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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 26 · p. Spalte 635-636

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 26
Date
1851-01-01
Page
Spalte 635-636 (sequence 27)
Language
German
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635 Meisel's Prinz und Derwisch. «36 “flDl IB'N i>Q IM 1'NlLM bi* Ein nur oberflächlicher Blick zeigt uns, daß hier 3331 nicht das Wort, wie es Meisel aufgesaßt zu haben scheintsondern Las Wesen, oder das, was über irgend ein Ding zu sagen istbedeutet, wie noß&n 333 311 dieses ist das Wesen des Erlaßjahres, oder das ist über das Erlaßjahr zu sagen. 5 B. M. K. 15, V. 2. Demnach ist ,3^33 333 nicht daswas die Weisheit sagt, sondern das, was sich über die Weisheit, über ihr eigentliches Wesen sagen laßt. Dies ist aber in der ThaL nicht zu enthüllen' und eben so wenig die Geheimnisse dieses Wesens, die Lehren und Gesetze der Weisheit liegen jedoch klar vor unfern Augen. Der erste Vers ist demnach die Thesis und der zweite deren Antithesis und sind beide ganz congruent den folgenden Versen, so daß der erste und dritte das Verborgene und der zweite und vierte das Offenbare bezeichnen u. s. s. Demnach dürste die Uebersetzung ungefähr folgendermaßen lauten: Der Weisheit Grund und Wesen Ist Niemand klar, Nur ihr Gebot zu lesen Ist offenbar; Gleich einem König, gebend Gesetz' im Land; Doch selbst verborgen lebend Und ungekannt; u. s. w. 22. Pforte, S. 211 übersetzt Dr. M. die letzten Verse des Gedichtes über Gott, die im Hebräischen lauten: p bp rprr “lyb rvn .THN 1I0N n'DN DBQ NlfU Er sing tue an, und muß drum ewig währen, Und heißt: „der ewig ist derselbe immer/' Hier bezieht Meisel offenbar falsch das p auf 31,31 , obwohl dies nach der Voraussetzung, daß ein Gott ist, ein richtiger, logischer wäre p gibt hier vielmehr den Grund des folgenden N3j?J an. Uebrigens darf hier auch der göttliche Name durchaus nicht in die dritte Person gesetzt, sondern muß als Eigennamen betrachtet, und daher unverändert in der ersten Person wiedergegeben werden, da ja auch Moses sagen sollte: "mnN„ und nicht "dMrtw 3%T„ . Demzufolge hätte Meisel übersetzen müssen: Wie Er stets war, so wird Er ewig währen, Und heißt darum: „Ich bin derselbe immer." Zn derselben Pforte S. 212: riD seht die Narren, die auf der großen Welt, Sonst nichts gethan, als Wohnungen sich hmgestellt, - Als wäre sie ein Born, deß' Rad ein Esel dreht, Woran der Mensch wie'n Eimer auf und niedergeht. Der hebräische Text lautet: 'ab djd nnynn W3 O'Voi nnso bn -bp D'W’Nl MD -MDD l'b 1123 o^ijn apo ll'111' d,~33 Zur obigen Uebersetzung schreibt Meisel auf derselben Seite folgende Anmerkung: „Ich lese mit Cassel anstatt ^1333 im Texte jetzt 0*333 . Das Bild ohne Esel kommt auch Jalkut behar 665 vor: Die Welt gleicht dem Rade mit Eimern, wo der leere voll und der volle leer wird." I0'333 wäre hier vielleicht besser, indem es als Adjektiv zu o'C^N gerade auf die schweren b„ h. großen Männer hindeutet, die eben ihrer Schwere wegen sinken, und wenn ihr Gegengewicht stärker geworden, wiederum steigen, oder gar nicht nur Menschen, sondern „schwere" Gegenstände überhaupt bezeichnen soll, was zu den, den Versen vorangehenden Worten paffend wäre. Indessen wollen wir diese Lesearl nicht tadeln; die Auffassung der ersten drei Verse müssen wir jedoch als durchaus fatsch bezeichnen. Nach Meisel's Uebers. wäre nämlich 1^3 eine bloße, und zwar ganz überflüssige Apposition zu oyn Dnynn, außerdem würde ein Hauptgedanke „Sonst nichts gethan" im Texte fehlen, und wie aus den Worten der Uebersetzung: „als Wohnungen sich hingestellt" hervorzugehen scheint, 133 das Subjekt zu nSD sein und 0^131 für D^DD stehen, in welchem Falle aber das Hiphil von 33D hatte gesetzt werden müssen. Hierzu kommt noch der Umstand daß 333, umgeben, umringen heißt, und die Menschen die Welt doch nicht mit Wohnungen umringt,. sondern vielmehr auf derselben sich solche gebauthaben. Dies Alles aber abgerechnet, wird durch den Conjunktiv am Anfänge des 3« Verses gerade der Gedanke ganz negirt, der vor und nachher, und noch an vielen anderen Stellen des Buches behauptet wird, nämlich der: daß der Mensch ganz machtlos sei in der Hand Gottes, daß er blos das zu erstreben vermag, was die Vorsehung für ihn bestimmt hat, und demnach gerade dem Brunneneimer zu vergleichen ist, der durch eine äußere Gewalt bald in die Tiefe gesenkt und bald wieder in die Höhe gezogen wird. Dasselbe drückte auch die von Meisel in der Anmrkg. citirte Midraschstelle aus, und auf ähnliche Weise äußert dies der Talmud (Sabb. 151, 2) in dem bekannten o^)/3 3HN NTO . Ilm jedoch das richtige Verständniß der in Rede stehenden Verse zu erzielen, müssen wir uns mit den, denselben unmittelbar vorangehenden Worten bekannt machen. Diese lauten: IwV kill ’D2 HIDrro '1 }>U’ (das Wesen) Mll HIN bjb 1D bp D"pom nun i»1)3n rittll shcißt hier „mittels" und nicht wie bei M. „je nach") ONUIIlll l'bb njmn V'MiM D'Iinn ll'lllv 'Min ’Ty» 1t£rfO Augenscheinlich wird hier von dem Einflüsse der Himmelskörper, der Scerne u. s. w. auf die Erde und ihre Bewohner gesprochen, und zwar wie diese auch das von Gott bestimmte Geschick des Menschen und aller übrigen Geschöpfe lenken. Diesen früher ausgesprochenen Gedanken versisicirt nun der Verfasser, wie dies in diesem Buche mit hervorragenden Gedanken gewöhnlich geschieht, und beginnt wie immer mir 3-MQ3 3DNK Unter 0^m, wie leicht ersichtlich, die i^3l zu verstehen, ^gleich rfctf 3DJ; rm WüW Hiob 3, ll), welche die Erde umgeben, und von ihnen sagt der Dichter, sie umkreisen die Erde wie

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