Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 25
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 575-576 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Waw in Eigennamen. 576 575 der Concipient ausgenommen um zu zeigen, daß es ein und. dieselbe Person sei obschon sie verschieden genannt worden. So sagt auch Kimchi ('p'Yl) zu 1 Chr. 1, 7: mx nw fan o yntnb. — Raschi von dem man nicht weiß ob er das Waw in flvfüt ein profanes oder für das Waw von TT, zweite Sylbe nimmt, siehet es. jedoch als eine, die Person hervorhebende Verlängerung an, d. h. von dem Concipienlten hinzugefügt zur Hebung der Person. In -seinem Kommentar zu 2 Chron. 13, 2 sagt er über den Namen der Königin Michajahu: nmw üwü n nm nm n *pDWDipö b und führt mehrere Beispiele an.-So haben wir also eine bedeutende' Stütze für das hcrverhebende Waw in der Endung jjyp * warum sollte nun in lirbtt und in andern Namen für das Waw zu Ende nicht dasselbe gelten? An ein hervorhebendes Waw vorne hinzngesügt, dachte man zu . seiner Zeit noch nicht. Zu 1 Chron. 4, 15 sagt er über den Namen Up, tüo es heißt: Up°, daß der Mann so geheißen habe Uknas (upl) —M. s. Gesenius Handb. d. W. Wir nehmen dies Waw wie das vor dem Namen 1. M. 36, 24* als ein hervorhebendes. Dieser war der Bruder des V t der mit den Worten V^j; u. s. w. im Torie hervorgehoben ist; auch waren sie beide Söhne des pjntf, welcher, Vers 29, -unter die Fürsten gezählt ist. Auch ist Up als Stammvater genannt Jos. 14, 6 und 4M. 32, 12. — Bei ppN und bei jjp so auch bei 1 Chron. 5, 24 lM.^ s. Kimchi z. St.) und bei TJUH n^pö 1 Chron. 27, 4 konnte der Coueipieut das hervorhebende Waw nicht zu Ende anwenden, weil es als snff. fälschlich genommen werden konnte, so gab er es ihnen vorne, nämlich: rp ni°- m!?pDV. Bei nDyr heißt es: 2N HD EW") und ist der Q'ste der sieben „ " «. — Von den Buchstaben UHN wurde am häufigsten das ) zum Hervorheben gebraucht; nicht nur vorne und am Ende, sondern inmitten der Wörter wurde es öfters emgeschobm. Hier einige Beispiele: 1 Chron. 3, 24: nuT.-) für KTTH, wo außer dem Waw zu Ende noch ein hcrvorhebendes Waw, sogar in mitt eu der E ndung eingeschoben wurde. — Daselbst 7, 34: n^nn für ruhn. — Ein solches wahres eingeschobenes Waw sehen wir auch im Jer. 27, 20 bei dem Namen HUT, wo cs heißt auch 2 Chron. 31, 12 u. 13: l.Ttfb. Elftere sind vom königlichen Hause Davids; MT war König; bei letztem: heißt eS T.U DT^yi » *) Dr. Zunz hat in der Übersetzung 1 M. 36,24: „7ljah" ohne Waw$ in der 1 Chron. 4, 15: „Uknas" mit Waw. — Dr. G. Salornon zu .1 Mos. 36, 24 hat: Weaja; zu 1 Chron. 4, 15 up ohne.'Waw. — Dr. Pbillpson zu 1 M. 36, 24 hat für tNK '„93aja£) — Wir bemerken, daß im 1. Chron. 1, 40 ,tn ohne Waw im Texte steht. Auch heißt es von dem ausgezeichneten Könige Josia einmal wttfKN* 1 * . Von andern Waws, die als hervorhebend da stehen, haben wir bereits gesprochen, als in 2Vpp; in so ist ein Nachdruck gebendes Waw ciugeschoben in pty 2 Könige 7, 9 und iu Ezech. 21, 29 und iu Amos 9, 7 und öfters.— Wir finden auch eine Stütze für unsre Behauptung hinsichtlich des hervorhebenden Waw8 darin, daß öfters ein Waw weggelassen ist, welches orthographisch richtig stehen bleiben sollte um durch die Weglassung des Waw3 eine Herabsetzung anszudrücken: z. B. d^econ ohne i nach dem Lanred: 2 Sam. 17, 1. 4. 24/ — Dem Gelehrten, für den unsere Idee ,,der Prüfung werth ist^ glauben wir Beispiele genug angeführt zu haben, wenn wir auch von den Waw3 in?rp «nd in absehcn lvollten, weit diese Endungen und Anfänge in den N. prr. den Gottesnamen bezeichnen. Freilich wird es beinahe eine unübersehbare Arbeit alle Stetten des A. T. durchzugehen; rWTJ zu suchen ist aber nicht nöthig; uns schienen die angeführten Stellen ganz einfach. Wir haben dm geehrten Lesern des LB. desOr. öfters gezeigt, daß wir den, bekanntlich von Raschi mehrmals erwähnten Worten huldigen: iöhdtd vro N2W mpon p« bdr amn nrarnn.-* Berichtigung en. LB. Nr. 14 erste Seite Cot. 208, Zeile 17 v. o. in der Anm. statt erste Mal lies: ende Male ach i. — Ebendaselbst Cost 210 Z. 12 v. u. statt Dfr3 * u. lies: ZU/ u. □*). — Statt des ersten Satzes ln dieser Anmerkg., nämlich von „2) Wir nehmen auch an" bis Z. 8: „ohne Waw zu Ende —" bitten wir btos folgendermaßen zu lesen: „Wir nehmen auch an, daß das Hervorheben dieUrsache des Waws ist in %t^N | und in mehrern Namen mit der Endung UfT) demnach ist dies Waw nicht von rnh\ —" (Fortsetzung folgt.) *) Wo dW sonst ohne Waw vorkommt, siehet man im Zusammenhang die Ursache des Weglaffens. -- M. st auch hier Raschi zu IM. 25,24 über Ü/Ol’n . — Mit dem Weglassen des Alefs im 1. Chron. 12, 38 rVY^ drückt der Concipient sein Bedauern aus, daß eine große Partie es mit Saul hielt gegen „Tn". Mit TjH^ 1 Sam. 1, 17 ohne Ales, daß bei dem „Gotte Israels" das Verlangen der PUH nur ein kleines Verlangen ist. Dergleichen Bemerkungen führte der damalige Zeitgeist mit sich; der fromme Concipient konnte seinen Eifer nicht unterdrücken. Auch haben die Concipienten, in ihren eigenen Worten nicht so viel Gewicht auf einen Buchstaben gelegt, als wir es in einer heiligen Schrift für nothwendig halten. Sie haben dem Leser durch „x>r? und nb und TT", wie es die Mass. nennen, kurze, oft kühne Winke geben wollen: rD&b oder . *) Um die Stellen der n omina propi-ia um A. L. zu finden schafften wir uns Gesenius Hdb. «6. 1834 vierte Aufl, mit dem Motto: Oie8 di*»,« doeet, an. — Wir bemerken, daß es diesem Gelehrten leicht war viele schwierige Steller dieser Art zu beseitigen, dadurch, daß er mehrere Seltenheiten als Schreibfehler erklärte. —