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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 23 · p. Seite 477-478

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 23
Date
1851-01-01
Page
Seite 477-478 (sequence 61)
Language
German
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Jbn Naghdila. 478 477 warum LaS Pcrfectum von Vi' nicht an heiße (2b), weist darauf hin, daß Spanien nicht das Vaterland des Bahir sein kann. — Daselbst lesen wir nämlich: j^JDl DM^N 'n 12”1 DTO! NH ,12'DNl MJIB'b |W ’Nül ha K’3'i d'deh b mni 11EH nn b noiN.i p lb Nip1 2 3 4 5 HD niN!1? Dl Nil i Der Erste, der lü1 in der Bedeutung „sammeln" nimmt, ist Isaak Israeli in seinem D’D.l untt” 1CND (f. Orient, 1850, S. 166 ss.), wo er über denselben Bibclvcrs bemerkt: HD 1L"1 ''BW 1D1N!P ID E" 1L "1 E'WSDJ .113 D'E’lSDn rpDNM 1DD .11 DipDD. Nach ihm machte Josef Kimchi diese Erklärung zu der scinigen. Siche den Pcntateuch-Commcntardes R. Jakob b. Tischer (HD, eä.Hanncver) z. St.: pdp'l 12") 'ivp f|Di' 'i pDp tt'iyw 'DU 121' 'b non), nnd David Kimchi's Wurzellvortcrbnch, Radix 12', wo er bemerkt: D'EhsDE'l w' pi rpiN.i riD,ON iofo hd’dn ('i didjj) 'du isp ^idn'i idd dv^n 'n 12"1 D’tsnöD. Auch Abravanel ist dieser Auffassung geneigt, ohne daß er deren Urheber nennt, wie dicS überhaupt bei ihm oft der Fall ist. — Der Bahir verräth also seine Jugend durch die Benutzung einer Erklärung, .die erst von: 10. bis 12. Jahrhundert verbreitet wurde. Ad. I e l l i»e k. Nachricht Über A b u'l-W a l i d M e rw an Ib n ©'« n <1 ch n n d it ber einige h eb r äi fch e gr am m atifche SchriftsteU l er des zehnten und elften Jahrhunderts. Nebst der Einleitung des Kitab el-Luma von Jbn danach, arabisch re. von S. WLunk. Aus dem Französischen in dem Journal Asiatique (Juli 1850) in's DeZitsche übersetzt von Jul. Fürst. (Fortsetzung von c. 410.) Nach Jbn Khükän war es dieser Zustand der Dinge, der die neue gegen Bädis von el-Mutadhid gerichtete Unternehmung veranlaßt und wobei er seinem Sohne el-Mutamid den Oberbefehl anvertrauete. Der König von Sevilla hielt den Augenblick für günstig, um sich der Staaten Bädis' zu bemächtigen, indem er vorgab, daß sie der Herrschaft der Ungläubigen übergeben sind; aber Bädis war auf seiner Hut und das Unternehmen scheiterte. Wenn man Jbn Khaldün glauben soll, so sei die Judenmetzelei zu Grenada durch die Verwegenheit des Wesir Jbn Naghdila, die bis zur Auflehnung gegen den König Bädis sich gesteigert haben soll, dessen Zweck wir jedoch nicht emsehen können, veranlaßt worden. Dies ist übrigens das einzige bedeutsame Ereigniß, welches Jbn Khaldün von der Negierung des Bädis zu erzählen weiß« Nachdem er von dem Tode des Chabüs gesprochen, fährt er in folgenden Ausdrücken fort1: „Und nach! ihm regierte sein Sohn Bädis (u^joL:), welcher mit Dzu'l-Nün (König von Toledo) und Jbn Abbäd (König von Sevilla) Krieg führte. Und Jsma'N Jbn Naghdila, der Dzimmi?, welcher sein Kattllb war und schon als solcher bei seinem Vater * gewesen, empörte sich gegen seinen Herrscher. Dieser züchtigte ihn und ließ ihn hmrichteu im Jahre 59 (des 5. Jahrh.'s) und mit ihm wurden eine Menge Juden umgebracht. Er starb im Lahre 67." Es ist gewiß eine Uebertreibung in dem was Jbn Khaldun sagt, daß Joses Ha-Nagid (denn diesen bezeichnet er doch mit dem Namen Jsma'll) die Absicht hatte, den Thron des Bädis umzustürzen. Es ergiebt sich aus einer alten Urkunde/ die uns von el-Makkari erhalten worden ist, daß die Hauptursache der traurigen Begebniß gegen die Juden nur der Neid der Berberhäuptlinge war, durch die Macht, welche die Juden im Reiche Grenada erlangt, aufgeregt und durch fanatische Ermahnungen eines moslemitischen Dichters genährt, welcher den König Bädis und die mächtigen Juden in denselben Bannfluch verwickelte, und man sieht daraus, daß die Behauptung Jbn Khaldän's nicht den geringsten Grund hatte. Hier ist die Stelle des el-Makkari „Und als Bädis, der Herrscher von Grenada, zum Wesir den Juden mit Namen J'.bn Naghdila pK) genommen hatte und seine Krankheit (d. h. seine Eigenschaft der Ungläubigkeit) sich gegen die Moslemen verbreitete, da machte Abu-Jschak el-Elbiri^, ein religiöser Dichter von Elvira und Grenada, seine berühmte Kazhida, sich auf nun reimend, bekannt, wo er unter anderen sagte, um die Zinhkga's gegen die Juden aufzureizen: „Wohlan sage allen ZinhLgVs, den Vollmonden der Zeit und den Löwen der Höhle, die Reden eines von Liebe und Mitgefühl vollen'Mannes, der da eine aufrichtige Ermahnung für die zeitlichen Geschäfte und für dir Religion giebt. Euer Meister hat einen Fehl begangen, durch welchen er den Laste- 1) Siehe suppl. arab. der Nationalbibliothek n. 742, 4. Thcil IV. so!. 73. — Ich lasse hier den arab. Text als entbehrlich weg. Uebers. 2) Jsma'il war wahrscheinlich der Name des Josef unter den Mcslcmcn., Was das Wort Dzimmi anlangt, so weiß man daß es die Juden und Christen bezeichnet, welche unter dem Schutze (&o<3/) einer moslemitischen Herrschaft leben. 3) Jbn Khaldün mengt hier Samuel Jbn Naghdila und seinen Sohn zu einer Person zusammen; Josef warnieKattäb des Chabüs. 4) Diese Stelle ist gezogen aus dem 7. Buche des Werkes el-Makkari's, die Hr. de Gayangos in seiner Übersetzung fast ganz unterdrückt hat. S. arab. HS. der Nationalbibliothek AF. n. 705 fol. 205. — Ich theile hier blos die Uebe'rsetzung der Stelle mit. Uebers. 5) Abu-Jschak Ibrahim ben Massud el-Elbiri wird von el-Makkari als berühmter Dichter dieser Zeit angeführt; unser Schriftsteller giebt mehrere andere Auszüge seiner Dichtungen, it>. sol. 159; 204; 200.

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