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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 707-708

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 707-708 (sequence 35)
Language
German
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708' dm alten Hebräern. 707 Die Bienenzucht bei ' Wir wollen nun aber de,n Stand der Bienenwirthschast Lei den Hebräern zur Zeit als sie Palästina'bewohnten kennen lernen, und da gkebt uns die Mischna, .als die Zeit, wo das Volk noch im Besitz des Landes gewesen, am nächsten, bedeutende .Winke. Wir finden -z.B. Andeutungen einer geregelten Polizei in Betreff der Bienen. ' - , ' Baba Batra, Lesifta: onoin Jm ppTno ‘lOIN 'Ol' 'l mwi n.v Nb? hd reu 'j Tyri ja „ fünfzig Eucn mußten Bienen -von der Stadt entfernt sein, um nicht Menschen zu stechen." — Sogar Andeutungen von einem Bi'enenrecht, das aufJosua zurückgeführt wird, giebt es Baba Kgmma 114b .jn'-np ’Njn ioin npra p pnr '-1 bv m .^vyc^' on ■hw djd faipi non-pp ,-mr -prfr -nr nt r?rw ' Nin . n'2 w:n) *: pp' '?n t> jnui b'm >arp npn p*i y|DW non hw mon böoiu" nr now nid .^mn p;.njp ^i ran.to, uiaon -jino in . yiNn ns«, . - , ■ ’ \ R. Ismael, Sohn des R. Jochanan den Beroka, sagtes ist von Rechtswegen anerkannt, daß jeder in das Feld seines Nachbars gehen und einen Ast von einem Baume daselbst abhauen kann, um seinen Bienenschwarmzu retten,; wofür er nur den Betrag -des Astes zu bezahlen hat, ebenso ist es anerkannt, daß der eine seinen Wein ausgießt, um den Honig des andern zu retten, und. dann aus dem Erlös des Honigs für den verlornen Wrin bezahlt wirdz denn nur unter solcher Bedingung hat Josua das Land vertheilt.— Wir finden ferner eine Familie, die sich für Bienenzucht seh.r interessirte; so finden sich schon von dem Vater, R. Jochanan den Beroka, .Entscheidungen hierbei vor.. Baba Kamma,Kap. 10, Mischna 2: ^^2", hw .pl Dün-djcnj npro p jjnr'i las hw ita nr> wn\~u dn r,i bu nst indd -.00 pp in'. — Auch Bienenschwärme gehören dem Finder, sobald die Besitzer die Wiedererlangung derselben aufgeben; R. Jochanan den Beroka sagt: Frauen und Kinder können bezeugen, von diesem Orte ist der Bienenschwarm gekommen. — Hier wird also' in Bienensachen dem Zeugniß der Frauen und Kinder Glauben bkigcmessen, was sonst nach den Ansichten der damaligen Zeit, nicht-geschah (wahrscheinlich beschäftigten sich dieselben auch mit den Bienen). Der Talmud, die Gemara — zur Zeit ihrer Abfassung war fast jede historische Erinnerung bei dm Juden, untergegangen — fragt/ darüber erstaunt, Baba Kamma 1141>:injpirrriy ’JO [DpiTiWtf?.-finb Frauen und Kinder als Zeugen denn zulässig?, und muß. zu Deutungen seine Zuflucht-nehmen; woher/aber derselbe das Vro NT3 p2nvfppT ist mir nicht bekannt; die Stellen, .die Raschi hierbei ansührt, reden nur von Lauben, nicht von Bienen« Maim. erklärt zur Stelle:'vermin my: NlplpTUl Onbltf ta]lPDn by. DOOp^n „Schwarm nennt man eine Bienenwenge , die um ihren König, sich sammelt"; hält also die Königin, wie die Alten überhaupt, für männlichen Geschlechts. Später scheint derHonig nicht mehr gar so hoch im Werth gewesen zu sein,'doch ist noch immer zu erkennen, daß er höher als der Wein galt. Baba Kamma 10, 4 p in'2n2.N2 nt b'ani u» riN n? iss?: rai bta irron npnoj mibe? nra rm nsty nVn b i’N cüb ran hn . Dep eine kommt mit einem Faß Wein, der andere mit einem Gefäß voll Honig, bricht nun das letztere und der Besitzer des Fasses mit Wein gießt den Wein aus, um den Honig zu retten, so hat er nur. Lohn zu beanspruchen. Vor Allem aber wollen wir den Werth und die Bedeutsamkeit, den. die Bienenzucht damals harte, wenp wir die Wichtigkeit, die den Bienenkörben und Stöcken beigelegt werden, und die verschiedenen Formen und Stoffe aus welchen solche bestanden, wahrnehmen. 2)« gab es runde, von verschiedener Breite: Sabbat 8»/:-. (n%-| nblj?, "ttn) — tVW3 pIP’DN. tDN* D’nöa ') rarn 3"N O'NDll') rum'nj’.vi rrrsa '? rinm.-f-b "HL3D . Warf Jemand, ary Sabbat, emen Bienenkorb gewöhnlich rund, der zehn Fäuste hoch aber keine sechs breit war, ist er-schuldig; wenn der Korb aber sechs Fäuste Breite hat, ist der Werfer ohne Verschulden. — . Afchkri zu Erubin 51». >>>vp p-,33 2'pn ‘mffl 'ai bn Dira) DipD brnDD n ö'pj 1103 'i mm N2ra , nohdi .rnjQ bn jidd^ni p p'ycB< jenra ’idnt Nran —. |iDDi»N pijp-'Nb ’in n topj n ’n w Bei Bienenkörben, die gewöhnlich rund sind, wird des Durchmessers wegen, die Breite zu sechs und nicht wie beim. Viereck zu vier Fäusten angenommen.-— Es gab auch wieder viereckige: Men.' 95 a: nidb' ODIN nil" r®n) ~i'Jn3 nbT.1 nUD J'Ö? yDHD; 12 nDkVJ Uon der Form eines Bienenkorbes war ein Ofen; und diese Form in dem. das Schaubrodt -gebacken wurde, kom- .mentirr Raschi, war viereckig; ebenso Losifta Oholoc 10r bmnn. 2O '.12 N2 nyv rb ew b nbn^ina N'n wn )t "UiD or . Welcher Korb heißt durchlöchert, der eine'Faust große Oeffnung in den vier, in den drei, oder in den zwei Wanden, die einander gegenüber sind, hat. Wieder gab es Körbe oder Kasten aus Stroh und aus Rohr, mit einem breiten, und einem spitzen Boden: Oholot ö, 1: mio) cc'pn. nmo pamni »nNDiön dn Dn^. W 'o'l Ü^pn , Oholoth 8, 3: 1^>N> ü"bw erp i'm;di Dopn miov^pn rrro paain . , Körbe aus Stroh oder Rohr, die einen breiten Boden haben, halten ab, die aber keinen breiten Boden haben, halten nicht ab — die Unreinheit.— Oholot, Adschn. 9, handelt meist von Bienenkörben, freilich nur m Beziehung auf rein und unrein, und heißt dieser- Abschnitt Bienenkorb miD , weil die erste Mischna dieses Abschnittes so beginnt. Daß unter rnVD nur Bienenkorb verstanden' wird,, ist ersichtlich Baba Batra 5, 3: *)2D rnilp 120. DnDTKnb B/chorot .7 b Raschi 2'212^ miD'.pNT « Wer den Korb verkauft, har die Bienen mit verkauft, und anderswo: nniO / der Bienenkorb, ist nur für Bienen. Wir, können auch hier entnehmen, daß es ganz große Bienenkörbe gab, die 40 — 60 Maaß h. 646 Fäuste Kubiksfinhalt — enthielten. Kelim 15, 1: DMpn miDl WpnniDD ra’3 hnd 'd-nnty nb dnd 'd pp'tno pi 'd-

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