Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 25
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 579-580 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360696--7559-3536545- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
580 579 Kabbalisten im Jahrhundert. -- Christlicher Einfluß auf die Kabbala. z. B. mtin , nto nrw , nrp , d'Bdcpd (cod. Beer 70b, 76 a, 93a, 127b). Was der Vers. des Schalschelet aber berichtet/ daß dieser Abner zum Christenthnme übergegangen sei, dann'mit seinem Lehrer Nachmam gesprochen habe und endlich auf einem Kahne verschwunden sei, muß sich auf einen andern Abner beziehen, da doch Isaak aus Aceo einen Konvertiten nicht als Gewährsmann ansnhren würde, der doch schon bei Lebzeiten Nachmani's das Jlldenthum verlassen haben mußte, lieber den getauften Abner siehe Geiger in Breslauers Jahrbuch I, 46 ff; Reggio in der Vorrede zu nbpn nPrD (Görz, 1852/ 8.), Seite XV. Wahrscheinlich hat die Sage den Schüler Nachmani's und den getauften Abner vcrlvechselt. A. I. Kabbalisten im 13. Jahrhundert. 1. Jakob Chiqttitilla. Alt-Castilien mit seinen Städteu B u rg o s, M e d i na C e l i, S o r i a, Segovia und Avila sind geographisch wichtige Punkte für die Geschichte der Kabbala. In diesem Königreich treffen wir die Familie Chiquitilla, zu welcher Josef und Jakob Chiquitilla gehören. Von dem Letztem hat uns blos Juchasin 132b die Notiz erhalten, daß er em Kabbalist war und in Segovia (MÄ) U* graben wurde. Der Unrstand, daß der Begräbnißort desselben hcrvmgehoben wird, macht es wahrscheinlich, daß er wie Josef in Medina Ceti lebte. Won seinem Degrcibnißort erhielt er den Namen DpjP, und es ist derselbe, von dem in den □•»Dip* 1? den Gabr. Warschauer sich S. 32b eine ndiV Dp^ '»m r6sn befindet. Dieses Gebet äst vermengt mit R. Asriels Erläntemllg der zehn Sefirot, welcher dieser Jakob einige Worte voraussthickt und einige folgen läßt; es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß er ein Schüler R. Asriel's war- 2. Abraham ans Cöln. In dem oft citirten 548. Gutachten des Salomo ben Adrat erzählt derselbe von Abraham aus Cöln: TJDWNO nbwp i?ü ly nsyi N'-n^ipn omn« iptsn nDty nVP "DJnnb )W IW1 l!?Dn ’ON byo mion jd -ujd nsp ^ipi rnycn N\pbip bw dYdd ym rvm w üb b rTo in prpjDöyjruvn *o.i Drrofcn Staro ddh bi töivp n1?^ no tznn bip ihini ^D' Vr inbu rpn "imm mwi? 'in »th n? rücy pr -n\n *0 wnn nw rnnni jpi p«n p. ibtf iddn:^ Dum odd pm pjd1? DianriN xhw pmtfiw lumn *?:>_ rrym nw» nfco vw tm pNn rnn bl p rn . Dieser Abraham war ein Schüler von Elasar aus Worms, welcher der wunderthatigm Kabbala anhing, und ist wahrscheinlich identisch (s. Steinschneider, jüd. Literatur § 13, Anm. 47) mit dem Vers, des 'i p Dtcr ' sdd aiö uw irü , das sich in der Oppens). Bibliothek als Handschrift befindet und dem K-uibipD* npnn "ppbn vuoifrN nn djvdn zugcschrieben wird? Es müssen im 13. Jahrhundert mehre d e u t sch e Kabbalisten nach Spanien gereist sein (s. oben über der bei Deutschen Physiognomik stndirt), welche dazu beitrugen, daß die Schriften Elasar's ans Worms verbreitet wurden. A. I. Christlicher Einfluß auf die Kabbala. Es sind in der Kabbala viele Momente, deren Vor-. haildensein wir nur durch das Medium eines christlichen Einflusses begreifen können. An einem solchen Einflüsse fehlte cs nicht. In der Provence und in Spanien waren jüdische Gelehrte genöthigt, das Christenthum zu studiren, tun die Allgriffe getaufter Juden abzuwehrcn. und um in den Disputationen antworten zu können. Dafür zeugen die Schriften von Petrus At konfus, der — 1062 geboren — 1106 zum Christenthum überging und Gespräche gegen die Inden schrieb (pugio fidei ed. Leipzig, p. 707), von Jo se f Kimchi, der sein rvinri 'D gegen getaufte Inden schreiben mußtet und voll Mose b. Nach mail, der nils in seinem mm mit Fra Paolo seinen Kampf gegen die christlichen Dogmen schildert. Diese enge Berührung mit" dein Christellthum hat wahrscheinlich auf viele der Mystik ergebene Gelehrten eingewirkt, so daß der christlich« Einfluß in folgenden Punkten uns erklärlich wird. 1. Bilder. Mose ben Nachman erzählt uns (nmn 121) ed. Konstant.) xn seiner Disputation mit Fra Paolo, daß der König Jakob von Aragonien •) Nachdem ich dieses niedergeschrieben hatte, sehe ich bag Fürst in seiner H\b\. jud. 11. S. 201 bereits das Vollständigste über diesen Kabbalisten bat «nd zwar nicht nur ist darin bereits St.'s Meinung früher ausgesprochen, sondern auch nachgexviesen, daß dieses Keter Schem-Lob bereits gedruckt ist und auch der GA. Jbn Adrat's ist dort angeführt. Ich stelle den ganzen Artikel her: Abr. de Kolonia (ben Alex, aus Köln): DI# iro . Ein ausführliches Werk über das Tetragrammaton und den göttlichen Namen überhaupt. Nach einer alten HS. herausgegeben von Is. M am et, Amst. 181k, 4. In der Note heißt es von ihm: Schüler des Elasar aus Worms, bl. er im 13. Iahrh., und war berühmter Bauchredner und Kabbalist. Er hielt einen Vortrag vor Alsonso X., König von Castilien und auch der mV) (Sbn Adrat) bezeugt seine wunderbaren Reden (GA. § 548). 1) Siehe Geiger a. a. O. S. 42. Die Worte töDJP.n ’S.nDD (Sefer ha-Berit, 19a) heißen nicht, wie Geiger übersetzt „mehre von den Verwegensten unseres Volkes^, sondern beziehen sich auf abtrünnige Juden. Vor Josef Kimchi hatte ja schon Petrus Alfonsas gegen die Juden geschrieben!