Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 23
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 419-420 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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419 Die Talmud- und Midrasch-Literatur. 42V einem Commentar von mir, wie ich schon Einiges in D")D.3lp “D3 gegeben; der Commmtar ist ungefähr doppelt so stark als der Traktat selbst. Im Jahre 1816 überdruckte Ich. Nag"4r in seinem ri^Pn1 MH dieselben Z Traktate 'mit kurzen Noten (Pisa, 1819, f.)3. Wir hätten demnach von B'TI rDDD folgende Ausgaben: 1) in der erwähnten Amsterdamer Talmud-Ausgabe; 2) von Asulai ln Simchat Ha-Regel-Livorno 1782,4; 3) überdruckt von Jakob Naumburg in dessen fi^rD Fürths 1790, f; 4) von Asulai überdruckt nach einer anderen Recension in ppn HWD Livorno/ 1805, k; 5) von Abr. Wilna, (b. El.) hinter Wilna, 1802, 8; 6) in gleicher Weise überdruckt Iolkiew, 1804, 8; 7) in \m nun' von Jeh. Na g'Lr ausgenommen: Pisa, 1816f. Kurze commentirende Glossen zu diesem Traktate hatten wir von Asulai, Naumburg und Nag^är. — Die zwei Traktate und orpy sind, während siebenmal gedruckt und dreimal mit kurzen Glossen erläutert wurde, nur zweimal gedruckt worden, und zwar zuerst von Asulai in seinem pyn /PKT) Livorno, 1805, f. und von Jehuda Na'gLr in dessen nTN'' MCI Pisa, 1816, f. und beide Mal nicht mit Glossen versehen. Es blieben uns also von den sieben nur 1) nT TD f0] 2) nntD 'O; 3) l'b'ön ’o; 4) N'2'2 'd nicht zugänglich. Asulai in yyn n'NHD p. 74 zählt 15 kleine Traktate aus, die handschriftlich im Maghreb cicculiren, von diesen sind fünf n'IDlD, TO, N31 pN -]n, MD1T pN pH , TOI tax oder ninDty bereits in unseren Talmudausgaben gedruckt, andere drei, nämlich Dnl,. D'HD und ovpy sind wie wir gesehen haben ebenfalls gedruckt und nach Abzug dieser gedruckten 8 kleinen Traktate bleiben nach Asulai noch folgende sieben ungedruckt: 1) min ISO; 2) niüD; 3) pWi; 4) rPS’S; ö)-|2pn O'ON rD; 6) D3V1J 'ö; 7) flj) p 'D. Abgesehen NUN davon, wie Asulai schon selbst bemerkt, daß Nr. 5, 6 u. 7 mehr tt/TID als tfnDDD genannt werden muffen, so ist nDQ' DJ'CIJ aus 4 Kapiteln und einer Einleitung bestehend, nDDD T3pn DDH, aus fünf Kapiteln bestehend, bereits hinter den erwähnten Ausgaben des nWT rfUN (Wilna, 1802, 8; Zolkiew, 1804, 8) gedruckt, und früher schon von El. de Vi d a s hinter seinem HDDn n^Nl; das py jj nDDD ist sowohl in seinem ersten Theile nach als Geschichtetes Josua den Lewi, wie auch in seinem zweiten Theite gedruckt worden, wie ausführlich darüber in meinem Aufsatze: „die ersten drei Jahrhunderte nach Abschluß des Talmud" gesprochen wurde. Es gehen mithin von diesen bekannten sieben, die nicht gedruckt sein sollen, drei ab, es bleiben also nur die ersten 4 übrig, die wirklich in dieser Form noch nicht gedruckt sind, und Hr. K. hat uns durch deren Veröffentlichung einen großen Dienst geleistet. Wenn man aber die ganze Summe der kleinen Traktate übersieht, so drängt sich uns 1) die Forderung auf, 3) Es ist hier in Bezug auf den Traktat cpt weggclaffen, daß dessen Abdruck hinter nWT tflJN (Wilna, 1802, 8; Zolkiew, 1804, 8), besorgt von Abraham, dem Sohne des Elija Wilna, erfolgt ist. die Traktate halachischen Jyhalts von denen des haggadischen streng zu scheiden, insofern letztere mehr zur Klasse der Midraschim gezählt werden müssen und der Name rDDD scheint nur gewählt, weil sie einen speciellen Stoff ohne Bezug aus die Bibel behandelt.en. 2) in der kritischen Behandlung und Erforschung die hier gegebenen von dm uns längst bekannten nicht zu trennen/da allenthalben, wo diese Nachschoßlinge des Talmud's erwähnt sind, kein Unterschied gemacht wird, und in kritischer Betrachtung auch nicht gemacht werden kann. 3) nach einer kritischen Durchmusterung eines jeden Traktats und nach Gewinnung der Resultate sodann erst die Vorfragen zu beantworten: n) über ihre Eintheilung in Halacha's und ihre Sprache; b) über ihre Abfaffungszeit; c) über Ort ihrer Abfassung, in Babylonien oder Palästina. 4) Daß die ganzen 5 Kapitel der min TD DDDD, da sie nur die ersten fünf Kapitel der jedenfalls primären DPDID DDDD sind, gar nicht als besonderer Traktat gezählt werden kann und nur.höchstens HMD , yb’EJfl und rDD eigene Traktate bilden. Doch es ist hier nicht der Ort, diese Dinge zu besprechen und ich gehe also auf die Ausgabe des Hrn K. über. Die hier herausgegebene HS. der 7 Traktate hat Hc. Dr. Carmoly aus Marokko erhalten; sie wurde von Jehuda Toledano (b. Me'ir) im Siwan 1806 abgeschriebm und von demselben Schreiber befinden sich geschrieben in der HS.-Sammlung Carmoly's a) ein Commentar über Tr. Berachot (nDT 'd DTID) von Josef Alm osnino; b) Commentar zum Traktat nDN von demselben, beide als geschrieben beendigt Donnerstag, den 13. Tischri 1807, und es scheint, daß die HS. welche Asulai von einem Jakob Toledano erhalten, aus einer und derselben HS. dieser Familie und die Varianten nur durch die Abschreiber entstanden, insofern der eine mehr als der andere den Text verbesserte. Dies alles theilt uns Hr. K. im Vorworte mit. Herr K. behauptet jedoch daselbst ferner, daß die Eintheilung in nD^n bei den Traktaten d^hd und rNDZ? von Jehuda Nag^ar ausgegangen, da sie bei Asulai fehlen, der nur cpT so eingetheilt hat, und daß die Eintheilung in bei nun TD wahrscheinlich ebenfalls vom Kopisten nach dem Muster des DTID rDDD gemacht worden sei, und hierin hat Hr. K. das ganze Wesen der Eintheilung in mißverstanden. Es kommt doch wahrlich nicht darauf an, ob die niD^T nummerier sind oder nicht; diese Aeußerlichkeit ändert nichts an der Sache; es ist genug, daß alle Traktate, nach Weise der Mischna's oder Barajta's, einfache Halacha's ohne alle Disoussion enthalten, und als solche sind die nicht minder, welche dieHalacha's nicht nummerirt haben, wie in einem pDin TD der Pentateuch in DyiOD und Kapitel getheilt ist, auch wenn dies nicht äußerlich angemerkt wird. (Fortsetzung folgt.)