Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 427-428 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2360092-2360688-2360692--7481-3536465- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
427 Die erste Abfassung des Sohar. 428 nicht unwichtig sein, itc Geschichte des Textes soweit als möglich zu verfolgen. — Das Sefer Jezira kann, vermöge seines Alters und des Kreises, aus welchem es hervorgegangen, nur ein kurzer Abriß gewesen sein, der erst un mündlichen Unterricht Farbe und Gestalt erhielt. Es waren gleichsam die Hauptlinien als D'pi0 Wl3 4 5 vorgezeichnet. Als aber die ursprüngliche Jezira-Lehre, die in einem Connex mit dem Gnosticismus steht, in Verfall gerieth, wurde auch der Text theils corrumpirt, theils durch Zusätze vermehrt. So fürchtet schon Saadja (in der oben angeführten Stelle aus seinem Commcntar), es könnten falsche Lescarten entstehen, und Jakob b. Nissim behauptet es geradezu an zwei Stellen seines handschriftlichen CommentarS, und zwar zu Abschnitt III, Ende: nrjwb miiDM i^n 7OD.11 Ni'm wo liüD-nn ö&.pn din bttr ioni dini noib ioon nt by2 by dijd ^nyi ^02 1^0 onrnDar din 02 ww 'üb ii |Oy iddi i! by2 nyiD 1001 nr widm wy w xb noni ny-m 0110012 DIN 'D 1'3 1DD1 ^101 m^DOl 011201 Vlpl JI062 iddi c^dio ü/n'Di *012200 ity 0.12 .Nara IDDI 12M1 UN WTD2 01201 IGCnDl5 Mld zu Abschnitt IV, Anfang: 2001 172 rwld PW 0 1110N 122L7 >' *>2 l'V 1^-N D,H2N DION üb® 10 D’D^llD 0021 istidi D’W D'm& p un jn2) noy \wb2 1001 tsnia D\*U3 1DN1 ilyn? UN ^01. Saadja hatte nun einen Text vor sich, der aus acht Abschnitten bestand, deren jeder in 112dl zerfiel. Der Text ist sehr weitschweifig*, weicht von der erftcit Mantuaner Recension ganz 'ab, und stimmt mit der andern überein, bis auf einige Stücke und die Anordnung. Jakob b. Nissim Hai wie wir bereits wissen, zwei Recensionen seines Commcntars ausgearbeitet. In der kürzmi scheint er auch den Text gekürzt, oder wenigstens Alles das entfernt zu haben, was er nicht zu commcniircn für uöthig fand. Von Keirawan aus hat sich wahrscheinlich der kürzere Text des Jakob b. Nisiim nach Spanien, von Babylonien oder Palästina aus die ausführlichere Recension Saadja's nach Deutschland und Apntien° verbreitet. —- Natürlich sind später, durch den Verkehr der Gelehrten verschiedener Länder, beide Texte wieder vermischt worden, doch haben die spanischen Commentatoren, welche mit deutschen und sicilimnscheu Gelehrten weniger in Berührung kamen, stets dm kürzeren Text, der aber 3) Bergt. Ehajiga 13 a: DipiD I'IMO }\\ i2ip2 mi '0 W?i 12 nb n!?s\ Dü OP10 wni Ünd, wie Joel (in,m ^110, S. 21) richtig bemerkr, kurze Aphorismen. 4) Pseudo-Saadja folgt auch,dem Saadja'schen Texte, wenn auch nicht in derselben Ordnung. 5) Prgl. Schem-Tob in „Emunot^, 39d, 2lnfang des 14. Kap. wieder, durch Abschreiber und Conjecturalkritik corrumpirt wurde, so daß die Varianten sehr zahlreich sind. Ad. Jelliuek. R. Salomo Jbn Adrat's Bericht über die erste Abfassung des Sohar. Das 548. Gutachten des N2V1, überschrieben by NV3J 1121, wird nur verständlich und klar, wenn man es ans die ersten Ansäuge des Sohar bezieht. (Daß es sich nicht, wie Landauer meinte, auf Abraham Abulasia beziehe, hat schon Joel, die Religionsphitosofie des Sohar, S. 65, gezeigt.) Ehe wir die einzetucn wichtigsten Stellen erläutern, wollen wir uns das erste Stadium der Psendographie des Sohar vergegenwärtigen. Er hatte den Namen 10211 ro^E), d. h. — nach Analogie der 1. Mischna des Sefer Jezira: 1021 m^D nn'W dywj O’wbfiSQ ■— ,,die Geheimnisse der Weisheit^, war wie das Buch Jezira in Kapitel sopio) cingetheilt, bestand aus Abhandlungen über kabbalistische Themen, in denen nicht S i m o n b e it Iocha i, sondem Mose s als NIO'10 N'Z-i eine Rolle spielte, knüpfte all Daniel 12, 3 an: '721 ll'lP 0^O!^011 und war theitö hebräisch, theils aramäisch geschrieben. Eine Spur dieses ersten Elaborats des Sohar haben wir in den Niiyosn N2D0, das in Kapitel cingetheilt ist, und im Nioxio N">pl, wo M oses oft in den Vordergrund tritt. Um dem Werke maba 10211 Geltung zu verschaffen, wurde verbreitet, einem unwissenden Jüngling in Avila sei ein Engel1 erschienen, der ihm das Werk mitgetheilt habe. Die Gemeinde von Avil a wandte sich hierauf an R. Salomo Jtn Adrat, dessen Antwort auf die Abänderung des ersten pseudographischen Planes den größten Einfluß hatte, so daß der Sohar in der heutigen Gestatt, d. h. als Werk Simon b. Jochai'ö, hervorging, wie wir dies sogleich zeigen werden. Wir wenden uns jetzt jitr Erläuterung der wichtigsten Stellen in dem nngeführten Gutachten. 4) oj/d ppi2 Dp0 )nyob 'n nn hm nw 'i nt 20D ib 212 Ol )b 101 )W INI 12 1211 7^01 10l'dl2 10211 11N^0 HIN Nlpl 1"1 bw nrr» fj . d. h. der erste Versuch bestand aus dem N11P0L1 N10O, das ans fünf Kapiteln besteht und ein kurzer Commentar zu dem Abschnitt rPBWD ist, welcher sehr dunkel und fast sibyllinenartig abgefaßt ist. An diese Schrift schlossen , 1) Für diesen Engel hatte man die Analogie desNasiet, der ja auch dcm Adam ein Buch mittheilte. Bergt, auch Sohar 1, 55 3, wo geradezu auf das Buch Rastel Rücksicht genommen wird. -