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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 25 · p. Seite 561-562

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 25
Date
1851-01-01
Page
Seite 561-562 (sequence 17)
Language
German
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561 9L Asriels Einfluß auf die Kabbala. 562 R. 'Asriels Einfluß auf die Entwickelung der Kabbala.* (12—13. Jahrhunderts N. ''Asriel ben Menachem^ oder vielleicht b e n Salomo^ wurde um das Jahr 60 des 12. Jahrhunderts in Spanien — vielleicht tu ©eronct* 1 2 3 4 5 6 *, dem Wohnorte Moses Len Nachman's — geboren^, beschäftigte sich mit Philosophie, Kabbala, Exegese und Talmuderklärung 55, machte viele- Reisen, um verschiedene Kabbalisten zu hören3, hielt sich in V allad olid^ auf, um die Gegner der Kabbala zu bekämpfen8 9, und starb in hohem Alter im Jahre 1238 Er soll ein Schüler Isaak des Blinden^a und Lehrer Moses b. Nachman's gewesen fein10 11 a, wird von jüdischen Schriftstellern des 13. Jahrhunderts bald unter dem Namen Esra und bald unter dem Namen Asriel" eitirt, und hat folgende Schriften verfaßt, die theils handschriftlich und theils gedruckt vorhanden sind: *) Vogl» „Beiträge" I, 39ff. 61 ff.; „Moses ben Schem-Tob de Leon" u. s. w» S. 15 u, 16. 1) Mose Bokarel J.-C. 111, 1. 2) u. 3) Wolf Bibi. hebr. 111, 947 erwähnt einen Kabbalisten aus Gero na, Namens Asriel b. Salomo, der vielleicht wieder mit Esra b. Salomo — dem Verf. eines handschriftlichen in der Bodlej. Nr. 5910 sich befindenden Gesetzescommentars (das. p. 943) — identisch ist. 4) In der Einleitung des Commentars zum Hohenliede bemerkt er, daß er im 71. Zahre seines Lebens die Arbeit begonnen habe. (Daß die richtige Leseart der corrupten Stelle EP TI mJ^P'nriN mty sn, zeigt das folgende: TlW mpi -f?ri rupm njp D?n -2.) Da er nun 1238 gestorben, so kann er etwa um 1i60 geboren worden sein. Die Klagen, in welche R. Asriel in der erwähnten Einleitung über falsche Bibel- und Hagadaecktarungen ausbricht, passen gerade recht gut auf das vierte Decennium des 13» Iahrh.'s. Auch die Anspielungen auf Bekehrungsversuche (Commentar z. HL. 29 a) finden ihre Rechtfertigung in diesem Zeitpunkte. 5) Siehe das Verzeichniß seiner Schriften. 6) 7) u. 8) Ha-Palit, S. 45 cod. 64. Ich lese (für poiy) pDy DIpftD pTD , und glaube daß pDy die Übersetzung von Valladolid sei» 9) Juchasin erd. Krakau 132 6. 10 s) Recanati Pentateuch-Commentar 173 d. Die Zeit stimmt für R.'s Bericht. 10 h) Vom Vers, des priLPHt nilüNH r0 : 11) Von Recanati in niSöH ''vyll, in rnbonn und im Pentateuch- Commentar. Wir stellen hier die Beweise zusammen, daß Esra und Asriel denn doch tft Beiträge 1, 39 ff.; Moses b. Schem - Tob de Leon, S. 15, Anmerkg. 9) identisch sind: a) Recanati citirt im P.-C. 173 d den Comment. Esra's z. HL., den er mLM Dyv ed. Basel 4K, Asriel zuschreibt. b) Recanati bringt P,-C. 138 c über pirn, 148 b über nbiy und 157 b über %bb im Namen E s c a's, was nach fOH ipyg 92, J3 b und 25b Asriel angehört. 1. S'n’VD . Erklärungen zu talmudischen Hagadotstcllen k\ 2. D' N 1 b D n 'd über Kabbala 3. Erklärungen zu Pentateuchstellen 4. Commentar zum Buche Jczira. Es ist derselbe, der in der Mantuaner, Amsterdamer und Grodnoer Ausgabe dieses Buches dem Moses b. Nachman zugeschriebeu wird". 6» Commentar zum Hohenliede, der 1763 in Altona unter dem Namen Moses ben Nachman's erschienen ist^. 6. nrpöD by nwifi/ , Erläuterung der Sefirot-Lehre in Fragen und Arttworten. Warschau, 1798, in der Sammlung des G a b r i el Warschauer. Berlin , 1850. In der Warschauer Angabe findet sich noch zum Schluffe folgende Stelle": mNsnb wyi jrp;’ö onT rannb rmnn bnNtMM e) In pnionm hßiöNn 22 a (Sammlung ftob kommt im Namen- E s ra's eine Erklärung vor, die sich bei Nec. P.-C. 5d und in der 3. Einleitung zum HL. im Namen Asriel's findet. d) Eine Erklärung des doppelten He in findet sich in DJlDN-n 27 a, Rec. P.- C. 91a im Namen Esra's, in R.'s NlbOtiN 34 b aber im Namen A sri e l's. Die Ursache, daß diese beiden Namen mit einander verwechselt wurden, mag sein , daß R. Esra's vulgärer Name Asriel war. Siehe im bfrOB&y rru, ■ Verzeichnrß der Männernamen, über die Namen und ^my, und b^ly; über die Verwechselung von Esra und Asriel Zunz, zur Geschichte, 88, Wolf a. a. O. — Was Recanati aus pnioani HJiöNn entlehnt, trägt immer dm Namen Esra, und der Verf. jener Schritt hat kurz nach R. Esra gelebt. Erft in späterer Zeit machte man die-beiden Namen zu zwei Personen. — 12) Recanati 'on 'Dyo 15a u. b. Siehe auch '£NH 'am 12 b, 17a, 29b; Recanati 28c, 106b u. c, 121 d. 13) Botarel 0. a. O. 14) Dies scheint aus Citaten in pnionni nilONH 21 b, 24 a, 27a, 29 b hervorzugehen. Vrgl. auch Anmerkg. 3. 15) Siehe „Moses b. Schem-Tob de Leon, Zusätze. 16) Siehe „ B ei träge" 1, 39 ff. Wir geben hier den Nachweis aller Parallelstellen zwischen Asri el's Commentar zum HL. und RecanatÜs Citaten in seinem 'd.7 ^DytO: R 5a, A. 8 <1; R. 6a, A. 12 d, 13az 9?. 7a, 3C. 9b/!0c dj R. 9a, A. 9d; R. 9b, A. 9d, 10az R. 10a, A. 10a; R. 10b, A. 10ez R. 13a, A. lldz R. 13b, A. 13c; R. 14b, A. I4d; R. 15b, A. I4d; R. 18b, A. 15aa; R. 21a, A. 15 d z R. 22a, A. 16az R. 25 b, A. I7od; R. 26 a, A. 18 e. — Der Comment. z. HL. ist sehr corrupt gedruckt, und da er für die Geschichte der Kabbala sehr wichtig ist, so wäre eine nach Handschriften verbesserte Ausgabe sehr wünschenswert. — Auch Asulai Schem 11, b, no. 34 hat diesen Comment. handschriftlich gesehen, und bemerktauch, daß er nicht von Moses b. Nachman herrühren kann. 17) Noch ehe ich die Sammlung von Gabr. Warschauer durch die Güte des Hrn. S. SachL in Berlin erhielt, fiel es mir auf, daß in der Berliner Ausgabe die 11. Frage ohne Nachweis von Bibel- und Talmudstellen geblieben ist. 36

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