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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 26 · p. Spalte 615-616

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 26
Date
1851-01-01
Page
Spalte 615-616 (sequence 7)
Language
German
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615 Literarische Ztnalekteri. 616 det: so nchme ich als bestimmt an, daß es sich auch so mit unserem osparnd verhält, wodas persische spainä dem fanfct» parnä entspricht, und das n nach den organischen Gesetzen des Hebräischen vorangesetzt wurde. (Ein Anlaut sp war nicht gut möglich.) DHDN kommt her von dem pa»t. pass. der Sanscritradix ap, Lpta. ^p bedeutet ad - ip -isei, nancisci, suscipere, possidere, habere, und das Partie«, äpta kann bedeuten quod -adipiscitur , oder deptum est, receptum , oder die Einnahmen (wie das franz. les recettes), Das Final- Mem in entspricht der m-Endung des sanscr. nom. »ing. neutr., durch welche die Perser das neue Wort äptam von dem Partie, äpta gebildet haben werden, um die Einnahme zu bezeichnen. Man muß jedoch bemerken, daß edDN im B. Esra die .Bedeutung „Schatz" hat, wie man z. 33. Regierung (governo) den S itz derselben, Münze (Moneta) den Ort, wo Münzen geprägt werden, nennt. Das Dagesch im Buchst. 2 des Wortes ehDN wurde gesetzt, damit man p und nicht pli lese; da nun das O einmal dageffirt war, so mußte man ihm irgend einen Laut geben, und so versah man es mit dem schwächsten, mit dem Halbvocal Schwa. Padua, 30. Januar 1852. (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekten. Ueber Midrasch ha - Ikeelam. 1. Der Name dieses Midrasch (D^yj,n KTflD) ist nicht dadurch entstanden, weil er verborgen und geheim (E^yj) war, oder weil er Geheimsinnig.es enthält, da davon sich in demselben nichts findet, weter durch Sprache noch durch Inhalt — denn die Sprache ist öfter ein leichtes Hebräisch, gemischt mit Aramäisch, zuweilen sogar in dem philosophischen Styl mit seinen selbstgemachten Kunstausdrücken—. Vielmehr scheint mir dieser Name vom Redakteur oder Sammler desselben gewählt zu sein,'um dadurch anzuzeigen, daß der Verfasser seinen Namen nicht genannt, also so viel als Midrasch eines Ungenannten. 2. In Bezug auf die Quellen, aus denen der unbekannte Midrasch-Verfasser geschöpft, z. 35. aus andern Midraschim, wie er ferner die Werke Jbn Gebirol's, Jehuda Ha-Lewi's, Jbn Esra's, Maimuni's, Nachmani's u. s. w. benutzt und ihre Aussprüche in den Mund der Tannaiten und Amoraer gelegt, darüber werde ich anderswo nachweisend sprechen. Für jetzt will ich nur auf einen merkwürdigen Satz in diesem Midrasch die Leser aufmerksam machen. Zu Parascha Bereschit (s. Sohar Chadasch ed. Amsterdam S. 9) heißt es: O *]b ynm □”pnD r])jn ’3 win nwo -ma □■"pno pnnnr? D^iyn n,)Nr)1 no^pno ttrs>n p|Un bob np'JD N'm a'pa noipo tysan "idn nmy 'ai fm a&wa *]Un bib ri-wai P)un yäa.va nmio nvt> -iwa traar» t^saa D’-'pnD P)i.ini dw.t ’sna itrmn iDNOtyinaa n>D^iyn ^a biiD 'rr'-nan; 'rp N~iiaa nwn) *?12DC< ijmi NEW "JW Wt0j; ’JN . Nun wird man leicht einsehen, daß dieser ganze Satz fast wörtlich aus dem für Maimuni's Abhandlung ausgegebenen ^^Q^n fO entnommen ist, denn dort heißt es: -porP DB^rjßy “)NiaDl Mn yima ownan rn'p) d ton tarn ton to'vi ton nw .toymi Di'pcy nnw ' - nVn «-oj rn^a yyutvtf mwi «n pi ato nnm ■• ynP 711333 nwa pan1 nid™ * * mto non mw nnn 7.1 wn d)) *'ia ysöto mn jrw Da »pan ysoNaatoi;n3 tLft bereits von I e l l i n e k im vor. Bogen vemertt. Red.) Ich will noch bemerken, daß in Midrasch ha-Neelam zuRut (Midr. Rut, Sohar Ruc) der zuerst unter dem Namen Qi-pcp mD1 in altem Drucke (ohne Nennung des Druckorles uvd ohne Paginirung) erschienen ist, heißt es zu dem Verse nTObyi ntovjn b)}) wie folgt: riN* feto) IDDilW ’toa llübn nt rrnonn tyl mm Jltton, der Drucker aber oder der Herausgeber des Sohar Chadasch in Amsterdam har diese vielfach anstößige Stelle in folgender Weise gegeben: niton ll rmynn b]) jnna toi rn deo ma1? wnpj csy va - ]Hc6a ^22 iitön n »nmonn byi . to rfapn '&b n1»*! toni mm (Mldr. Rut, Sohar Chav. «li. Ämstecd. p. 69b). Offenbar lst hier die Sprache des Midrasch Ha-Neelam verkehrt, wie man üeichl sieht, denn der b. Talmud ist nicht mm p&sca d. h. nnim) geschrieben. Man fleht also aus dieser Stelle, erstens daß der Vers, dieses Mtdrasch ein Feind des b. Talmuds gewesen, zweitens er selbst die ralmudischen Sätze, die zuweilen verächtlich vom bab. und jer. Talmud zu sprechen scheinen, nicht verstanden habe. Die Stellen lauten bekanntlich: E^y inDD v> vn^n DOtSTOa ^aa mobn m , der Sinn dieser Stelle ist bekanntlich nicht auf den bab. Talmud als Werk, sondern auf die Methode des Lernens in Babylon und auf die Anpreisung der Lehr- und Lernmethode in Palästina, wie Hr. Rapaport in seiner Polemik gegen die Verfasser des nNTOi klar bewiesen. Es haben aber in dieser Beziehung nicht blos die E'ttn, sondern , auch noch andere Gelehrte geirrt z. B. Sal. Du ran in einem seiner Gutachten, Abr. Chorin in seinem im Kerem Ehemed (U) gedruckten Brief und ebenso» hier der unbekannte Vlrfaffer des d^3?i tmo . Berlin, Februar 1851. S. Sachs. ptf niDbn . Unter diesem Namen werden Halacha's citirt in Tosafot zu Chullin 3d (beginnend j'ErW ton) und ebenso bei R. Ascher, R. Nissim, in Schilte Gibborim. daselbst, in Ascheri nr^an to 8 ll, m Berachot 6. Enan , Sebachim 31b, GA. des Meir Rothenburg Sir. 193; Rabbenu Jerocham u. s. w. Es verdient aber untersucht zu werden, warum diese Halacha's so genannt werden. Nach Schilte ha- Gibborim sind es die Halacha's, die in dem Büchlein ntott \nn stehen und die diesen Namen führten (s. Mardechai das.

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