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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 701-702

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 701-702 (sequence 29)
Language
German
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7Ö1 Proben aus einer Uebersetzung von Iosephus' alter Geschichte. 782 5. Als Gort ein Zeichen gegeben hatte, sing es zu regnen an. Das Wasser stürzte 40 Sage ununterbrochen vom Himmel-, so, daß es bei 15 Ellen hoch über der Erde sich erhob; von Iered bis zur Geburt Chanoch's sind 162 „ Ehanoch ,, „ ,, Metuschelach's,, 65 ,, Metufchelach „ „ „ Lamech's „ 187 „ Lamech ,, „ „ Noa's ,, 182 Von Adam bis Noa waren also verflossen 1056 Jahre. Die Sündfluth entstand als Noa alt war 600 „ folglich waren von Adam bis zur Sündfluth 1656 Jahre. Aus diesem erhellet auch, daß Adam noch 56 Jahre mit Lamech dem Water Noa's gelebt hattedenn Adam wurde 930 Jahre alt. Won Adam bis Lamech sind 874 Jahre. 56 Jahre noch hinzu geben 930, welche die Lebensjahre Adams waren. Ferner: Metuschelach wurde im 687. Jahre der Welt geboren. Er lebte 969 Jahre, folglich starb er 1656, im Jahre der Sündfluth. Ostindien ist von jeher eines von den Landern gewesen, in denen man die merkwürdigen Beispiele von einem hohen Alter gefunden hat. Vorzüglich gilt dies von den nördlichen Gegenden des Landes, weil diese hoch liegen, und hohe Gegenden in' der Regel für ein langes Leben immer zuträglich sind. Auch einige Inseln sind dem hohen Alter günstig, in alten Zeiten sagte man daher von der Insel Ceylon, daß die Einwohner derselben 200 bis 300 Jahre alt würden. Auch noch jetzt trifft man an ihren Küsten eine Menge sehr alter Leute an, welches man ihrer einfachen und massigen Lebensweise zuschreibe. Als im Jahre 1537 die Portugiesen die Insel Diu mit der gleichnamigen Stadt einnahmen, fand sich unter der versammelten Volksmenge ein Mann aus Bengalen, welcher sich für 300 Jahre ausgab, und dieses Alter sollte sich auch aus bewährten Angaben bestätigen. Er hatte 2 Söhne, wovon der eine 90 Jahr der andere aber 72 Jahr alt war. Seine Haare und Zahne hatten sich vier- bis fünfmal erneuert, und sein Ansehen war so blühend, daß er nicht über 60 Jahr alt zu sein schien. Von Gestalt war er mehr klein als groß, und er war weder hager noch dick; er lebte noch 80 Jahre, und starb erst 1618. Seiner Rechnung nach hatte er also ein Alter von 380 Jahren erreicht. Selbst denkende und prüfende Männer behaupteten, daß dieser Mann über 200 Jahre alt gewesen, als r. gestorben sei. Bei dieser Gelegenheit behaupteten die Landeseinwohner, in Guzerate und in andern Theilen Vorder- und Hinterindiens habe es mehrere Leute gegeben, welche ihr Leben auf 200 Jahre gebracht hätten. Auch jetzt fanden sich noch dergleichen Beispiele. Die Portugiesen entdeckten auch sogleich eine Frau von 100 Jahren, die eben wieder qeheurathet, und schon 7 Männer hatte begraben taffen. Im Jahre 1603 kaufte man zu Lava, der Hauptstadt der Insel Salsette, einen Mann der 138 Jahre alt, und 106 Jahr mit einer Frau verheurathet war, die auch schon 128 Jahre zählte. Solche Beispiele eines ungemein hohen Lebensalters findet man vorzüglich unter den Hindus, welche sehr mäßig leben, und kein Raub heftiger Leidenschaften sind. In ganz neuerer Zeit erwähnte man eines Hindus, dem man ein Alter von 700 Jahren zuschrieb. Die Engländ-er die dies erzählen, wollen es sogar aus aktenmäßigen Untersuchungen wissen. — Auch behaupten sie, mit dem. Schluffe jedes Jahrhunderts habe er neue Zähne, frische Haare, überhaupt neue Kräfte bekommen. deßwegcn -war allen das Heit zur Rettung ^verschwunden, und nirgend eine Stelle, wohin man hätte fliehen -können. Nachdem es zu regnen aufgehöct hatte, war innerhalb hundert, undfunszig Tagen das Gewässer verlaufen. Am siebenten Tage" des siebenten Moinrs hatte es nach und nach abgmommen. Die Arche blieb nachher auf dem Gipfel eines Berges m Armenien sitzen12. Noa bemerkte dieses und öffnete sie, da gewahrte er etwas Land um sie her, und faßte bessere Hoffmmg. Nach einigen Tagen als das Wasser noch mehr zurückgewichen war, sendete er den Naben aus, zu erfahren, ob noch irgend ein Strich Landes vom Wasser befreiet, und zum Landen schon geeignet sei. Der Rabe erblickte aber noch überall See, und kehrte zu Noa zurück. Nach sieben Tagen schickte er wieder die Taube aus, zu erforschen wie es stünde um das Erdreich. Sie kam, kothig die Füße, und einen Oelzweig tragend zu ihm zurück; nun merkte er, daß die Erde befreiet von der Sündfluth seier wartete noch 7 Tage, ließ dann die Thiere aus der Arche, auch er ging mit seinen Kindern hinaus, brachte dem Herrn ein Opfer, und genoß mit den Seinigen davon. Diesen Ort heissen die Armenier Apobaterion, Landungsplatz". 6. Der Sündfluth und der Arche erwähnen alle, welche die Geschichte fremder Völker" geschrieben haben. Der eine ist Berosus der Chaldäer". Da wo er von der Sündfluth Allein wenn diese Erzählung auch ein Mährchen sein sollte, so ist doch so viel gewiß, daß die Mäßigkeit, Arbeitsamkeit, Beherrschung der Leidenschaften, Gteichmuth und Furchtlosigkeit vor den mancherlei Nebeln, die den Menschen treffen können, viel zu einem langen Leben beitragen können (Populäre österr. Gesundheits-Zeitung von Bastler, Jahrgang 183!, Seite 320.) 11] d? •wy-nyim anm rann mm BTIN ■nn by . Km 17! Tage. nd)' Niü'ji-npDEQ nxy^ts-' Nrrra Js-nn-n nrui . DibpiiN :!rnp_ ma by ts-m^ 12] p’Ji MnT Nin Nriio. Nno'n nrui N'ynp ~in johd dw i’rnp” nro by i'dv nonco nud-int N-mp NODno ' pro wdin in n-d>d awj : nm'iQ Npijo 13} Apobaterion ist kein armenisches, sondern ein griechisches Wort, welches aus dem Zeitwerte anoßalvo», ich steige herab, gebildet ist; ich wußte cs nicht passender als durch Landungsplatz zu übersetzen. 14} Die Griechen nannten jeden Nichtgriechen Barbar. Flavius, der in ihrer Sprache geschrieben hat, bezeichnet mit dem Ausdrucke {BaQßaQr/,d fcoglag) die Geschichte jener Völker, welche keine Griechen waren. 15) Berosus, ein Babylonier, von Geburt lebte zu den Zeiten Alexanders des Großen, und schrieb 3 Bücher über chatdäische, assyrische oder babylonische und medische Altertümer. Er war Priester des Belus, und zog seine Nachrichten aus den ältesten Annalen des Tempelarchives zu Babylon. Sein Werk beendigte er unter dem die Wissenschaften begünstigenden Könige Ptolemäus Philadelphus, und widmete es dem syrischen Könige Antiochus Theos. Durch Jos. Flavius Synccllus und Eusebius sind uns nur Bruchstücke dieses Werkes noch erhalten worden, dessen historische Treue übrigens sehr

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