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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 24 · p. Seite 483-484

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 24
Date
1851-01-01
Page
Seite 483-484 (sequence 3)
Language
German
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483 Kurze Anzeigen. 484 und Mensch, über, seine Eigenschaften als Gesetzgeber und als Weltbeherr scher, über sein Verhältniß zu Israel jund zur Tora, über "11.^2 und u. s. w. nach talmudischen Quellen gehandelt wlrd, ist keine Rede, kaum daß einige allgemeine unbelegte Satze darüber zusammengebracht sind (§ 1—4). Besser vertreten, wenn auch sehr lücken- und mangelhaft, ist die talm. Eng eil eh re (Angelologie). Die fpatcrn Schriften des Kanons (Jechesket, Jjjob, Daniel, Secharja), die apokryphischen Schriften (Tobijja, 4. Esra, Chanoch u. A.) und das neue Testament bezeugen bereits in vielen Stellen, daß eine Engellehre existirte und wir wissen aus manchen alten Barajtä's, daß sie als eigene Disziplin ein Lehrgegenstand 'der berühmtesten Meister gewesen (s. LB. d.Or. 1849 c. 762 flg.). Sie führte den Namen rwn flfw <das.). Dahin gehören die Stellen über Schöpfung, Wesen, Größe, Anzahl, Wohn o'r t und Thätigkeit der Engel im Allgemeinen, über die 7 Himmel , die verschiedenen Engelklassen, ihre Erscheinungen zu bestimmten Zeiten in der Geschichte und bei manchen Anlässen, über tiHiDOT ÜW , rbyü das heilige Tribunal, Gottesrath, ihre Ein - oder Fürsprache, Rath, Urtheil, Mahnung, Vertretung der höchsten Moral u. s. w., über d'“HQ und scine^Bedeutung, die Erscheinung der nJOCö , über rW0H , N1M0 . WH , D'Jl’fy u. s. w. Die Aufzählung btc in der Schrift, in den Apokryphen u. s. w> vorzüglich fin Talmud vorkormnenben Engelnamen mit Angabe ihrer Stellung, Thätigkeit ihres Wesens u. s. w., (□'1010 -Jn’jD), ^'000 , ( tlD^ÜD )ni3DD (D’JDI ~\V , D^lJ)n 0»), die Deutung der? Erigelfürsten oder Amschaspandas'als Symbolisirung der 7 Planeren^ ('Nmc? , P?L , d'0nd , nDn , n.u , 00V , .000^) wird von Hrn. B. mit Geist versucht. Außer den Nachweisen über diese 7 sollten noch aus dem Talmud vorgeführt werden die biblischen bom , nnn , 0'P0V , O'0V0, d^nin , cmdin , D'W>0 , .100010 , D’piBD , '00 V]N u. s. m! mit den Deutungen aus Aussagen, welche der Talmud giebtz allein Hr. B. hat hierin nichts gegeben und kaum daß über die sonst vorkomwenden , ^t4HiD, n^iyrs, 0V (0yj), toin, >01010, , cfaj>1 0V , 0.00 , ’Dp01’ , iW , .0kvn.0 0V , Tpj , ^'00 , D''n,7 “]n1>20 , ni!0!N' '0V , bw 0V , 11)0 rrJipDD (ppD’D i jiDU’N, |i0.i’D), niDi^nn ^0 , , ’N^nty , p p einige dürftige Nachweise gegeben sind. Bon einer Symbolik der Engellehre, wodurch allein dieser Gegenstand einen Werrh erhalten kann, und zu welcher die talmudische Literatur selbst einige Anhaltepunkte giebt, ist hier keine Rede. — 2) Dämon oLogie. Nach einer Einleitung über den Uebergaug von der Angelologie zu der Dämonologie wird zuerst besprochen, pV , jnn 0ü' , N00.0 , D^yt!? , D'HtP f pnn , Entstehung und Verwandlung der Dämonen, Schattenbilder, Wiederschem, u. s. w.^ dann werden nachgewiesen die Stellen über , nb'b , rQ rrttN r^no , Nip und ‘pnij? , nnpj , ’beh , «0'V rpi» , D'i?D0 p , NfO'ty / |'ü0V) , )T0Cn |0 u. s. w,., im Ganzen jedoch ist diese Lehre sehr mager und unmethodisch ausgefallen. —- - 3) Die Lehre von der Seele, als zweilebige und doch von Materie verschiedenes Wesen. In der Darstellung die- | ser Lehre, über welche Hr. B. gerade sehr gut gesammelt, vermissen wir Ljede, Spur einer logischen Disposition. Es wird gesprochen über die Functionen der Seele als belebender Geist im Fötus des Menschen, als Triebrad aller organischen Thatigkeiten, als Abglanz des Menschen, über die Seele r als und nn , als ehemalige Bewohnerin der nn-jy , als Quell der Gesammterkemrtm'ffe, als Inkarnation, von ihrer Unsterblichkeit, Pilgersahrt, Heimkehr, u. s. w. Daran ist die Lehre von Lohn und Strafe, Gan Eden und Gehinnom, Vorhölle, Auferstehung u. s. w. angeschloffen, was aber eher in die Theologie gehört. — 4) Die Lehre von der Prophetie. Insofern hier über die Seelenkräfte, Somnambulismus u. s. w. gehandelt wird, gehört es zur Seelenlehre, sonst gehört es zur Theologie. Hier wird über hü , Q'pDO pDD , D^pT nn^ , überhaupt über alle Surrogate der Prophetie, Vorzeichen, Ahnungen u. s. w. gehandelt, was j natürlich zum großen Theile anderswohin gehört.'— 5) Die Lehre von den Visio nen. Zuerst Allgemeines im psychologischen Sinne, dann werden die biblischen, talmudischen behandelt^ dann von dem ssderischen Einfluß u. s. w. 6) Die Lehre vom Traume. Ueber den Traum nach der Schrift haben wir bereits Monographien und eine große Abhandlung darüber brachte bereits vor einigen Jahren dieses Literaturblatt, aber darüber nach dem-Talmud ist noch nichts geschrieben worden und es war uns daher dieser 2lbschnitt um so interessanter, zumal wir wußten, daß hierüber im Talmud sich reichlicher Stoff findet. In der That hat Hr. B. hier reichlich gesammelt und das Gesammelte auch meist wohl verstanden, allein auch hier, wie bei den andern Themen vermissen wir eine logische Disposition und stufenmäßige Gliederung und der Leser muß erst das Ganze durchlesm, um dieses oder jenes zu finden, was ersucht. — 7) Von der Zauberei. Zu dem Volksglauben der talmudischen Zeit gehört auch die Zauberei, die Ansicht, daß man mit den bösen Geistern in Verbindung treten uaD durch sie Andern schaden kann. Ort wo die Zauberei heimisch war, Einwirkungen derselben in der biblischen Geschichte nachgewi-esen, das verdammende Urtheil darüber als unheilige Kunst, der Mosaismus über diese Kunst, über die Art die Kakodämonea zu gewinnen u. drgt. bilden die Gegenstände des Abschnittes. Unter den Arten werden aufgezcihlt pnD (mtt by2}j N’OD frOlN und zwar als Lingam-Zauber und als Schädeibeschwörung, 'Jym , “Dn "D*n, piyo , D'HDn b'tt , alle diese erklärt der Talmud in eigenthümlicher Weise; dann werden noch eine große Anzahl Omina (EWU), Zauberzeichen (p^ü}, ferner werden erwähnt ]ni n&7 , nty , NJDVH ndd , nmN , pNifcpp DD^n , D^m ten (Nestetknüpsen), rnjiT u. a. m» Der Stoff dieser Abhandlung ist sehr ergiebig und bietet rn vielfacher Beziehung Neues. Beigegoben hat derVecf.'einen Erkurs über die biblischen Tera.fim. — 8) Von den Losmischen und magischen E i n f L ü ss e n a u f d e n M e n? ch e n und d e s s e n I u st ä n d e.

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