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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 27 · p. Spalte 695-696

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 27
Date
1851-01-01
Page
Spalte 695-696 (sequence 23)
Language
German
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695- Proben aus einer Uebecsetzung graphie, Literaturgeschichte und israelitische Zeitschriften bis 1302$ dogmatische und moralische Theologie bis 13843 Philologie und Wecke über biblische Gegenstände bis 1397; über Bibelausgaben und. Übersetzungen bis 1408; über die alten Gesetze der Juden; die Gesetzgebung für dieftlbcn und bürgerliche Emancipation bis 1459; Abhandlungen über biblische Kritik und Handschriften der Bibel bis 1482; hebräische Uebersetzungen und Paraphrasen bis 1487. Won allen diesen Zweigen der jüdischen Literatur finden sich Ln dieser Bibliothek die ältesten und neuesten Werke bis aus's Jahr 1850; sehr viele editiones principes, besonders wecthvoll die von Nr. 290 — 338; einzige Manuscripte als ditün }jo, fwi rm , mn nty idd > höchst selten gewordene Werke, als die Polyglotte von Walton Brian, Jacob Leon's Werke; die Bibel des Lombroso, Venedig 1639; rtbnjiOpO Venedig 1517; Kennicott's Bibel Oxford 1776; spanische Bibel Ferrara 1553; ny,)W)n Vyß des Abarbanel Ferrara 1551; p^, des Arama, Salonlch 1522; dksA Farissol, Venedig 1587; njnn des Kimchi; das des Elias Levita; Reuchlin^s Accentlehre, Hagenau 1518pUafm^ , Constantinopel 1513 und Salonichi 1534, und unzählige andere, die besondere Erwähnung verdienen. Kenner werden leicht einsehen, daß diese Büchersammlung in jeder Beziehung der Michel'schen in Hamburg und der Oppenheimer'schen gleichgestellt weroen darf, ja daß sie in manchen Stücken jenen noch vorzuziehen sei. Kauflustige, erhalten bei Hrn. M. Saraval in Triest nähere Auskunft über dir Bedingungen. Triest, 2. April 1852. Probe einer neuen deutschen Uebersetznug der „Alten Geschichte" des Flav. Josephus, nebst Glossen u n d A n nt e r t u n gen. Von »L Horschetzky/» A. in Groß - Kanischa. Cap. 2. Es wurden ihnen zween Söhne geboren. Der erste hieß Kairi^, Besitz bedeutet dies Wort. Der zweite war Abel. Dies Wort bedeutet Trauer". Sie hatten auch Töchter. Ver- 1) Im Originale stcht zwar Kais statt Kain; weil die Griechen zuweilen das n ver'chlucken, so sagen sie statt Valens, Wales. statt Pudens, Pudes. In der alexandrinischen Ueberfttzasi,, aber stevl auch Kain 2) Flavius leitet den Namen Kain vom hebräischem Zeitwort nip ber, welches vpsitzen, kaufen heißt, so wie Abel von Trauer. Im l.B. M. Cap. 4 heißt es auch y-p DlNHI von Josephus' alter Geschichte. 696 schiedener Neigung waren die Brüder; denn Abel der jüngereliebte die Gerechtigkeit, und in all seinen Handlungen hatte er Gott vor Augen, und war der Tugend hold. Er führte ein Hirtenleben. Kain aber war sehr boshaft; sein Trachten zielte nur auf Gewinn. Er war der erste, welcher die Erde zu be» arbeiten erfand. Den Bruder tödtete er aus folgender Ursachen Sie hatten beschlossen dem Ewigen zu opfern. Kain brachte von Feld- und Baumfrüchten dar, 2ibet aber Milch und be& Viehes Erstlinge. Gott geehrt durch die freiwilligen Gaberp der Natur, hatte an diesem mehr Wohlgefallen als an jenen, welche die Erfindung des habsüchtigen Menschen mit Gewalt' (der Erdei erpreßte. Kain darüber aufgebracht, daß Gott ihm Abel vorgezogen hatte, ermordete den Bruder, verbarg die Leiche, und glaubte, die That werde ein Geheimnis; bleiben* Der Herr, dem die verruchte That bekannt war,, kam zu Kain und fragte, wo denn der Bruder sei? er vermisse ihn schon seit vielen Tagen; da er ihn doch sonst immer um ihn gesehen habe. Kain in seinem Zweifelmuthe wußte nicht, was er dem Ewigen antworte; alsdann versetzte er: er sei selbst in Sorgen, weil sein Bruder nicht vorkomme. Als Gott aber be-- harrlicher sich nach ihm zu erkundigen sortfuhr, da erwiderte Kain entrüstet, er sei weder der Führer noch Aufseher seines Bruders, noch der V-crweser seiner Angelegenheiten. Da bezüchtigte Gott Kain sogleich als den Urheber des Brudermordes, und sprach: Mich wundert, daß du nicht weißt, was mit deinem- Bruder geschehen, den du doch selbst gemordet hast! Der Ewige aber erließ ihm des Mordes wohlverdiente Strafe, weil er ein Opfer gebracht und gestehet hatte, daß er ihm nicht allzusehr zürne. Doch verhängte er seinen Fluch über ihn und über dessen Nachkommen bis ins siebente Geschlecht, und verwies ihn sammt seiner Gattin aus dieser Gegend. Als Kain besorgte, er könne, herumirrend auf der Erde, ein Raub devwilden Thiere werden, da befahl ihm Gott kein solches Unglück zu fürchten; ihm werde nichts Böses von den reißenden Thieren widerfahren; unerschrocken möge er die Welt durchwandern,. Er gab ihm ein Zeichen, woran man ihn erkenne, und befahl ihm aus seinem Angesichte zu gehen. 2. Nachdem Kam lange mit seiner Gattin auf der Erde herumgezogen war, begab er sich endlich nach Naida so hieß der Ort und hier beschloß er zu wohnen. Er zeugte auch daselbst Kinder» Uebrigens diente diese Strafe ihm nichb, zur Besserung; seine Bosheit wuchs immer, er hing allen Arten von Leidenschi sten nach, wenn er auch ihnen, zum Nachcheil der ihn Umgebenden fröhnen mußte. Seine Habe ver-. größerte er durch Raub und Gewaltthätigkeit; und zu Ausschweifungen und Räubereien lud er seine Genossen, er lehrtesie einen bösen Lebenswandel; und die Einfachheit in welcher die Menschen früher lebten, störte er durch Einführung von. wjp “iDNffi j’p-nN "6n) ~irim intw nin-ntf m.T“nN: 3) In der Bibel ist es der Name eines Landes.

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