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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 25 · p. Seite 571-572

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 25
Date
1851-01-01
Page
Seite 571-572 (sequence 27)
Language
German
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571 Aus den Briefen eines Sabbatianers. 572 Sitte die Geschlechter auf eine solche Vereinigung hinweiset^. — Als Jakob mit seiner Familie von 70 Personen zu Joseph nach Aegypim kam, stimmten, nach dem Ausspruche des Midrasch, die Engel einstimmig in das Lob Gottes, der da zufammenbrmgt und vereinigt die Zerstreuten seines Volkes Israel (i?3y THJ ppß btt^tV'), weil sie in dieser Vereinigung den Anfangspunkt zu Israels nationaler Größe und eine wundertare Fügung Gottes erblickten. Wie weit wunderbarer und außerordentlicher ist nicht erst unsere Vereinigung, eine Vereinigung von Gläubigen (DWnd), Deren es so wenige gibt! Welche unsäglichen Hindernisse und Schwierigkeiten haben wir nicht zu überwinden! Wie sind unsere Gegner bemüht jeden Einzelnen vom Bunde zu trennen! . „Unö steht es zu, den Herrn zu loben/' der uns durch unfern heiligen Glauben und durch die gläubige Hoffnung auf eine höhere Stufe (n!?yDn DIN nmcn) gestellt hat. Nicht die gemeinen weltlichen Sorgen um unsre und der Unsrigen kümmerliche Existenz, sondern Bestrebungen höherer und würdigerer Art nehmen unser Leben ein; und selbst die weltlichen Sorgen gewinnen bei uns durch ihre Beziehung auf Höheres und Göttlicheres einen erhabnem Charakter und werden Sorgen für Göttliches^. „Ich freue mich inniglich des Herrn, und meine Seele jauchzet in meinem Gotte." — Bei dem großen Schatz und der unendlichen Fülle von Weisheit, welche die christliche Religion in sich schließt, bei den vielen Mitteln, die dem Christenthume zu Gebote stehen, "besonders zu einer Zeit, wo Er ........ zwischen ihnen ist; — andrerseits bei dem schroffen Gegensätze und der großen Absonderung und Entfernung, in der das Judenthum zu demselben steht, ist es das größte Wunder, daß Gott Israel sich Mäher gebracht, und vor Allen uns, die so entfernt stehen vom Schauplätze der Wett. Darum freuen wir uns inniglich des Herrn, und unsere Seele jauchzet in unserem Gotte» Denn wo gibt es eine Nation so groß, der Gott so nahe wäret Ou ubtt D'hnp D'-r\bx )b mv ^nä). Uns steht es zu, den Herrn zu loben, für die Gelegenheit und die vielen Mittel, die uns Gott in die Hände gegeben, und durch die wir uns anfgefordert und angetrieben fühlen, fest zu haltin an dem Baum des Lebens (N"m n^nd) — Wie die Versorgung des Propheten Eliahu durch die 31) Welches große und außerordentliche Glück ist Ihnen, mein Lieber, beschieden, der Sie so glücklich sind, eine Gläubige (nOTND) zur Frau zu haben j ein Glück, das so selten unter uns ist. Doch davon kann hier weiter nicht die Rede sein. 32) *)nn0Dn b nmm Vh mwrrfy Nim "ptp nw mm iönip inanD )b i^dd nysa ü'üw rrafe riDnii mnDnn .hdd Wto sw h myi by arme Wittwe, die nur eine Handvoll Mehl im Gefäße und ein wenig Del in der Flasche hatte (1. Reg. 17,10), feit dem Beginn der Welt ,(fWN"D n») fest bestimmt und beschlossen ward 33: so hat Gott auch unsere Erhaltung und Verpflegung seit dem Beginn der Welt angeordnet und bestimmt. „Das Mehl im Gefäße wird nicht auSgehen, und das Del in der Flasche wird nicht abnehmen, bis zu dem Tage, wo Gott der Herr uns geben wird" (1. Reg. 17 14). — Auch der Erwerb menschlicher Lebensbedürfnisse überhaupt ist nach dem Aussprüche der Weisen etwas Schwieriges und so Wunderbares, wie die Wunder amrothen Meere (rnmiü ni^p PPO □*> nynpD DTK bw). Wie weit schwieriger erst für die in der Zerstreuung lebenden Juden, und wie noch schwieriger für uns die Gläubigen, denen eigentlich bis jetzt .Der Canal des Lebens nicht geöffnet ist, weil Gott erst in der Zukunft ihnen seinen reichen Schatz austhun wird raw nN 'n nnm). Unser Lebenscrwerb wird daher gewiß nur durch Gottes besondere Fürsehung vermittelt, weil Gott von jeher es so angeordnet hat, „daß das Mehl im Gefäße nicht ausgehen und das Del in der Flasche nicht abnehmen soll, bis zu dem Tage, wo Gott der Herr uns geben wird." rDia6 wbj; ♦ ,, Uns steht es zu, den Herrn, zu loben," für den frommen Eifer, den er in uns gelegt, und den Trieb zur Wohlthätigkeit, den wir in der Nähe und in der Ferne durch unsere Reifen bethätigen. „Der Herr ist mein beschieden Theil und mein Kelch, du wirfst für mich daö Loos, (Ps. 16, 5): d. h. du hast mich gelehrt und. geleitet zum Glauben. Darum," heißt es weiter (Vers 6. 7), „fiel mir mein Antheil in anmnthiger Gegend, und gefällt mir mein Erbe, und ich preise den Herrn, der mich berathen," d. h. der mir in den Sinn gegeben, was ich thun soll. „ Heil euch Israeliten! wer ist's der euch rein macht? unser Vater! — und vor wem erscheint ihr rein? — vor unserm Vater! —!?N“iL5n dd^gcw —?DnmioD on» ’b — hrrkv?DDm "ihdd —!U’3N 'teb So auch: „Gelobt sei Gott, der mich hat berathen!" ysy mv 'n "jra . „Zwar quält in den Nächten mich mein Inneres" (Ps. 16, 7. 8): d. h. wahrend der Zeit des Rathes und der Erfüllung hatte ich wohl manch bittern Kampf zu bestehen; aber Gott hat geholfen durch seinen heiligen Glauben, „denn ich Hatte den Herrn stets vor Augen, denn er war zu meiner Rechten, darum wankte ich nicht." Inniglich freue ich mich des Herrn, es jauchzet meine 33) Siehe Sohac fol. 198b zu ^npi; nftHD wo es heißt: unm ■oo p^m .Toy-^nNi.DiNb ntd nNrvw ndid . niD^N. nm dp Tm mn mnm )7vbxb ]irm 4 Nftbj/ nsnN"! NDT>D WB HJH

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