Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 27
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Spalte 703-704 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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7üt 7DS Proben aus einer Uebersetzung erzählt, äußert er sich Leinahe auf folgende Art: „Jn'Armeru'en auf dem Gebirge der Kordyäer^ folLftd) noch ein Lheil dieses Fahrzeuges befinden. Einige nehmen das Pech desselben hinweg, und tragen es aLs Schutzmittel gegen Uebel mit sich umher." Ferner erwähnen auch ihrer der. Egyptier Hieronymus, welcher die Antiquitäten der Phönicier geschrieben, Mnaseas und noch viele andere. Nikolaus von Damasc erzählt von diesen Dingen in seinem sechsundneunzigsten Buche folgendes: ,,Jm Lande der Minniäer in Armenien, ist ein hoher Berg Baris, auf ihn, geht die Sage, sollen viete Menschen zur Zeit der Sündfluth sich gerettet haben, und sie wurden erhalten. Auch sei jemand in einer Arche fahrend auf dem Gipfel dieses Berges sitzen geblieben. Die Reste dieser Arche sollen noch lange aufbewahrt worden sein; vielleicht ist er eben derjenige, von welchem Moses der Juden Gesetzgeber geschrieben hat. 7. Noa, in Besorgniß, Gott möchte der zum Untergänge verurtheilten Menschen wegen, alljährlich eine Fluth über die Erve bringen, zündete Brandopfer an, und bat den Ewigen, daß er in Zukunft kein solches Unglück herbeiführe, wodurch das ganze Geschlecht aller lebenden Wesen zu Grunde gehe, und er möchte, nachdem die Boshaften bestraft sind, der Unschuldigen schonen, die er zu erhallen und von dem allgemeinen Verderben zu befreien, beschlossen habe; ja noch unglücklicher und zu härterem Geschicke verurtheilt wären sie, sollten sie nicht vollkommen gerettet, nur einer neuen Sündfluth sich aufbewahrt glauben, wenn sie den Schrecken und die Ereignisse der Vergangenheit wieder erfahren möchten, und einem zweiten verdächtig ist. Man muß ihn nicht mit dem berühmten babylonischen Astronomen Berosus verwechseln, der noch vor dein trojanischen Kriege gelebt haben soll. J6) Die Kordyaei, Gordyaei oder Gordieni waren ein ziemlich bedeutendes Volk in Armenien. Die gordyaischen Gebirge sind ein Zweig des Niphales (diesen Namen führt die Fortsetzung des Laurus durch Armenien), welcher dem östlichen Ufer dos Tigris zur Seite ist, unv in der Bibel unter dem Namen 'Hm) Äraratgebirge vorkommt, was der Paraphrast Onkeles mit (:W]p Kardugebirge übersetzt. Dieser Name hat sich in der Benennung der heutigen Bewohner jener Gegenden, der Kurden, erhalten. Die Mynnya'er deren Nicolaus von Damasc hier erwähnt, waren wahrscheinlich ein den Kordyäern benachbartes und am Ararat wohnendes Volk, welches Jeremius (LI, 27') unter denjenigen Völkerschaften nennt, die gegen Babylon anfgefordcrt werden. Bochart und Wahl sind der Meinung, daß der Name Armenien aus den Wörtern (n?0“‘Tl) Har Mini, Minigebirge entstanden sei. nwhv ncnp w ippn pao dj i.w (* Sddü nby npo nhy yj'Dwn i"5 noo p^o DiD-ibyn non n'ddj? rby wdt m-idibt typn NjnNn ndn iD^pi rhy wdt .nnm vpD-vn nni^D rnp njhn rrmbo rby Nii pnnioiD pp^o’ pm Nznp nny : nrfe-i von Zosephus^ alter Geschichte. Untergange Vorbehalten wären. Er bat Gott, daß er sein Opfer gefällig ausnehme, daß er nie mehr die Erde mit solchem Zorne hcimftrche, damit sie den Boden fleißig bearbeiten, Städte bauen, und ein glückliches Leben führen könnten, und daß ihnen keine Glückseligkeit mangele, deren sie vor der Sündfluth genossen; auch mochte er sie ein hohes Lebensalter wie ihre Altvordern erreichen lassen. 8. So hatte Noa gebetet. Gott liebte den Mann seiner Gerechtigkeit willen, und willigte in all' seine Wünsche. Nicht ich, sagte er, habe Schuld an ihrem Untergang; nur durch ihre Laster haben sie diese verdiente Strafe sich zugezogen. Wäre nur Vernichtung mein Rathschluß, warum hätte ich sie in dies Leben geführt? Es wäre ja besser ihnen gar kein Dasein geschenkt zu haben, als die einmal Geschaffenen gleich wieder zn vernichten! aber durch große Verbrechen haben sie an Frömmigkeit und Tugend sich vergangen, und zur verübten Strafe mich genöthigt. Doch will ich nicht mehr so ingrimmig Rache an den Ucbelthätern nehmen, vorzüglich weil du für sie , dich verwendest. Und wenn ich auch wieder die Stürme gewaltiger als sonst aufrege, so fürchtet doch nicht der Fluthen Gewalt; denn die ganze Erde will ich nie mehr überschwemmen. Nur befehle ich, vom Menschenmorde euch zu enthalten. Haltet euch rein vom Todtschlage, und die ihn begehen, strafet. Den Gebrauch allev übrigen Thiere überlaffe ich euch nach Willen und Gefallen. Ich hahe euch zu Herren Aller gemacht, der Land- und Seethiere, und die durch die Lüfte sich schwin-; gen; nur sollt ihr nicht das Fleisch sammt dem Blute genießen; denn in ihm ist das Leben. Als Zeichen meines nachlaffenden Zornes diene euch mein Bogen (denn der Regenbogen wird für den Bogen Gottes gehalten). Nach diesen Anordnungen und Verheißungen ging der Herr wieder weg. 9. Noa hatte nach der Sündfluth noch dreihundertundfünfzig Jahre, und zwar diese ganze Zeit hindurch glücklich gelebt; er starb alsdann in einem Alter von neunhundertundfünfzig Jahren (im I. d. W. 2006). Wer die Kürze unserer heutigen Lebensdauer mit dem Leben der Alten vergleicht, halte es nicht für unwahr, was wir von ihnen berichten, und gerathe nicht aus die Vermuthung, daß, weil unser Leben nicht so lange sich erstreckt, auch jene kein so hohes Alter erreicht hätten. Sie waren die Lieblinge Gottes, seine neuen Geschöpft, sie führten eine das Alter befördernde Lebensweise, und mögen wahrscheintich deßwegen so viele Jahre erreicht haben. Ueberdie« schenkte ihnen Gott darum eine so lange Dauer, weil sie der Lugend oblagen, und eine richtige, in der Erfahrung gegründete Kenntmß der Sternkunde und der Erdmeßkunst erlangen sollten, Künste die sie selbst erfanden. Hätten sie nicht wenigstens sechshundert Jahre erreicht (so lange dauert das große Jahr) so hätten sie auch nichts Gewisses Vorhersagen können. Als Zeugen dienen mir so viele, welche griechische und ausländische Alterthümer geschrieben haben; denn einstimmig mit mir sind Manethon der Egyptier und Berosus der Chaldäer, Mochus, mb Hestia'as, ferner Hironymus der Egyptier, welcher der Phönizier Geschichte abfaßte. Auch Hesiod und HecaläuS,