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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 25 · p. Seite 597-598

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 25
Date
1851-01-01
Page
Seite 597-598 (sequence 53)
Language
German
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I 597 t züglick-e Philosophie vieler neuhebr. Dichter. — 6) R. Salomo :'j Ibn Adr a Os Bericht über die erste Abfassung des Sohar. i! Obgleich dieser aris der Benutzung Landauer's vielfach bekannt wurde, so giebt doch Hr. I. hier vielfache Erläuterungen 1 dazu, welche die geschichtliche Erforschung erleichtern. —- 1) \ Physikalische Mystik des Sohar. — 8) Mose b. Nachmals? Commentar zum Hohenliede und der Sohar. Hr. I. gelangt -! zu dem Resultate, daß dieser Commentar, R. Asriel oder Esica t gehörig, dem Sohar als Quelle gedient, und er klassisicirt jjl diese Benutzung in vier Rubriken. Allein diese Deductwn scheint mir durchaus noch unsicher, da nicht nur bei manchen! auf em umgekehrtes Verhältniß geschlossen -werden kann, 1 sondern bei einigen sieht man klar, daß es eine ältere Quelle;j gegeben. — 9) Die Zoologie des Sohar. Hier wird Liwj a- ~ tan, S a lamand er, Baumvögel vorgefühn und diese Rubrik läßt sich noch erweitern. — Auf diese 9 Nummern folgt dann eine Abhandlung: „Kabbalistische Lehren und Schriften vor dem Sohar", die von größerem Interesse ist. Hier werden besprochen: 1) M-; dische mystische Sekten vor Saadja. 2) Saadja's „Stein -er Weisen" ptf). 3) Die speculative Kabbala '! des R. Asriel. 4) Ursprung und Verbreitung der Lehre vo>m pn und 5) Eine sprachliche Erklärung im Buche Bahir. Zusätze. Diese 5 Nummern sind an sich wohl abgerundete Analekten, wie sie auch als solche im LB. d. Or. mitgetheilt i waren, haben aus die historisch-kritische Erforschung des Sohar keinen entscheidenden Einfluß und man ist demnach rur auf die zweite Abhandlung angewiesen. Ich gehe nun zur Vorführung der zweiten Schrift über. Hier handelt Hr. I. nur von Mose b. Schem - Tob de Leon (in der letzten Hälfte des 13. Jahrh.'s), dem ein später unterdrückter Bericht Sakkuto's die Abfassung des Sohar zuschreibt, und insofern er sich mit einer kurzen Lebensbeschreibung desselben und einer Darstellung seiner Werke, beschäftigt, -j geht er uns hier weniger an. Aber als Verfasser oder Mitab-! fasser des Sohar gehört er zu den Studien des Hrn. I. In i kurzen Umrissen wird in 5 Punkten nachgewiefen, daß Lan- :.j dauert Ansicht, Abulasia sei Verfasser des Sohar gewesen, unbegründet sei und de Leon wird anstatt seiner in Vor>ergrund gestellt, dieses sucht Hr. I. durch eine genaue Schil- U derung des Verhältnisses Mos. de Leon's zum Sohar zu be- ' gründen, indem er unter 7 Rubriken Sohar - Stellen mit ■/i denen de Leon's zusammenstellt, um aus diesen Parallelen die gleiche Autorschaft zu entwickeln. Ader diese ganze Beweissührung scheint mir unrichtig und nach den eigenen Behauptungen des V-erf. unlogisch. Der Berf. nimmt selbst an, daß schon einige Jahrhunderte vorher die Kabbala sich auszubilden begonnendas historische Dokument ausJuchasin ergibt bis zur Evidenz, daß de Leon das Buch Sohar als etwas . j Fremdes vor sich gehabt und da Abulasia, wie er selbst nachl weist, es nicht geschrieben haben kann, so thut man besser,; alle Beweise umzukehren und auf eine frühere Zeit zurück zu ,7? gehen. Indeß möge man immerhin diese Arbeiten als fördernd 598 dankbar aufnehmen und der Verfl möge die versprochenen Abhandlungen recht bald Nachfolgen lassen. Josef beu Abraham Chiquitilla. Wie der Name Josef CH i q u i t i l l a'ö nach vielen Formen variirt wurde — man findet nämlich für die germcn^np , ^2nn.l , ttb'Dp’j , byw1 2 —-; so giebt es auch über das Zeitalter und die Schriften dieses fruchtbaren und einflußreichen kabbalistischen Schriftstellers entgegengesetzte Ansichten. Wir müssen daher, um die Stellung dieses Mannes in der Geschichte der Kabbala gehörig würdiger! 31t können, vor Allem seine Zeit und seine Werke genau kennen lernen. —■ Inchasin 1331) eck. Krakau setzt ihn 1350; Schalschelet 491) eck. Am st. — und nach ihm Wolf und de Rossi — gegen Ende des 15. Jahrhunderts; Asulai in Schem Buchstabe \t/ no. 30 nimmt zwei Personen dieses Namens an; de Rossi soll, nach Delitzsch, Calalog cod, XI, in seinem Catalog zu eoä. 110 für 1300 sich ausgesprochen haben, während er in seinem Wörterbuch der Angabe des Schalschelet folgt; Zunz Addit. p. 317 reiht ihn unter die Kabbalisten, welche von 1300—1325 als Lehrer in Spanien anftraten. Allein Josef Chiquitilla aus Medina Celi in Alt-Castilien muß in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts geblüht haben und am Ende desselben bereits gestorben gewesen sein, wofür folgende Umstände sprechen: a) Josef Chiquitilla war 26 Jahre alt, als er sein TUN mJ schrieb Darin — s. die Einleitung, dann 46cl, 58c, 64a3 4 — schildert' er seine Zeit als eine durch die aristotelische Philosophie zum Unglauben sich zuneigende, die keine Wunder gelten lassen will und nur Griechen und Araber anerkennt. — In ähnliche Klagen bricht Mose de Leon in seinem 'd aus*. —- Erkennt in diesem Werke blos Abraham Jbn Esra (42 eck, ■ 1) Zunz Additanienta, p. 321. Daß rvH auf dem Titelblatte des Schwäre Zedek kein Familienname, sondern die Abbreviatur nn sei, hat Zunz selbst, zur Geschichte S. 450 eingeräumt. — Uebrigens finden sich schon bei Samuel ha-Nagid, der ebenfalls Chiquitilla hieß, die Variationen und mit arabischen Buchstaben äJ J>ju . Wrgt. M u n k, mnice sur AIiou- ’l-Walid p. 87, Anmerkg. 2 2) Siehe Ginnat Egos, Anfang. 3) 2d: my , bNjjDtff' mbj to pps ijns’i ’pv mirv1 ’Pt , D’Pn my i>tyt>n lpnyji , m DPD’H > roDJ . Es sind die bezeichne«!, Stellen für die Kulturgeschichte sehr wichtig. 4) S. „Moses b. Schem-Lob de Leon", S. 44. 3 * Josef Chiquitilla.

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