thor hingen. Als derselbe hohl wurde, setzte sich ein Bienenschwarm hinein und füllte ihn mit Honigwaben. Birgil beschreibt sogar ein Verfahren, wonach die ägyptischen Bienenzüchter in Stierköpfen Bienenschwärme aufzufamgen suchten. Samuel l, 14, 26 cccn “jbn will R. Levi b. Gerschon, Bienenkörbe, die in den Wald getragen wurden, finden. nämlich, von wandern. Psalm 118, 12: Sie umgeben mich wie die Bienen. -Jesaja ", 16 erwähnt einer besonders wilden Bienenart aus dem Lande,Affur; — und so erzählt Aelian, daß gewissen Plätzen in Syrien, der Bienenschwärme/wegen, gar nicht zu nahen ist; und Pliniusr wie in einem.Distrikt von Kreta die Menschen von Bienen.vertrieben wurden. — : I Zum Schluß nur noch einige andere Stimmen aus dem

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