Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1851-01-01 · Heft 23 · p. Seite 429-430

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 23
Date
1851-01-01
Page
Seite 429-430 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2360092-2360688-2360692--7482-3536466
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

429 430 Die Beziehung des Namens. Sohar. sich Theile dcr Jdrn Nabba und ©utto2, sowie ein« -eine Stücke ans Lcm Commcutar zuBercschit an. Dieser Bericht wirst auch auf de» Anfang tcö isTiljmi tODD, mtf die Worte ^'pVl nisd nämlich, ein Helles Licht. N^pflöa b'pty bedeutet (siche Sohar I, 33d: Vipl Ml NI lvipn bpw *I01N min’ "i) „eiugegebcn durch ciucu göttliche» Geist". Und dcr ',1 rin sollte ja auf tan unwisftutcii Jüngling ruhen! — 2. ni’n ba by inte VII'O t> aina^ ^nnn nyi \-ity tms Ninn iddi p i"2 bttr in« rfry by\ na’n? D’pis D'Wn jrai 'p nbm dj du bin NN' , d. l). der Weg zur Fortsetzung der Pscudographie sollte offen gehalten werden, das Werk war aber damals noch nicht weit gediehen. Man faßte auch die ersten Anfänge in sehr dunkler Sprache ab, damit eine nähere Erläuterung nothwendig sei. Für 'id D'VDN möchte ich n 67?2 n D'pio lesen; dann hätten wir eine deutliche Anspielung auf das aus fünf Kapiteln bestehende NNlpULI nidd. — 3. oep namon isd 'n ’Dn 'di rw ab ibi dm bi dni , doidn owsi ll'hn.1 diso onb «na mn fr ujitd insji d’dPj?2 D^raa nrrnj/n ^ndi1? .odipQ yam xb ,ii rrconn ’idd Pin 'ei du Dies ist ein deutlicher Beweis, daß in dem erste» Stadium des Sohar Moses als Hauptperson stgnrirte und auf die Stelle in Daniel 12, 3 Bezug genommen wurde. — 4. hdnVd?t ’d du 11",1 '121 oaanaa ’n’Nity sbifr) lyottu nbn i'ii'Dno onai idim d’D"ID rpm hdn^dq im^> p'Dyn1?;ntst bi ninee iicbai d'pijid btt! D N1?! T ,1 1N132 1W N D’lt D'2'2J)3 DIN '23 112' ID '3 Dnjni> plvb D’p’DJJD 111 . d. l). die Probe des spater genannten Sohar, welche S. b. A. gesehen, war — wie daS beim MDp'221 NivD wirklich dcr Fall ist — in einer räthfelhafte», geheimnißvolleu und unverständlichen Weife geschrieben. Ob mriN auf die aramäische Sprache oder auf die sonderbare Art der Darstellung sich beziehe, läßt sich nicht mit Gewißheit bestimme». — R. Salomo beu Adrat ivollte weder den jungen Propheten noch das Vom Engel geoffenbarte Werk aucrkeuneu und zwar aus folgenden Gründen: a.) PNV Dv.1'1 'D3N bfr UTIDI U^> nDD 122V UDD . 112.11 1’tvy D3ri by n6n ,111V.1,1122,1 b) b.1 frier 1111 ItS’DNl '131 ~pb 'IN1111,1 PNV llpl! 'INI ,1t 121111 'INI ,1'1 Nd D'I'DNI 1'1'Äni 2) Jedem unbefangenen Leser muß es einlcuchten, daß der ’ifnfang und der Schluß dieser 1mben Schriften, wo Simon ben Jochai introducirt wird, erst später angebracht wurde, indem die Jdra Nabba und Sittta sich als Fortsetzung des NHtyvjsn tOD;3, in welchem.von Simon bm Jochai keine Spur vorhanden ist, herausstellt, sobald man nur den später angebrachten Anfang und Schluß wcgläßr. e) usnN nmipn pND) qwdj.i pn <b^N o mpi -]Nba nn »Tn: Nbi j;d^j Nb nanw p-r nnw . Din nwb nD nDDn bs n^idd bai nso tl) *>Drn '2v übnpitf ntapn p "pn ni bur mjn . pNb npii3?tw nann |w ns^n Diese Ein würfe zerstörten den zuerst gefaßten Plan, der Engel und sein Client mußten aufgcgebcn werden und man mußte auf andere Mittel sinnen, das begonnene Werk sortzusetzen. Man kam daher auf den Gedanken, anstatt des Propheten, den R. Simon ben Jochai, der als Wunderthäter bekannt war, siguriren und es in Palästina entsteherr ' zu lasftll. Auch gab man im Sohar die Ursachen an, warum gerade in unserer Zeit (vergl. den Einwurf k) das große geheimnißvolle Buch entdeckt worden sei. Zufolge dieses neuen Plaues mußten in dem schon vorhandenen Material Stellen angebracht werden, die von Simon b. Jochai handeln, wie dies bei den beiden Jdra's der-Fall ist, und so geschah cs, daß die Erzählungen von S.b. I. gar nicht in clnem innern Connex zu ldem klebrigen stehen. Ein kleines Residuum des früheren Planes blieb in den Stellen des Sohar, wo es heißt Npw w nnD oder nnD jom 'N.n , Da aber Salomo Jbn Adrat nicht so leicht zu täuschen war, Spanien sich nicht als ergiebiger Boden für die Pseudographic erwiesen hatte, und der erste Versuch in dem Vaterland« des Sohar mißglückt war: so wandte man sich, nachdem das erste Material umgearbeitet und das Werk ,, So har" genannt wurde, an andere ferne Länder, nach dem tälmudischcu Sprüchworte: n^mn inny p-HT np&^b, und daher rührt es, daß im 14. Jahrhundert dcr Sohar mehr in andern Ländern als in Spanien zur Erscheinung kommt? — Dies ist die Geschichte von den ersten Schicksalen eines Buches, das zuerst nCDtin mNbO hieß und vom göttlichen Geiste geschrieben, das später als das Werk Simon b. Jochaüs unter dem Namen nmi fingirt wurde, und das am Ende doch eine große Zahl Leichtgläubiger fand, die au dessen hohes Alter glaubten. , Ad. Jellinek. Die Beziehung des Namens „Sohar" auf Dan. 12, 3. Der Schar (I, 15a, eigentlich der Anfang des Werkes) führt seine Benennung auf Daniel 12, 3: Tinnro Tmn ipnsfDi inpnn nnin ithp *1^1 Dbiyb zurück. Da es min auf der folgenden Seite heißt: bn btt bw n^N MwnD Nn nidd , so folgert Laudauer (Or. a. a. O. 526) daraus, daß nur Abraham Abuläsia dies geschrieben haben konnte, weil derselbe in seinen Schriften zu diesem Verse bemerkt:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.