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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 26 · p. Spalte 639-640

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 26
Date
1851-01-01
Page
Spalte 639-640 (sequence 31)
Language
German
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639 640 Literarische Au S. 4, Anm. 1: Melleicht dürste der Text klarer werden, wenn man D^3D Xb K8D für D1 3 liest' Au S. 27, Anm. 3: Al-Akla könnte das arabische aJlSl prorigo, und Al- Barftom entweder oder Lepra (alba) sein. Zu S. 238, Anm. 7: Die Fabel vom Hunde und dem Knoches wird auch von Lokman (Fabel 28) und Aesop und zwar von der Katze und der Feile erzählt; auch in meinen Proben der aramäischen Fabeln der Geonim. Literaturblatt des Orient 1848 Nr. 5 oder 6 findet sie sich mit der Affabulation: ^3 JWH inow ]irh n^ri’D Nn^rn po . Die hier gemachten Ausstellungen, die im Verhältniß zu dem Buche, das 288 große Octav-Seiten füllt, gewiß nur sehr gering find, dürsten für die Trefflichkeit desselben sprechen. Herr Dr. Meisel hat in der That durch seine Übersetzung die deutsche Literatur mit einem werthvollen Erzeugnisse bereichert; möge nun das Publikum, das in dem Werke eine reiche Quelle der Unterhaltung und Belehrung finden würde, durch seinen Beifall den Verfasser für seine Mühen und Leistungen belohnen! — 13) rvniJT "HD* Das Buch Jozerot oder die religiösen Lieder für. alle Sabbate des Jahres in sorgfältig corrigirtem Te.rte und mit strophischer Anordnung als Chrestomathie des schweren Styles der Pijjutim. Mit einer einleitenden geschichtlichen und sprachlichen Skizze. Jüterbog u. Leipzig, 1852. 8. A.M. Colditz. Es ist ein guter Gedanke des ungenannten Herausgebers, daß er die Lieder und Dichtungen, welche die Liturgie bestimmter Sabbate bilden, als Erzeugnisse der Poesie behandelte und sie auch dem Auge als solche präsentirte. Die äußern Sinne wirken auf den Geist zurück; daher geschah es auch, daß man die bunt durcheinander gedruckten Jozerot kaum für Kinder der jüd. Muse betrachtete. Die strophische Anordnung wird, hoffen wir, noch Mauchen anregen das Feld der religiösen Poesie zu bestellen. Denn trotz der Arbeiten von Aunz, Rapaport, Dukes, Sachs und Luzzatto bedarf die Geschichte der religiösen Poesie noch treuer Pflege und eifriger Sorgfalt, da bis jetzt mehr die äußere Entwickelung nach Zeit und Raum gewürdigt wurde. Auch find die religiösen Poesien bis jetzt nur äußerst selten als Quellen für Dogmrn, Lehrmeinungen und Sagen benutzt worden. -r- Der Levrer kann diese neue Ausgabe der Jozerot als Handbuch für neühebr. Poesie, und der Gelehrte sie als Sammlung religiöser Poesien gebrauchen, und die Einleitung, welche sich mit dm Dichtern und mit der sprachlichen Seite ihrer Gedichte beschäftigt, kann zu weitern Forschungen anregen. So ist z. B. Nr. 133 für Sabbat von Gebirol ein Beweis, daß er der Mystik sich zun eigte, indem er sagtpmfiOJ HD "IDQ3 i? y:rf“)D nvn nwund Jehuda ha -Lewi hat in Nr. 139 für Sabbat 3py Gebirol nachgeahmt. Ferner ist Nr. 137, Miscellm. Ans. ifity von Gebirol und nicht von Salomo ha- Babli, wie in der Einleitung gesagt wird, da hier der Ausdruck ))3pO nb y3TO “HD* auch vorkommt. Ueberhaupt will es mir nicht einleuchten, daß Salomo b. Jehuda Gebirol und Salomo ben Jehuda Ha-Babli, die doch zu gleicher Aeit gelebt haben sollen, zwei verschiedene Personen waren. Kann nicht Gebirols Barer ^33,1 geheißen haben, weil er von Irak nach Spanien übersiedelte, wodurch das Interesse Gebirol's m ^33 erklärt würde? ■— Druck und Papier sind sehr gefällig, und wir wünschen dieser wissenschaftlichen Ausgabe der Jozerot, die auch in der Synagoge benutzt werden kann, eine weite Verbreitung. A, I. Literarische Miscellen. Correction einer Stelle in dem Sefer ha- Kabbala d e s A braham ben David. Im Leben des Gaon Scherira heißt es daselbst wie folgt: in bx'iw w tn wi?n ■o nnpi w vn D'jn pw dnb nm bo i?n v h * «an 23 onm ♦ nm rvo, trrw m nbrui rrno oncr cnb' xb) Die letzten. Worte 513^ find bekanntlich ganz unverständlich und sprachlich hart und unrichtig und überdies ist die Frage, warum ist Scherira allein und nicht auch sein Sohn Htssa gehängt worden, da doch auch dieser ebenso verläumdet und ergriffen wurde? Auch begreift mau nicht, wenn der König dem R. Scherira das Leben genommen, was soll dann heißen: er ließ ihn Nichts zur Lebensexistenz z urück? Ferner ist eine Frage: wenn R. Scherira wirklich gewaltsam umgebrachr worden, wie kam es, daß er nirgends das Epithek oder -p"n d. h. ^33 Dp^ ',3 geführt, wie sonst alle Ermordeten? Durch diese Schwierigkeiten veranlaßt ist es mir klar, daß hier in der erwähnten Phrase ein Fehler sich eingeschlichen habe und sie mag ursprünglich HD1) 3'Q N"P*W '3 nbroi gelautet haben. Die Corruption in einigen Buchstaben ist leicht zu erklären. Es scheint, daß Scherira nach der Confiscation seines ganzen Vermögens, so daß gar keine Subsistenz für ihn geblieben, es nicht lange ertragen konnte und bald erkrankt und gestorben, weil er des hohen Alters wegen Entbehrungen. nicht vertragen, wahrend sein Sohn Hüja, jünger an Jahren , es überßehen konnte. In Bezug auf die Zeit läßt sich das von Abraham berichtete Faktum in folgender Weife erklären. Die jüdischen Angeber mögen die Zahlungen, welche Scherira und HLja für ihre zahlreichen nach allen Weltgegenden hmgesendeten Gutachten erhielten, zum Vorwand genommen haben, dem Könige zu sagen, daß sie von allen Israeliten Geld nehmen, und sich mit fremden Gute bereichern. Der König.strafte sie daher nach seiner Ansicht mit gleichem Maaße, indem er ihnen ihren Erwerb wegnahm, ohne ihnen sonst etwas Böses zuzufügen. Selbst in dem Ausdrucke DWQH scheint nicht einmal

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