Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 421-422 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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42 i Das Studium des Buches Jezira. 422 Literarische Analekten. Das Studium des Buches Jezira. Das rrw “BD, ein Ueberrest der essäisch-gnostlschen Lehren,'die auf Abraham^ zurückgeführt wurden, wird während der ameräischeu und saboräischen Zeit wenig berücksichtigt, un'd'erst durch den Einfluß der arabischen Wissmschcist wird die Aufmerksamkeit der bedeutendsten jüdischer Geister auf dieses vielfach redigirte Büchlein hingelenkt. Wir wollen hier den Gang des Studiums dieser Schrift, der Zeit und dem Orte nach, skizziren, und bemerken, daß die Commentatoren die eigcuthürnliche Richtung ihres Geistes in dein Buche Jezira zu finden glaubten, dem msprüttglLcheir Sinn desselben aber fremd blieben, was eben ein Beweis für das hohe Alter des Sefer Jezira ist. — X. Jahrhundert. Mittel - Egypten. (Fajjnm.) Sa ad j a Gaou hatte noch in seiner Vaterstadt^ versucht, seine in der peripatetifchen Schute ansgebildeten Ansichten im Buche Jezira zu finden, und schrieb in diesem Sinne einen Commentar in arabischer Sprache, der auch hebräisch übersetzt wurde. Diese Ucbersetzung — Abschrift eines Münchner Codex, von Hm. S. W erb tun er emgefertigt — liegt mir vor, und S. erklärt darin die 10 Gottesuamen der ersten Mischna im Jezira, sowie die 10 Gebote für die äquivalenten Ausdrücke der 10 aristotelischen Kategorien! l Ueber den Verfasser des Buches setzt er sich als Rationalist in folgender Weise zurecht: orroK -Bon W nm&ycon ie ino miDD vby rftii nn paniaoi : -inbdd ran ny non nt by iddh nr no Ninw ddn xbr, rapn irrarr; injn:i o\rayn rbx Nrai N'äin nih o new 1) Wenn es auch verkehrt äst, mit I. Böhmer ^yü7]y2 bttlW', S. 45 ff.) Abraham zu einem Estaer zu machen, so ist es doch gewiß, daß die Essäer, um ihr hohes Alter und die Wahrheit ihrer Lehren andern Sekten gegenüber zu beweisen, ihren Ursprung auf Abraham zurückführten und ihn daher zum Heros des Buches Jezira machten. Dies spricht auch für das hohe Alter der Jezira - Lehren. Eine spatere Pseudographie hätte sich begnügt, sie einer später» biblischen Person oder einem Lannai zuzuschreiben. Daß man R. Akida zum Verfasser stempelte (der Erste, der dies behauptet, ist Zsaak de Lattes in der Vorrede der Cremoner Sohar-Ausgabe (-^n 'd by p>O2), und Vieser sucht Abraham mit Akiba zu verbinden: 'o 3: n D NS’py '"b *Ynn 'D Oni3NDn^3p3 DiTMHOW nnW .UI0D Wlp, m'2' rf'y 1 j n; vergl. meinen Anhang zu Franck's Kadbala, S. 299), entstand wahrscheinlich, wie S. Sachs bemerkt S. 41), aus einer Verwechselung mit den riPH)N \to'py -n 2) Vergl. Ia § ob b. Nissi m's Einleitung zum S. Je- Lira (Or. a. a. S. 563): p^y NlHu i«33ty no 'D3_ nnann rfrnnn n,’n,«ni pjcn '3 fl', iwi in« rn w Dnrrnon bib moi”, didS, d’iidd iDfo D’ninD nbit unmx p D’bipD, D'1,dd „33 , 0'31N3 1',ll7 «P, 311 'DD 111 D'Dn.l, D'^DipD? nun «ta ,i3in3 «P, rfaipor. hudd rwon nnw nbir bipni non nm 0'3V Nipon mp p«, ,id byip njvn, , rrpin ’üon ip'.iyn nnbw itwo ,dd Din-, HD", hd ipDjjn’, b«ity ’D3n isDpna n ittw pin HT3 «S,'3, ,3 ,tS>J? ,133 NNO", DHND ]'PD 'ly niljf’ nr iD’iy i3n1 *? ,'131 in3^> 0'p,O2 mpo 13 fej, idd.i p« iDon .1, 13 pnjjin 1V« cpcn «rnr . nr 1333 DillN D’NÜID 13N3 C31’3,13 Hl’HIN n H1DW ’D1? 'D3 HD! V'l, t5'31 BMI. 11JJ fl, D.l'DIl, IN 0^1 iDvn nr r7iD^>, i>'nnn6 id,nm y’3nty in«, , D3UD p ihn, ,3nD>n ly nsbn ,i3^n ,«iid^ dn d'ddd ]'N’p3!’N Dbiy.l 3,1 D3, HNlüDil 31 ,3’NBr 'D°3 H'^IDN >i3,Dl7 N,nar n^nn idnj, , p^n, ’,:sy ,3 i»rs' jd ,3 — . iin3, pjy ,P er dhd in« by D’piD B crber ei. (Kairawan.) Hier schrieb Isaak Jb» Sulci'.naii Israeli einen arabischen Commentar, der in Paris aucien fontls no. 255 sich befindet (Sa cm oft;, Histoire des Medecins jaifs, 27), den Lnzzait 0 in hebräischer Ucbersetznng besitzt (Kerem Chcmcd, VII, 77), und a»s welchem Dukes (in Knntres ha-Maseret) Proben mittheilt. — Hier verfaßte auch Jakob b. Nissim einen Commentar, in welchem er Saadja corrigirl. Ob Jakob b. Nissim blos den CommentarJsraili^S nmgcarbeitet hat, wie Geiger sMoseö b. Maimon, S. 44, Amncrk. 7) behauptet, ist sehr problematisch. Der Erstcre berichtet uns sogar am Schlüsse seines Commeniarö — nach der hebräischen Ucbcrsetzung — daß er einen länger» und kurzem Commcntar ausgearbcitet habe: IDO ryiD!? ,3^nnn fl5 Dl,p3, 31 1DND ,3 131N3, NPD,3,1 N«I «NO, 33 ,11 D,pDi,3,iryD '21' D,pD r3'«3,n p-© in« piD b": ,1'ipo DH3ty ijni (|i) '3 N^,. myb 3'DnV 13D»? niD,pn, niyll -pNilD, p^DND, l’3yn ibtn '3 'ni«13, D13l «p, IV,1'D3 N'«iiy >1D '23 l'3yn I„p3, ,.i3,y3, ,3D0 iL'ii'D (?) D^-n — . ,11 ,31203 1V«3 Auch er ist Aristctcliker, Änd beantwortet die Frage, warum nicht die Erde als viertes Clement im Sefer Jezira erwähnt wird, durch die Worte: piN,l IDT «P, j’NBr no h^n n.,3,Dno n^tcr n2L',i2i ps'an «,nr7 'D^> F))D,^’D l’Dn D3n ,1’,1 ,1M is’D.T l3nD,l, .■ nrbib P «P« 1131 jn’iff ’D ]’« niPröibsn n,D3N.i4 by ^'po " Päi ch-bt'S,oöskl ND3N3 P'M 'D Sardinien. (Ureis.) Der Arzt Sabbatai S) Aus diesen Worten scheint hervorzugehen, daß Saadja den ganzen Text voran gestellt habe, was in den Handschriften nicht der Fall ist. Uebrigens ist der Saadja'sche Text sehr wichtig für die Texteskritik des B. Jezira. 4) Ein Arabismus: 27