Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 475-476 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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475 Die Lehre vom göttlichen Willen. — Bahir. 478 pn , Jim) u. s. w., und nicht zwischen Attributen des Wesens ,'n^osy onNn) und des Thuns (JjuJI / nPiyDn n^n) unterschieden. Innerhalb dieser Partei gab es wieder verschiedene Abstufungen, wie die Ascharijü (ans dem Moreh bekannt), die M u sch abbiha ® (die Bekenner der Verähnlichung, XAAjkxJI) und die Karruniija, welche Letztere in einigen Zweigen in groben AnthropomorphisutuS (pjuw.ÄJf / n)vr^) verfielen. Worin sie aber alle — nach Schrihrcstäni — nbereinstimmen, ist die Behauptung, daß der Schöpfer allwissend (pJlfc , yir>) durch Wissen, allmächtig f i>ö') durch Macht, leben d ig / TJ) durch Leben, wollend , n^n) durch"Wollen sei, und daß alle diese Eigenschaften ewige, ohne Anfang in seinem Wesen (of<> / DS$) bestehende' seien. Die Sekte der Aschari.jä nun bildete sich im 11. Jahrhundert'' — dem Zeitalter Jbn - Nebirol's — heraus, und dem Stifter dieser Sekte al-Asck/ari hing auch der Vers, der ,,Königskrone^ und des ,,Mekor Chajirn", in Betreff der Annahme realer Attribute (s. S. Sachs, a. a. O.) an, im Uebrigen sich sehr der Mystik zuneigend6 7 8. 6) Schahrestani behauptet, ,,die Bekenner der Verähnlichung Gottes hätten diese Lehre von den Juden angenommen, welche behaupten es hätten Gott die Augen geschmerzt und es hätten ihn die Engel besucht, u. s. w.; und daß der Thron (NOD) unter ihm knarre, wie das Knarren eines neuen Sattels, und daß er von jeder Seite mit vier Fin.gern mehr ausgestattet sei." Dies kann nur aufdie Ausschmückungen der Ka ba l iste n (in nfen unb nD)p myty) sich beziehen. Die „Finger^ sind vielleicht eine Anspielung auf Jezira. I. 3: rnpSN n'ttfjj ~>DDO nnDD'nfcyy 'Dl t^ron 1.1JD t^-cn . Da Saadja und Dunasch den Temim (der Jezira - Eommentar den wir oben S. 5ff. in Dem Artikel ,,über das Studium des B. Jezira" Isaak Israeli u. Jakob b. Rissim zugeschrieben haben, gehört dem Du nasch hen Temim an, wie dies von Munk, .Journal as. Juli, 1850, S. 8 ff. nachgewiefen wurde) arabische Kommentare zu Jezira verfaßt haben, so konnte bei den Muhammedanern leicht dieser Jrrthum entstehen. 7) d e © a CV}, a. a. O. I, V. 8) Abgesehen davon, daß S. b. G. schon dm Namen rfDj? kennt (Landauer, Or. 1845, 196), so haben sich aus seinen theoiophischen Ansichten viele kabbalistische Elemente derausgebildet. Vergl. oben über die poetische und physikalische Mystik des Sohar; ferner seine Ansicht von einer feinen Materie, Anmerk. 3, die Ausdrücke: brvn dxyn im jcopn (Palquera, 55) nmn nanan mpDHD D'Dn njJDJD (das. 94), die psychologische Ansicht: T^pn obiyn *13331 Bl WS NwbstyiT Däj; l^Nl d^j/ssdn nnm wsin d nwib pn , und die mystische Erklärung des Eden in „Ginse Oxford" IV, Anmerk. 7 und Geiger, Moses b. Maimon, S. 46. Aus seinen DDNn hat sich die kabbalistische Ansicht entwickelt, daß die nwDD nicht , sondern r»JD^V sind. Die Mistattila — die schärfste Bezeichnung der Mutazila — täugneten die Realität der göttlichen Attribute, und konnten daher auch nicht Gott einen Willen, als Attribut seiner Essenz, zuschreiben. Zu diesen gehörte mit einigen Nuancen A bra h am b e rt David und Moses b c n Ma i m u n, Beide Gegner Salomo Jbn-Gebirol's (s. Gugenheimer und S. Sachs a. a. O.). Wie nun bei dm Drusen die Jrudeh — psn eine Art Hypostase wird, so bildet sich der |)$n (Nijn , Nmjn) in der Kabbala zu mehr Selbständigkeit heraus. Es ging hier wie mit dem ^9, der bald mehr bald weniger selbständig aufgefaßt wurde. Moses Eordovero sagt (Pardes, 170 c!) vom „Willen": psn smj nsnD M.n nnss nnrn vdm liirn ra'pnDn D-iND pn tnpj nn»DDn/W> 3iB pmi njD;rby ]una nisnra nrpDon p ia^dn nyu pro 1DD3 Jisn.1 np^ p!?l UDD- DDp^ . — Die Lehre und die Controverse über pr>n und sDi verbreitete sich auch unter karäische Gelehrte, worüber E z C h a si m von Ah r o n b e n Elisa, Kapitel 75, nachzulesen ist. Ad. Jellinek. Eine sprachliche Erklärung im Buche Bahir. Ein nicht unwichtiges Kriterium für die Jugend des Bahir — das älter als der Sohar von demselben benutzt wird — ist die Erklärung der Radix nsr*) die sich S. 12 a 6(1. Amsterdam findet. — Uebcrhaupt find sprachliche Untersuchungen ein Charakteristicum des Bahir. Vrgl. z. B. die Bemerkungen über inn, ins, T13, trp, 1L' , fTO, S. 2 a b. c. Die Frage, Recanati, der sich für die ausspricht, schließt sich jenen Theosophen an, die keine reale Attribute -annehmen 5 Moses b. Nachman, (s. S. Sachs, a. a. O.), der entgegengesetzter Ansicht ist, gehört zu den Realisten. 9) Der Streit der Kabbalisten, ob das rpo mit dem irD identisch sei, oder nicht (siehe Moses Cordooero, Pardes iron NID DNn DvV 1Z-L7), Hot seine Kehrseite in den verschiedenen' Ansichten über das Verhältniß des bDW zu Gott. ’) Das Sefer Jezira bildet wie R. Joch an an (s. Bereschit Rabba, Cap. 8 Anfang, über Dipl *linN) das Perfect von : nst. Saadja bemerkt' dazu in seinem handschriftlichen Jezira-Commentar: -mN noni YrnriTOnti/ d nr pon d nsn uni TOND HD ^LTO Dm Dl^D NIpDD D^ND dbwb p^idh p^nrai DnoiN njj5ro3), dd6h nnnm pncn nnn pNn 3Erna pu 'uhm D/pD3i , L7V nnn) , in nm nnn noK d^d^ddh •iND nznm nn nüidi , ^n Die erwähnten sind eine Anspielung auf Elasar Kalir. Dieser Dichter hatte also dieselbe grammatische Anschauung wie der Midrasch und das Buch Jezira.