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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 23 · p. Seite 473-474

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 23
Date
1851-01-01
Page
Seite 473-474 (sequence 57)
Language
German
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473 Die Lehre vom Chefez und Razün. 474 m e i ß l i ch - r o t h - r ö t h l I ch - w c i ß c»> die zchntc dcm nlle Farben spiclenbcn Lichte. (Antwort 9.) Schotion 4. Die Gradation der Scfirot ist: n^i/D m / \ rUD ricon I I nno—mNDn—non . p~a . Diese speenlativc Kabbala versucht nun R. Asricl auch als in der Bibel enthalte», nachzuweiscn. Ad. Jcllinck. Ursprung und Verbreitung der Lehre vom ym und pin Um den Leser mit der Bedeutung dieser in der Geschichte der muhammcdanischen und jüdischen* Theosophie, sowie in der Kabbala eine wichtige Rolle spielenden Lehre vertraut zu machen, leiten wir unsere Untersuchung mit einer mohammedanischen und einer jüdischen Definition ein. Wir lesen im Kitüb cl-Taanfät eä. Flügel, S. 230-31: _ äJJ! SpLx. HotpUf jvä! , d. h« ,/das Wollen (Meschieh) Gottes bezeichnet die Manifestation des göttiicheu Wesens und das voranögehende Streben, das Nichtseiende zu schaffen oder das Seiende aufznheben; sein Wille (Jrndch) aber bezeichnet die göttliche Manifestation, um das Nichtseiende zu schaffen» Das Wollen (Meschieh) hat demnach von seinem Gesichtspunkte ans eine umfassendere Bedeutung als der Wille (Jrlldeh)." — Salomo Jbn Mebirol (bei Palqnera, More Ha-More, S. 93 dcfinirt in ähnlicher Weise: \t Nnan >Dini jrjDro bjn&rr ain pDnn p^wn -»pano mian rmn -id&s 1) 2Cuf das Vorhandensein dieser Lehre in der jüdischen Lheosophie im Allgemeinen machte zuerst S. Sachs in ha- Techija, S. 4 ff. aufmerksam, der auch die Stellen von S. Ibn - G'ebirol sammelte. 2) Chefez entspricht dem arabischenIrrweh undRazOn dem arab. Meschieh. Palquera bemerkt schon a. a. O. -ipnon ’Dbn n^pon hdd3 nbdj fi m*n y.wjpi DWDlpn . In der jüdischen Lheosophie habe ich aber keine so strenge Scheidung zwischen und psn gefunden. ferner ib. 50: byis ’p^tf TO panm DrwrlTWipr. In dem oben erlitten Verse aus seiner ,,Königskrone" sagt er ebenfalls: nbim pfiDDriDi 'di 3jdin) bym Mv ■ Abraham Jbu-Esra besinnt in seinem (Kerem Chemed VI, 8): 4 5Nn:ü dp ■nmn D psnrn - Inh üwd pDn uhx* d^h iPjy DD, Dem entspricht die Ansicht der Sekte KarrümijZ. und der Drusen. Von den Erstem* heißt es bei Schährestüui eck. Cllreton I, 81: Jj-ftJt SpLjjfc Jy» Solpllj / „ und nach dem Ausspruch der Meisten von ihnen ist das Schaffen (Gottes) ein Ausdruck für das Wort und den Willen;" die Letztem behaupten (de Sacy Religion desDnizes, II, 21) daß der zweite der drei göttlichen Minister heißt: der Wille oder das Wort^. — Was nM? den Ursprung dieser Lehre betrifft, so muß sie auf jene zwei Hauptparteien in der mnhammedanischen und jüdischen Theosophie zurückgeführt werden, welche Szifätijä und Müa'ttila hießen (hebräisch: Dnxna M'Dnd unb mWwn wnd). Die Sziflltijä. glaubten an reale, ewige Attribute in Gott, und Schahr.estüni (I, 64 des arab. Textes, S» 95 ff. der deutschen Übersetzung von Haarbrück er) sagt von ihnen: ,,Wisse, daß die große Anzahl der Wekenner der alten Lehre für Gott ewige Attribute annehmen: W issen , njH')# Ma ch t; vh)y), Leben (8^^? , D'Tl), Willen P 3) Der Ausdruck piN hat hier einen prägnanten Sinn. Bergt. Bereschit Rabba, Anfang, Fürst, hebr.-chald. Wörterbuch über das AT (erl. 1851) s. v. , Abraham -b. David E m u n a h R a m a h (bei G u g en h e i m er, S. 40): 8Nnt£/ pD inJDtN“minn^nn pv' ]Din bi® idd hwki PaIqueraa. a. O. das Citat von Galenus. Es hangt der Ausdruck bei Salomo Jbn-Gebirol mit dessen?tnsicht zusammen, daß Gott eine seine erste M ater ie geschaffen habe, aus der alle, selbst die geistigen Wesen entstanden Md. Siehe Gugenheimer, S. 20, Anmerkung. 4) Die mystische Ansicht der Muhammedaner, daß der Korün un geschaffen ist, ist eine aus dem Midrasch entlehnte Meinung. Vecgl. Bereschit Rabba, 1. Capitel: cnp-i 'j)p 'n "idn3© 'di rmnn nb)pn n'n^P ionp Dn n'a'NI . Auch R. 'Asriel in feinem rv.TDD '' ''■$ — die von Jehuda Chajjat in n“?)rT’nrüD und von Moses Cordov ero in Pardes "IJ/LI/, 1 Kapital, benutzt worden — acceptirt diese Ansicht. Die Jdentisicirnng der fiEDri und nn?n , oder der aoyici unb des vofzog, findet stck) übrigens schon bei Sir ach 24, 22. 5) Die Ordnung der göttlichen Minister ist nicht, wie de Sacy, a. a. O. Anmerk. 4 behauptet, sondern die Reihenfolge ist: 1) le Decket, le Puissaiit, le Pouvuir 2) la-Vi)luiUc, le Vo.uloir, La Parole 5 3) la Gloire, l’Autoiite, La Gran-- deur. Es sind immer drei Synonyma für einen Minister.

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