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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 23 · p. Seite 423-424

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 23
Date
1851-01-01
Page
Seite 423-424 (sequence 7)
Language
German
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423 Das Studium des Buches Jezira. 42j ©Ditofo5 ans Uraö6 erklärte dieses Buch in seinem (vergl» Melo Chofnajim, deutscher Theil, S. 95 ff., Luzzatto und Rapaport in Kerem Chemed VII3 Luzzatto^ Or. 1845, 686, Derselbe, il Giudaismo illustrato, S. 38 ff., S. Sachs, ha- Jonah, 53 ff.) auf—1 um mich so auszudrücken —- naturwissenschaftliche Weise > welche Richtung er überhaupt verfolgte. Babylonien. Nach dem Zeugniß von Moses Botarel (Jezira-Commmiar, ed.Mant, 281)) erklärte Elija h a - S a k e n unser Buch, und ans der Anfrage über die 10 Sefirot an N. Haja Gaon (Emunot von Schem-Tob, 28 b) geht hervor, daß das Sefer Jezira eifrig in Babylonien studirt wurde. XI. Jahrhundert. . Spanien und Fr an krcich. (Bareellona, Malaga, Saragossa, Lucena; Troyes.) Dieses Jahrhundert hat zwar nur einen Commentar von Jehnda ben Barsilai aus Barcellvlt a^ aufzuweisen, auf welchen Luzzatto in Halich ot Kedem aufmerksam machte. Das Sefer Jezira wurde aber benutzt und studirt von Salomo Jbu Gebirvl in seinem,,Keter Malchut", von Isaak Jbu Ghajat in seinen religiösen Gedichten (Sachs, die retig. Poesie d. I. in Spanien, S. 262) und von Raschi in seinen Commentaren (Zunz, Raschi, Bloch's Uebersetzung, 3b). Viel mochten die bereits vorhandenen Eommcntare dazu beitragen, da Jbu G^ebiro! mehr der Saadja-Nissim'- f 5) Donolo heißt nicht, wie Rapaport (Kerem Chemed VI, 18) will, aus No la, sondern ist einfacher Familienname, von dono stammend. Denn 1) heißt die Stadt Nola und nicht Nolo; 2) giebt es in keiner romanischen Sprache eine Präposition do oder du. Das französische du ist in sehr später Zeit aus de le, das portugiesisch do aus de o contrahirt, und da ein nomen popr. keinen Artikel vor sich haben kann, so ist eine sprachliche Construction wie do Nola „aus Nola" unmöglich» Wenn Rapaport sagt: p nW’ nvpbö'wN <lo IN du, so möchten wir in der Thal nur ein Beispiel sehen, das diese Aussage bestätigt. 6) Vergl Die Beweise gegen die gewöhnliche Annahme, daß Donolo aus Anvers war, der Luzzatto, il Oiudru8mo Ulustruto, S. 36. Das. S. 39 bemerke Luzzatto, daß Donolo den Plural in DIN Genes. 1, 26, so erklärt, daß Gott das ganze Universum anricf, bei der Schöpfung des Menschen mitzuwirkm, da er in geistiger Beziehung Gott, in physischer der Welt gleicht. Die Erklärung Josef Kimchi's die Moses b. Nachman z. St. ansührt, oder Abraham ben Chijja's, wie S. Sachs (Ha-Jonah, 75) will, wäre demnach nicht originell. Uebrigens ist die älteste Quelle dieser Erklärung der Midrasch Rabba zu Genes. K. 8: '-) p pNm DWH riDN^DD ")DN Vergl. auch 'den Commentar “uvin N2'> z. St. 7) Asulai, Schem, Buchst, i Nr. 5 sagt, daß ex, ein Zeitgenosse Isaak al-Fasi's war. Luzzatto a. a. D. nennt ihn einen Zeitgenossen Raschi's. - scheu Auffassung, und Raschi mehr der Donclischcn sich auschließt. XII. Jahrhundert. Spanien. Jehuda Ha-Lewi inKusarilV, 25 und Abraham Jbu ''Esra zu Ex. 3, 15 erklärten große Partien von Jezira. Wahrend der Erstere ein Resum6 des ganzen Buches liefert, beschränkt sich der Letztere auf die Erklärung Der Zahleuverhältmsse. Jedoch geht aus einem Citate des Supereommentatorö Samuel Mo tot hervor, daß Abraham Jbn-^Essi auch einen ljesonderu Commentar zu Jezira geschrieben hatte. XIII. Jahrhundert. Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland. (Avila, Geroua, Leon, Saragossa. Tudela; Beaucaire, Montpellier; Reeanati; Worms.) Abgesehen davon, daß dieses Jahrhundert das goldene Zeitalter der Kabbala war, daß in der : Kabbalisten-Schule des A b r a h a m - Ab - Bet - Din und seines Sohnes Isaak des Blinden das Sefer! Jezira fleißig studirt wurde, daß Abraham Abutaifra zwölf verschiedene Ausleger des Sefer Jezira hörte -I (Or. a. a. O. S. 381), so liegen uns viele besondere Commentare dieses Buches aus dieser Zeit vor, und? zwar von: 1) Elasar^aus Worms, dessen Commentar zuerst 1562 inder Mantuaer Ausgabe des Sefer Jezira erschien. Doch ist er da abgekürzt,' da z. B. auf der Leipziger Stadtbibliothck sich eine ausführlichere Receusion befindet. Er ist Eklektiker, wie die meisten deutschen Kabbalisten, und hat besonders Vieles, manchmal sogar wörtlich, von Donolo ausgenommen. — Im Buche Rastel (vergl. Zunz, GV. S.168, Rote a; meine bibliographische Skizze über den Herausgeber desselben! im Or. 1846) hat er gleichfalls Erläuterungen gegeben. ' 2) Pfeudo-Saadsa, ebenfalls in der erwähnten Ausgabe des Buches Jezira abgedruckt, und auch eklektischer Natur. Ob dieser Commentar von einem Schüler Elasar's sei, wie Landauer (a.a. O. S. 214) behauptet, muß erst bewiesen werden. Wahrscheinlich entstand die Verwechslung daraus, daß die Mantuaner Herausgeber den ächten Commentar Saadja's vor sich hatten, da der zweite am Ende beigedruck'te Text Jezira's mit dem Saadja'schen fast überemstimmt. 3) Abraham b. Samuel Abulasia. Proben dieses Commentars theitt Ri tta nge l in seiner Jezira- Ausgabe mit. 4) Abraham Ab-Bet-Diu (N2N1), dessen Commentar die Mantuaner Ausgabe enthält. Der Charakter des Commentars ist mit dem Bahir und dem pnanni nJlöNH 'd verwandt, ist älter als der Setz ar, und geschrieben zu einer Zeit, wo ans Geheimnisse

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