Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 453-454 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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453 Die Midrasch-Literatur.' . 454 Der Herausgeber hat ein hf. Exemplar desselben aus Mekiires im Marokkanischen mitgebracht, ein anderes fand er auf der Pariser Bibliothek und bet, Hrn. Mo fe Büding er in Metz fand er die in 4. gedruckte Ausgabe, aus welchen dreien er vorgeblich diesen Abdruck besorgte. Aber das ist nicht ganz wahr; denn die Ausgabe ist in jeder Beziehung nicht correct und schlecht und wie von einem Ignoranten, aber man muß doch noch zufrieden sein, daß es gedruckt wurde. Dieser kleine Midrasch war bereits in einer alten Sammlung als die 16. Nummer ausgenommen, herausgegeben von Chaj. Cesarini (£>. Sal.) Kstpl.: 1519, 4, bei Astrok de Toulon, und wie cs scheint hat noch eine andere Ausgabe cxistirt. EineUebersetzung in jüdisch-deutschen Versen, wo jede Strophe 6 gereimte Verse hat, ist erschienen : Prag, 8. a. 4 (Bl. 6). Dennoch hat man ihn nicht zu sehen bekommen und die Ausgabe war sehr erwünscht, nur schade, daß sie mit großer Ignoranz gemacht ist. In der erwähnten Anzeige des epeou M33 habe ich bereits angemerkt: Der Midrasch verbreitet sich über das Lied am Meer (D>n rrw), die .zwei Einleitungsverse bis rpy Ex. 14, 30—31) mitgerechnet, wie auch sonst diese zu dem Liede gezogen werden. Diese Verse von Ex. 14, 30—15 18, zusammen 2 0 Verse, bilden die Themen zu demselben und da eben der erste mit yEW beginnt, so hat davon der Midrasch den Namen, der übrigens richtiger dv; n“W L-33Q heißen müßte. Einmal geht der Midrasch auf Ex. 14, 15 -,^-s ^N3tcn M3 zurück, was nur als Ausnahme zu betrachten ist. Der ganze kleine Midrasch besteht also aus 20 kleinen Kapiteln zu den 20 Versen. Daß der Inhalt sich nicht blos auf das Lied am Meere bezieht, sondern in andere alte Sagengebiete hinüberstrcift, versteht sich von selbst, nur ist das Charakteristische durchgehends das Eschatologische. In Kap. 1 wird Israel mit einer verfolgten Taube verglichen, die in ihrem Schlage anstatt Schutz eine Schlange findet. Trauer Israels und Mosis. Gott erinnert sich der Glaubensstärke Abraham's und dabei werden die Sagen über die unausgeführte Opferung Jsaak's erzählt, die wörtlich Ialkut Schinlloni aus Midrasch und Pirke de-Rabbi Eliefer anführt. Bei einer Vergleichung der hier mitgetheitten Sagen stellt sich heraus, daß der Inhalt entweder aus Mechilra, Rabbot, Pirke de - Rabbi Elieser, "pNfi D^D^n M33 , u, s. w. geschöpft oder aus derselben Quelle geflossen, woraus jene geholt und weder die Sagen überhaupt noch die hier zuerst ausführliche Armilus-Sage weisen auf eine sehr späte Zeit, sondern der hier erscheinende Pragmatismus und der fließende Styl des Neuhebraismus. In keinem Falle aber dürfen wir ihn fo tief herabrücken, wie man bis jetzt gethan. Leon. 13) Gedichte über den More und einige andere. Leider ist diese Sammlung, bei welcher Munk sich viele Mühe gegeben, in die Hände eines wuchernden und herumwaudernden Colporteurs gerathen, wie der sogenannte Aschkenasi, und er hat die ganze Auflage nach Afrika hinübergenommen. Es wäre übrigens sehr zu wünschen, daß auch dieser kleine Midrasch, ebenso n)V> ^33(3 , recht bald einen in der Midrasch- Literatur belesenen Bearbeiter finden möge. 15) PO trm , das ist nw-D na/j/on Nirnn « Der originale Text mit einem Doppeleommentar?pO30 unb 3.31.3 11(13 , bearbeitet von Cbaj. Jak. Slnzki (b. Ich. Löw) ans Wilna. Wilna, 1836, 4. Unter dem Namen 'Vitt hat derselbe Verfasser 7 Werke geschrieben, unter denen die Commentare über P13 den t]jy bilden. lieber den Inhalt dieses Midrasch habe ich bereits oben <\ 339 — 41 ausführlich gesprochen und da Ausgaben des Textes häufiger als sonst gemacht wurden, so bleibt mir nur hier ein Wort über diesen Commentar zu sprechen. Im D033N ION von Abr. Asulai, wo er d/do Barajta de-Maaße Bereschet heißt, werden große Stücke dieses Midrasch ausgezogen und der Commentator meint, daß irgend einer der Amoräer dieseBarajta's gesammelt, die ursprünglich von den MN3Q123 ‘GD herrühren, welche in m:\N33 DWyD ausgezeichnet waren. Der Verfasser führt seine Handschrift» lichen Arbeiten: 1) 0N^330 nrVDN über Midrasch Rabbot; 2) PP33 NOM zu Midrasch Jona; Z) mnriJ 3N3 über Midrasch Tanchuma; 4) OM31.3 0LN3p ein größeres Werk über den Talmud in 18 Kapiteln, die besondere Namen haben, als: a) Dy .3 ’HDN über alle MDK in Talmud und Midrasch; b) .3)2133 »333 über alle NmiinD übüj c) 333 über die wb ^3; d) ’NJD'D 3.3 über alle DW'v im Talmud; 6) DW Dl 0^3.3 über alle yaya N.3 M3H3 NM rm Talmud; f) über alle ^ni plQ > g) ODNpD p3^nn j b) mtyy wbw OlID über die 3D"Po , die 28mal im Talmud Vorkommen; i) miDnn H3DD über die Buchstaben - Verwechselungen, Älfabetisch geordnet; k) 3HD3 L^N3D über alle ni30 WN3 und man 'DO; 1) Dpn über die talm. Sätze nach f£n und 310; m) übwri 013M1 über alle NTPN33 NI31 N^N33 N.3 > ll) F)3 INO^ 013.33; 0) 3^00)130 über **n3DDN 5 p) 3(71D^ 33?y über alle 33DD1 npt£ Ql 'üüh; q) D10D .33 über alle Stetten '3'v N^>1 .3^ 313N üb) pWN) r) 303.3 ptfOB über alle welche Raschi in Bibel und Talmud anführt, aus verschiedenen Werken zusammengelesen; 3) 3W31 über alle Stellen,, wo rb p3DI3 NlO) rb 3331)3 NID u. s. w. Gewiß wäre es dem gelehrten Publicum angenehm, dieses Werk bald zu erhalten, aber ebenso lieb wenn er sein &H33' rtfyi mit dem Commentar ^033 0301 und 01>^k3 'O l^33Q mit dem Comm. gvjie3 D33D bald erscheinen lassen möchte. 16) 3pyi 3D3 JNDpy Eine bis jetzt nur hMdschriftlichvorhanden gewesene 2lgada, Hgg. von Dr. Elss Carmoly. Brüssel, 1842, 12. Am Eade einer HS. beö.MlDy 'd"auf Pergament, im Besitze des Hrn. C., befindet sich na6) dem Vorworte C.'s diese höchst seltsame rrMN und de Sacy, nach scilaem eigenen Berichte, hat sie auch in einer Pariser HS. der Nat.-Bibt. cod. hebr. n. 5285 unter 14 Piecen, die sich darin be- 29*