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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 25 · p. Seite 573-574

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 25
Date
1851-01-01
Page
Seite 573-574 (sequence 29)
Language
German
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573 Weber . ba& gßatt) in Eigennamen. 574 Seele in meinem Gotte: denn er hat mich bekleidet mit Gewändern des Heils, mit dem Mantel der Gerechtigkeit, der mich umhüllt" (Jes. 61, 10). Es hatte cuiji Rabbi A kiba vom Rabbi Tarph on Geld erhalten, um für ihn Güter zu kaufen. Aber Rabbi Akiba verwendete das Geld nicht zum Ankäufe von Gütern, sondern zur Unterstützung der Armen. Und als einmal Rabbi Tarphon den Rabbi Akiba fragte, wo denn seine Güter wären, öffnete Letzterer das Buch der Psalmen, zeigteihm die Stelle^, wo es heißt: „Und seine Mildthätigkeit wird ewiglich bestehen;" d. h. die Wohlthätigkeit ist ein Gut für die Ewigkeit. — Wohl mochte sich Rabbi Tarphon mit einen: solchen Gute inniglich gefreut haben. — So auch wir; wir erwerben uns Güter für die Ewigkeit, und darum freuen wir uns inniglich des Herrn und jauchzt unsere Seele in Gott. Anhang zu den Aufsätzen im LB. des Orients Jahrg. 1851 Nr. 14, 16 u. 17 von H. PH. Rse, (jetzt in Eopenhagen wohnend.) Wir glaubten in jenem Aussätze auf dieses Waw in rp wieder zurück zu kommen und die Anmerkung wurde unklar hingefchrieben, welches wol dem Hrn. Redacteur Dr. Fürst Anlaß gab zu seiner folgenden Anmerkung- Daß die Ettern in den Namen ihrer Kinder dm Gottesnamen haben wollten, oft vorne und oft am Ende der N. prr., daran haben wir nie gczweifett. Wir zielten blos ans den Buchstaben Waw. An den Stellen im A. T. wo Elias oder ein anderer Prophet als ein Gottesmann oder als ein Wunderthäter hervorgehoben werden soll, haben wir — bei unfern Coneipienten — das herverhebende Waw nach der Sylbe p\ Auch gewöhnlich bei Namen von Königen und königlichen Personen, endlich auch bei Namen von Priestern und Leviten: vorne fpp f zu Ende fpp* *.' Dies i Waw, welches wir hier mit ° bezeichnet haben, nehmen 1 mx an, ist nicht sondern ^j-jj man erlaube uns i eine etwas weitläufige Erklärung: , 34) Ps. 112, 9. Unter npm (eigentlich Gerechtigkeit)! verstehen die spätem Juden auch, jede Art Mildthätigkeit als Act der Gerechtigkeit. *) M. s. weiter unten, daß über den Namen der Königin Michajahu 2 Chron. 13, 2 daffelbige äußert: „An allen Stellen" sagt er, „wo das Waw am Ende des Namens dieser Frau hinzugefügt ist , ist es ihres Ruhmes wegen, wie auch "Ataljahu", n. s. w. — Die Sylbe pp am Ende der N. prr. ist eine Abkürzung oder Erweichung von dem Gottesnamcn pp mit. Mappik. So z. B. Esra 2, 6 für pp^p. Diese Sylbe pp konnte man'vorne aber nicht gebrauchen;. man konnte nicht p2>pp setzen, da es dann klingen würde, daher brauchte man vorne eine Abkürzung. von dem Tetragramm, nämlich die erste der zwei Sylben, pp ♦ die zweite, nämlich ft) blieb unbenutzt. Es sollte nun vorne heißen: jv^pp, ohne Waw —• denn der Buchstabe Waw irn Tetragr. gehört ja unstreitig zur zweiten Sylbe. — Dies Waw in ist, unsrer Meinung nach, wie das in den Endungen sjpp ein hervorhebendes oder bemerkbar machendes Waw, von den Evneipientm hinzugefügt. Es hieß gleichsam: da dieser Mann den heiligen Namen führt, kommt ihm ein hervochebendes Waw zu, oder auch seines Verdienstes halber: So z. B. yt&iVp f"r jjßjfrp; nicht ist dies Waw aber aus dem Tetragr.' — wie' das Jod und das He —, denn das Waw im Tetragr. gehört — wie erwähnt — zur zweiten Sylbe und cs kann von dieser Sylbe nicht abgerissen und zur ersten gelegt werden. — Im Leben der Sprache wurde jvp»ipp öfters zu p^vp um die schwere Aussprache des Kehlbuchstaben He zu umgehen — wie es in dem spätem Hebräismus gar heißt, als Abkürzung von oder von ^"p, und 'hat man das Vfaw von doch nach dem $ gesetzt, weil es nach dem Schin, der schnellen Aussprache nicht Abbruch thut; gleichsam um dem Manne das Waw in seinem Namen stehen, zu lassen. — Der Gvttesnamen in den N. pn\ bestehet demnach eigentlich in pp und in pp z erstercs von pi mit Mappik, und letzteres von pppp; crstereö wurde nun zu fpp letzteres zu ^pi Deswegen heißt es auch vorne nicht |,npn,> (J'hüjachm) sondern pp’ppp (J'hojachin) weil der Göttesnamen vorne eine Abkürzung von dem Tetragramm ist, nämlich: pp und mit eiugeschobeneu profanen Waw, also pip'iVp . Daß ein Cholem ursprünglich kein Waw bedarf zeigt z. B. pjt^b | 2pJT> und das Tetragramm selbst, da dieses sonst pppp geheißen hätte. — Daß man im Leben dem Aussprechen der Kehlbuchstaben, der Schnelligkeit halber, entgehen wollte stehet man z. B. in dem Namen ^y\ft) Jer. 37/ 3; das. 38, 1: ^p . Dieser Name kommt nur ein einziges Mal vor und dies?)pp vorne im Nam en ist — als Ausnahme —- wie die Endungen upp von pp abgekürzt zu pp und mit dem profanen Waw; mcht ist diese Sylbe jjpp vorne, von pppp, denn dann hätte es mit 'Cholem geheißen. Der Schnelligkeit halber ließ man sogar das Jod von dem Gottesnamen fallen: So yE&pn 1 Chron. 3, 18 für JJEt^irP als wäre es ein profanes Jod, ein Jod futurum, wie jjpygs Jer. 22, 24, für >)ppip . — Die Verschiedenheit der Formen in den Namen' der Personen hat

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