Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 26
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Spalte 617-618 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarische Analekten. 618 617 i | im Namen des Rabbenu Baruch). Aber wenn diese Halacha's i gemeint sein sollen, so scheint mir der Name irrthümlich, in- $ dem sie früher wahrscheinlich ywrp 1DN nobn geheißen, weil jede Halacha daselbst mit den Worten anfäugt 'Bö nWü 'Dü yOTr . Abgekürzt mag anfangs blos gestanden haben “u noSl d. l). -)£N niD^H , allein die Abschreiber oder Drucker haben dann die Abbrevia-! tur falsch aufgelöst. Reifmann. Das pn iBD . Die Bibliographen und die Gelehrten nehmen an, daß dieses Werk von Rabbenu Chananel, aber mir scheint es i wahrscheinlich, daß es nicht diesem gehörte, sondern dem R. Chefez b. Jazliach, der es nach seinem Namen genannt. Wenn es bei den Alten dem n"~) zugeschrieben wird, so meinte man gewiß nur R. Chefez, denselben der in Maimüni's GA. Peer Ha-Dor (Nr. 140) mit dem Beinamen rjnD aufgeführt wird und Nr. 142 daselbst wie in besten Commentar zu Talmud Tr. Sabbat c. , angeführt im Vorworte des Sefer npi MpN (anfangendt>BODn pi) , einige Mal im ->i^n und im Vorworte zu Chobot Ha-Üebabot und in dem Wurzelbuche Kimchi'6 wird auch sein Vater R. Jazliach angeführt.' Reifmann. Ialkut Talmud Tora. -In Gifte Zeschenim (BuchstabeJod) werden außer Jalkut R ubeni und S ch imo ni nur noch Ialkut Chadasch und Jalkut Ha-Machiri aufgeführt, aber in dem Werke niJft 09 b) fand ich noch einen andern Ialkut, genannt min . Die Stelle lautet daselbst wie folgt: mpjrj Dip!?’.’! iDoai uym mpjn mpbvi "DLQ ’nNaa Nnp’DD DEO nun nobn . In keinem Buche fand ich weiter einen Ialkut dieses Namens aufgeführt, und ich war daher anfangs der Meinung, daß er mit min jnD 2/ViD identisch sei, der in den Novella's (D'&ynn) des Me'tri (zu Sabbat c. 13, S. 118 u) vorkommt, weil zwischen min ]HD und -ntD*pn nun einige Ähnlichkeit herrscht. Nach reiflicher Prüfungjedoch kam ich zu dem Ergebniß, daß es niemals ein jnD ITVID min gegeben habe und daß in den Worten Mei'ri's dort ein Schreibfehler ist. Anstatt 'di mW NniN ]HD Limon P)N1 muß es heißen 'm mwi NDlHJn; denn der ganze dort angeführte Satz findet sich in miN' nm im Namen des Midrasch Tanchuma und derJrrthum scheint durch einen Abschreiber, der sich in mm fHÖ ßOIDD aufgelöst. Da diese Novella's Me'üi's sehr selten sind, so setze ich die betreffende Stelle hierher: ndp '-j pm 'n bmm dw -wn '*i juyrib Nbx mw ruru Nb idin ■ ]nd ’J’bs Nb) min nabnb abN nat? mm Nb naiN niD’ ba mina D’jmcr man n’abn ibN juynb ic-Ni D’bjjisn )bn n”nb hont jno . D’jjyna ratsoi yiatcrn □’jjynD nw-a natcoi ynorn niv' bacnaN-bna D'-pDijrc nninu . Der genannte Me'iri sagt ferner daselbst, daß dieser Satz in erwähntem Midrasch sich findet in der dritten Parascha (rjNn^n), was ich nicht verstehe. Aus der Benennung mm Döbd für diesen Ialkut sieht man, daß er Satze aus Büchern und Midraschim enthielt, die von den Vorzügen des Lora-Studiums ("w^n H^yD min) handelten, obgleich der in ^n nUD angeführte Satz dies nicht berührt; möglich daß er nur beiläufig einem andern Satze angeschloficn war. .pabiJD Die Etymologie dieses Engelnamens ist, meines Wissens, in der neuesten Zeit, außer dem mißlungenen Versuch Breche r's, noch nicht nachgewiesen worden. In seinem Werke „dasTranscend-entale, Magie und magische Heilarten im Talmud" (Wien 1850) leitet nämlich Brecher pag. 34 Anmerkung 164 fiD^UD als ein vom griechischen Zwov-anlmal mb dalo'g - fulgur zusammengesetztes Wort ab, das nach ihm so viel als „strahlendes Thier" bedeuten und der diesen Namen führende Engel zu den „nvn" ober „ Lhierengeln" gehören soll. Das Gezwungene und Unwahrscheinliche dieser Etymologie liegt auf der Hand und bedarf kaum der Widerlegung. Meines Erachtens dürfte jidH.SO das gleichlautende griechische „GvvccSsXtpos“ — „Bruder habend" — sein, hindeutend auf den großen und mächtigen Engelfürsten nax den bekannten jrjDD'D . Aus diese Worterklärung wurde ich durch folgende Stelle im -j^n pDy Pa£- 104. 1. aufmerksam: Daselbst heißt es als Erklärung zur Bibelstelle Genesis 48,16. INbnn a'a^an NN p->2' jn baa 'N1N b«un >vban inaaai jßb-uo n-aNba 'w cn anjan 70’ bNnnaN . □nitf lNipj ddi ipr Nipa bN’insN Daß ferner die griechische Präposition gvv im Aramäischen mit 2 □ besonders in Zusammensetzungen wiedergegeben wird, beweisen ^us dem griechischen GvvsdgCcc, WJD aus 6Wt]yogog u. v« a. *) Leipzig im Febr. 1852. M. Poppelauer. ') Auf eine zweite Stelle, als Beleg für die angeführte Etymologie, machte mich JelLinek aufmerksam. In mb'üN raDO heißt es: «bi imbn’ Ipai' irvroo L"N ('o , n"d 2PN) 2'M in'NNI L"N nan psbiM xnaaa a^lvnonabanisn' . ipan *) Dieses ist bereits in einem ausführlichen biographischen Artikel über Chefez im LB. des Orient vom Red. erwiesen worden, wo auch alle Notizen über denselben und über seine Schriften gesammelt sind. R.