Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 447-448 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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447 Bereicherungen der Talmud- und Midraschliteratur. Commentare. 448 Kurze UebersichLen. Bereicherungen der Talmud- und Midraschliteratur. 1) rirabirm' nuap ninsDD jots» u. s. w., d. h. die sieben kleinen jernsalmisch-ialmudischen Traktate, nach einer Handschrift der Bibliothek des Dr. Eljakim Carmolh; .zum ersten Male in aller Vollständigkeit - herausgegeben und mit einem sachlichen und kritischell Commentar versehen vor: Rafael b e n Simon Kirchheim. (Hebräisch.) Frkf. a. M. 1851. 8. S. 44 (enggedruckt). Bei Js. Kaufmann; in Leipzig bei C. L. Fritzsche. Preis: 15 Ngr. iin (Fortsetzung.) Eine andere Frage ist es, ob in dieser Emtheilung in nobn der Grund zur Benennung liegt, und wie es sich mit dieser Benennung überhaupt verhält, vorzüglich da Herr K. gleich auf den Mel diese Bezeichnung gesetzt. Der Verfasser des fy zu Maimuni Hilchot Issure Biah e. 13 ist der einzige, welcher einen jerusalemischen nennt, sonst kommt, so viel ich weiß, dieser Name nicht vor und Hr. K. sagt uns auch nicht, ob seine HS. diese Benennung hatte. Nun ist aber die einzige Stelle inMigdaflOs durchaus nicht entscheidend, da der Verfasser nur dadurch dazu veranlaßt wurde, weil die Stelle (Gerim e. 4): ■pDN NbN in« pb^pa p« b"imn'a iniN pbspa ax-ij dem babyl. Talmud (Iebam. 16) entgegen ist und zwar zu Gunsten Palästinas, was aber in der That weiter nichts beweist, als daß man diese Halacha schon decisirte, im babylonischen Talmud man noch darüber zweifelte. Ebenso läßt sich annehmen, daß der Vers, des Migdal Ds auch sonst keinen weitern Grund hatte, dv1J) als jerusalemisch anzunehmen. Fehlen aber schon alle äußere Anhaltepunkte, um die jerusalemische Abkunft dieser Traktate zu bestimmen, so spricht der Inhalt auch nicht dafür. Denn anstatt mit dem Ieruschalmi übereinzustimmen, finden wir den Inhalt gerade zuweilen diesem widersprechend, z. B. Gerim e. 1 niDJJD nbuü ptt; e. 3 pbn N1? DltyD! ib- DNÖ n)'HN W ri.s. w. sehr häufig, und nur das Eine laßt sich mit Bestimmtheit entnehmen, daß bei einer genauen Prüfung der Sammler sich als selbstständig herausstellt, der bald nur dem babylonischen, bald nur dem jerusalemischen, bald nur der Tosista, bald der Michilta und Sifre folgt, ohne daß sich daraus das Vaterland bestimmmen läßt, und das Meiste ist sogar tatsächlich aus dem babylonischen Talmud genommen, weil dies die reichste Quelle war. Da nur alte Halacha's, wie sie als Mischna's oder Barajta's circulirten, ausgenommen wurden, so ist es natürlich, daß die Sprache aller kleinen Traktate ohne Ausnahme zum großen Theile die der Mischna war, und nur mischnaische Autoritäten angeführt werden konnten. Man kann auch nicht einmal sagen, daß hier weniger Agada's eingeflochten sind. Das ganze vierte Kapitel von bestehet aus Agada's. Kurz, es unterscheiden sich diese hier gebotenen Traktate von den längst gedruEten weder historisch noch thatsächlich und keiner der Autoritäten wußte etwas von einer Unterscheidung; für die jerusalemische Abfassung giebt es weder äußere noch innere stichhaltige Beweise,, und wenn je darüber etwas bestimmt wird, so kann dies nur nach allgemeiner Analogie geschehen.- Es war übrigens eine unangebrachte Gewissenhaftigkeit, die Halacha's nicht zu nummeriren, und sogar ein Fehler, es da zu unterl affen, wo.es bereits früher geschehen und zufällig in vorliegender HS. nicht war. Ferner können unter den hier gegebenen nur drei, ntttD , und als neu angesehen, werden, da alle übrigen schon früher gedruckt oder wie rnin "DO in DnDlD enthalten war, wo ursprünglich auch diese drei sich befunden haben mögen. Jedenfalls aber sind wir Herrn K. vielen.Dank für die. Mittheilung [unb Commentlrung schuldig und wir. wünschen, daß der. ausführliche Commentar.E.'s, namentlich seine über Zeit und Ort der Abfassung handelnde, recht bald erscheinen möge. 2) rrw Brno , angeblich von Rab, dem Genossen des Amorä Samuel, ans 83 Kapiteln be- > stehend, nach Lonsano überdmckt und mit kurzen Erläuterungen versehen. Angefügt sind noch: 1) mion rDDO , angeblich von R. Jsmael und R. Miba, in 3 Kapiteln; 2) Dn.1 rPDD von den kleinen Traktaten, nach dem Abdrucke von Asulai, mit Varianten zum 4. Kap.; 3) rDDD mach der Kopie des Elijja de VidaS, in 4 Kapiteln; 4) "Dpn L3DH riDDD , ebenfalls nach Kopie des de Vidas, als Thcil des ">^2 fl pNL' rH ECn'lD , ans 5 Kapiteln bestehend; 5) ')b fl '"H ND^ , auch sonst als nwyo oder HT1N angeführt, nach erhaltenen Fragmenten; 6) flnpDH ro bw D-OD , 12 Mischna's, nach der Mittheilimg aus einer HS. vom Verfasser des -j!?ön pDy; 7) DDDül NfvnD 8) Einiges aus mma . Mit einer kurzen Einleitung herausgegeben von Abraham ben Elijja Wilna. Wilna, 1802, 8; Überdruck!: Zolkiew, 1804, 8. Ueber die abgedruckten Gegenstände findet man das Nothigste bereits in meinem Aufsatze r ,,die ersten drei Jahrhunderte nach Abschluß des Talmud" und zu einer kritischen Nachlese ist hier nicht der Ortz aber Einiges, was der Herausgeber im kurzen Vorwort zusammenstellt, wird vielleicht der Leser, der die Ausgabe nicht bekommt, gern hier mitgctheilt sehen. Das bekannte kabbalistische ß^pnn ~iSD , zugeschrieben dem Simon b. Jochai, zählt achtzigAgada-Werke neben sechzig talmudischen Traktaten. Die Stelle lautet (p. 143): pb«n. mba by "jbn mn , banaa y I^N"! D’JiDE'i ntodd pnty pjm noba nan d w by , ppbo nmiNn nsD p’jan um D’twbQ , ohne daß jedoch diese 80 speciell aufgezählt werden. Dieselbe Stelle wiederholt Elieser aus Worms in seinem np“V1 fl. zu den 5 Megillot, wo es heißt: ■□yiats'i, ninaoa dot >bN noban nan n'm nrnmn ib'N “iDDa pwv mabyi nitcrnö ibND’twbD nnma nsvyani d^nid na'yan; jedoch in den Wkunün 1. c. wird unter -qdd pN niaby verstanden n'b“ rmbn ibN ND2MN jib n'bn nbm pny» paa iv'Ni ]D!y)n? naoa pn"b.