Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 467-468 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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467 Moses b. Nachman's Kommentar zum Hl. u. der Sohar. 468 eck. Basel, 5 a (über Gebet), 6a (über Opfer), 7 a (über Liebe und Ehe), 10a (über Zlzit), 13a (über Priester), 131) (über männliche und weibliche Geburt)^, 22 a (über Rosch Ha-Schana), und Coinmentar zum HL. 8b, 10a u. b, 12a, 13a tu b, und viele andere Stellen. Auch was Recanati in seinem Pentateuch- Commentnr, 5ck im Ramen des R. Asriel anführt, findet sich in dem Commentar zum HL. in der dritten Einleitung gegen das Ende. EineColumne vorher und S. 6e schreibt Recanati die zweite und dritte Einleitung unseres Commentars aus, ohne den Verfasser zu nennen. Zunz (Vorrede zu Rebenstem's Bearbeitung des HL.) bemerkt, daß der handschriftliche Commentar Moses ben Nachmals bei de Nossi (CocL 1072) verschieden von dem in Altona gedruckten ist. Rapaport besitzt einen handschriftlichen Commentar von R. Esra, der mit dem in Altona unter dem Namen Moses ben Nachman's gedruckten übereinstimmt (nach einer mündlichen Mittheilung desselben). Wir gelangten demnach zu den Resultaten 1) daß der in Altona gedruckte Commentar nicht von Moses ben Nachman^, sondern von R. Esra, dessen Lehrer, herrührt; und 2) daß N. Esra und R. Asriel —wie Landauer behauptete — identisch sind Und doch ist es möglich, daß Abschreiber die Namen Esra und Asriel oft verwechselt haben, die noch immer zwei Personen sein können. .Wie dem aber auch sei, der in Altona gedruckte Commentar ist für die Geschichte des Sohar sehr wichtig, da die Sammler und Bearbeiter des Sohar den erwähnten Commentar stark benutzten Wir klassificiren hier die Art der Benutzrmg desselben: I. Das Hohelied (jcutct der Sohar in demselben Sinne zu mystischen Zwecken aus, wie der Vers, unseres Commentars. Ja, viele aramäisch gefärbte Ausdrucke des Sohar (Nnwn'8y=: n^rinn, nöod — um , M-pn'— ybü , NDTODn^ nWDnn) ftiib in diesem Commen- 3) Eine ähnliche Lehre über männliche und weibliche Geburten findet sich in Moses b. Nachman's Iezira-Comm. Ill, 5. 4) Daß der Commentar nicht von Moses ben Nachm an ist, geht schon daraus hervor, daß es in der Einleitung heißt: p by n:npi yb rupm H.U1? dwi n’D o n-i-iDD YdO "i n N vr@b VlOlp . Das kann der Verf. eines Commentars zum Pentateuch und zu Hiob unmöglich sagen! Schwierig bleibt aber immer die Stelle 5 a: DiT^yD ID tfDmn '\D2 ’ntsnsiy no ’di cnbw it? bsj , wenn wir sie mit Nachmani's Commentar zu Num. 14, 9 vergleichen, wo diese Erklärung sich mit der Bemerkung.befindet: nnriN niDipDn nr Tram -üjv .. 5) S tein schnei d e c's Conjectur (Serapeum 18L1, Nr. 4), daß Asriel em angenommener Name Abraham Abulafia's sei, erledigt sich auch dadurch. 6) Komisch ist es daher, wenn Recanati, 6b, von R. Asriel bemerkt: 'ds e>dD p ’3 DD illit’lJ mn, ^n«tn , da die gan-ze Schrift des R.Asrie! oder Esra von den Bearbeitern des Sohar benutzt wurde! tar des HL. nicht selten. Die Benutzung des HL. zieht sich durch den ganzen Sohar, und überall treffen wir die Ansichten unseres Commentars. Wir heben hier zur Vergleichung hervor, daß der Vers, in der zweiten Einleitung bemerkt, daß die Ausdrücke des HL. jD ]^ltt jwn^n ^yo , \mh nna , 'na , , ferner die Worte d ijüwi , ntran runy u. s. w. ein Bild der NwN7 sind, sowie die Stellen, woNM,O^1L7 und verkommen, auf die Hinweisen, was auch die Terminologie des Sohar bildet. II. Die symbolische Deutung der Stifts Hütte, 31) ff. stimmt mit der des Sohar überein, der sie weiter ausführt. III. Die eingeschaltete Abhandlung über die rnn maD ist das Vorbild jenes TheileS des NJDVID r^yi , welcher unter der Formel JOips die Gebote auszählt. An vielen Stellen des Sohar (z. B. I, 111) ff.) findet oft eine wörtliche Entlehnung statt. Besonders wird vom Vers, des Commentars und vom Sohar der Gesichtspunkt festgehalten, daß der Eintheilungsgrund aller Gebote und Verbote ’iDT und , nNT und nanNf ist. S. auch Mos. b. N. zu Ex. 20, 8. Ja, es ist uns sogar sehr wahrscheinlich, daß Necanati's niSJDH ^Dyto9 bei der Ausarbeitung der verschiedenen im r^y") benutzt wurden, da Recauati gewiß nicht bles auf R. Asriel, sondern auch auf den Thcil im Sohar Rücksicht genommen haben würde, wenn jener ihm Vorgelegen hätte. VI. Die Terminologie und die cigenthnmlichen Wendungen des Sohar in aramäischer Sprache sind den hebräischen des Commentars uachgcbitdct. Z. B. 1) pmnnb jnnm ^Dnn bm p^yn iwn ntyo n^ynnbi ,1a. - 2) iL W? yswnpm ptmm iran -n*vn yvV , das. 3) ryxz nnn idd romo nnipin, 2b. 1) Frappant ist die Bemerkung, daß nft^nn “1DDD □ ipjj jnn nin tybtyrn , wbun 'm! Das Trinitatsprincip des Sohar Halle hier also auch eine Parallele. 8) Ueber D12N und D^NIL' bemerkt er folgendes, das für die Erklärung des Sobar höchst wichtig ist: N1ON.1 NNN bm wvin ’d u^np -pn-my n’H'’“ie/n ntypn n vS'iod pb onn pn’ ntsiön PP . Ferner: fopjr, npsn NID p )JPp Cip'p'p . nnsp wwby n b^Dni , n’bv .1 VW b m ''i'^ R. Asrsel in seinem NN'OO ^ü^y geht auch auf die Symbolik d«cr Farben ein. Der Ausdruck ubp weist daranf hin, daß diese 2lnsichten schon früher im Umlauf waren. 9) Die Art und Weise, wie Kabbalisten Schriften Anderer benutzen, ist einer Untersuchung würdig. So schreibt Recanati Iben R. Asriel fast ganz ab. Und doch ist er kein Plagiator, wenn wir bedenken, daß zu einer Zeit, wo noch keine Typographie war, der Autor zu seiner und des Lesers Bequemlichkeit viele Exerpte machte, weil die Schriftwerke nicht so zahlreich vorhanden waren.