Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 24
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 485-486 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360695--7511-3536496- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
, Kurze Anzeigen. 486! 485 Diese Abhandlung theilt Hr. B. in astrologische Eini flüsse (des Sonnen- und Mondlichts, des Drachen j oder Weltschlange, Elemente der Natur und^deren Kräfte, 1 , MIN Rnn f-■»*/ wmiifi/ f.pns «- f* »*)> in moralische Ursachen der Krankheiten und anderer Kalamitäten, in mag ische' Ursa chen, eine Anzahl Krankheiten werden diesem noch vorgeführt, wie der Talmud sie benennt. und erklärt und endlich in m a g i s ch e E i n f l ü s se auf gew isse Lebenszustände. Dieser Abschnitt ist unter allen am sorgfältigsten ausgearbeitet, da der Inhalt zu dem ärztlichen Fache des Verfassers gehört. — 9) Magische Heilungen und zröar a) von den magischen Heilungen im Allgemeinen; d) von den magischen Heilungen insbesondere: au) Heilungen durch Amulette -(tfjrop); bb) Heilung durch Sprüche; cc) Mittel und Sprüche gegen Zauberei; dd) An-; Wendung der Besprechung neben andern Mitteln; ov) Abortus; ft') Aderlaß; gg) Augenkrankheiten; hh) Blindheit; ii) Denkkraft; kk) das Trometon - Ei; U) Fieber; mm) Geschwüre; nn) Goldaderknolen; o<>) Heilsame Dinge; pp) Herz; qq) Hundswuth; -rr) Jungfrauschaft; ss) Knochen; tt) Kopfschmerz; iiu) Leichen; w) Menstruation; xx) ^tlj; yy) , Nasenbluten u. s. w. —Aus dieser genauern Angabe des Inhalts sieht der Leser deutlich, daß der Stoff des Werkes reichlich, die sich darbietenden Belehrungen zahlreich und daß hier überhaupt für, Anbau einiger weniger bekannten wissenschaftlichen Aufsätze des Talmud's ziemlich gut vorgearbeitet ist; es darf hier aber auch nicht verschwiegen werden, daß der Vers. keineswegs Vorarbeiten und schon vorhandene Materialien gewissenhaft benutzt und nicht einmal das LB. des Orients, das in seinen 12 Jahrgängen sehr mannigfache Notizen dazu bietet, ist zu diesem Zwecke gelesen worden. Daß auch der Titel des Buches und sehr oft auch der deutsch sein sollende Styl verunglückt, würde in Bezug auf den wissenschaftlichen Werth wenig bedeuten, und wenn der Verf. sich entschließen möchte, Nachträge zu seinem Werke zu geben, so würde man gern diese Äußerlichkeiten daran geben. Aber soviel auch Spx+ B. gegeben, ec verdient jedenfalls unsere Hochachtung und Berücksichtigung, die ich ihm gerne in vollem Maaße gewähre. 2) niy*i cron “iönd . F ü nf große Abhandlungen unter dem Titel: 1) D'DtßO no^n; 2) moNn ’rrn mbrn 3). dwu rabn; 4) piyo rrabn? 5) ■nsi . no^n rnm nrrp- . Angehängt ist eine Geschichte der Heilkunde mit Bezug auf jüdische Geschichte. Von Ich. Vcz. Eliasberg aus Kamin. Wilna, 1842, 4. S. 136 (ganz hebräisch mit kleiner rabb. Schrift). Dieses Weck, gleichsam als Einleitung zu des Verf.'s zweitheiligem 'D, scheint in Deutschland wenig bekannt worden zu sein, da auch Hr. Brecher, welcher doch dasselbe Thema bearbeitete, es nicht gekannt hat und überhaupt noch wenig Rücksicht darauf genommen ist. Es kann daher nicht überflüssig sein, wenn ich hier mit kurzen Worten über den Inhalt berichte. 1) unter dem Titel ^220 hdSt giebt Hr. E. eine gut geordnete logische Abhandlung über Zauberernach Bibel und Talmud,, mit Allem-was dahin gehört; die biblischen Stellen, wie sie Largum und Tradition erklären, die verschiedenen Gattungen, welche der Talmud beschreibt, die dahingehörenden Omina, mit einem sehr reichen Material, wie es Hr. B. nicht hat und eine Geschichte der Zauberei ist mit eiug (flochten. Die darin erklärten Wörter sind daher , , pjUM , -pn -Din , JET) , , n« tna , onicr, ninn , rfan , ni2?n , Dym , nbno na ctun , nn’iJ’ 'd -’V^pd, DHTD ,’NlDtM* u. a., nur hat d«r Verf. darin Astrologie und andere verwandte Discipllnen verbunden. — 2) Das hierauf folgende v^D^n ’OVJ 'n behandelt Heidnisches unter dem Titel des Emorismus, was theils zum heidnischen Kult und götzendienerischen Glauben, theils zum heidnischen Volksglauben und zu den Volkssitten gehört, namentlich mit Bezug auf Phönikier. Aegypter u. A., und wenn dieser Abschnitt mit dem vorigen vielfach zusammenfällt, so ist doch die besondere Behandlung von Werth. Sehr schön sind die im .Talmud erwähnten Formeln pWDI v-tf M-r; W7 ijn 3 N'DD* u. A. erklärt und Zahlreiche Talrnudstellen finden erst darin ihre wahre Deutung. Den Emorismus theilt der Vers, nach Vergleichung aller vorhandenen Stellen in folgende Klaffen: a) Sitten und Gebräuche, Thätigkeiten oder Unterlassungen, welche zur Heilung einer Krankheit, Erhaltung und Wahrung der Gesundheit, überhaupt angeblich zu einem physischen Nutzen dienen sollen, wenn auch der Zusammenhang nicht gerade erklärbar ist. d) Die nicht als physisch nützlich betrachtet und als zusammenhängend mit der übersinnlichen Welt ausgegeben werden u. s. w. In'dieser Weise hat Hr. E. fünf Klaffen des Emorismus charakterisirt und über jede speeielle Forschungen gegeben. — 3)^^ Bitanm , worin alle Arten Augurim z. B. Schlangen- (fcqnj O'wrw) und Bögclaugurien (-p^ pDD?p , -nnan nmn - nisiy niw), Omina (pnn) als Buch- <^22), Kinder- (xpiy) omina, Loosung Zeichen u. s. w. Auch diese Klaffe sucht der Vers, nach ihren Arten vorzusiihren und die talmudischen Beispiele find sehr reichlich. — '4) oder die Erforschung der Zukunst, namentlich durch Astrologie (nuiWBäi*) u. st w. — 5) rnin no^n über Heilungen durch Formeln aus der -Schrift (□'wrf?), allein oder in Verbindung mit magischen Handlungen, über Amulete aus Bibelstellen , oder mit geschriebenen Engel- oder Heiligen - Namen, oder mit Abkürzungen IE. f. w., mit n nma u. s. w. Es gab bereits früh OM , py'2p OM u. s. w. —- Endlich giebt Hr. E. eine kurze Geschichte der Heilkunde in folgende Epochen getheilt: 1) von den ersten Menschen bis zur Begründung der alexandrmischen Schulen; 2) von da bis 50 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems, über DTIKV, über die , von den Heilarten des Talmuds u. s. w. In der Darstellung der spätern Periode werden vorzüglich die jüdischen Aerzte aufgeführt, namentlich die nur irgendwie einen 31 *