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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 411-412

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 411-412 (sequence 75)
Language
German
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411 Mystische Sekten vor Saadja. sprechen habe, sei dieser Engel, und der in der Thora erwähnte fficutm1 sei auch dieser Engel, denn Gott sei zu erhaben , um mit Menschen Worte zu wechseln. Hier ist nun der Erzeuget [nDüft2 gemeint, von dem der Talmud (Sanhedrim, 38 b) sagt: rby 2DN ntßftD bw ora )nm jnüDp int b"H, rrb yio 'n btt impa W *0 2^21 3m. Vrgl. auch Jonatan zu Erod^. 3, 2; 24, 1; 33, 23. Da, wie Sch. weiter berichtet, die Maknriba alle Anthropomorphismen auf diesen Engel bezogen, so nimmt er bei ihnen dieselbe Stelle ein, wie die NlD'D bei Onkel os und die öolja bei der Septuaginta. Bei Phil o wird auch derLog os Erzengel genannt, äe eonk. linguar. p. 341, Sfran* Qd)) 6 TtQmöyovog lo y o $ o ayysXog nQ^aßmarog^ (XQiayyelog. Vrgl. Dährie, die jüd.-alci'. Neligionsphilosophie, I., 259. Wenn Sch. übrigens sagt, daß die Makäriba biblische Stellei: wie „Gott habe über die noachische Flu'th geweint bis ihm die Augen schmerzten, der Gewaltige habe gelacht, so daß er seine Zähne zeigte" auf diesen Engel bezogen haben, während ste in dieser Gestalt gar nicht in der Bibel Vorkommen, so darf uns dies nicht von einem Muhammedaner überraschen, da die Anhänger des Kvrun's wie er selbst keine richtige Kenntniß der Bibel besessen hatten.^ — j) Das bezieht sich auf die Erscheinung Gotkes im Dornbüsche. Exod.3, 2: 'vn Wergl. Scheinet Rabba, Kap. 2:^133 brm QLntro few DIpD n 5 3 w n (f* unten Anmerk. Z) , Ibn - Esra und Nachmani z. St. 2) Was das Wesen des betrifft, so ist er ursprünglich der Höros (090s, Grenze) der BaLentiner, der verschiedene Namen hatte (z. B. MsTccycoyivg. S. B au r, Gnosis, 128.), oder der Logos (S. Cassel in Ersch und Grüber, Art. Juden, S. 41, Anmerk.), der aber später als bloßer Engel aufgesaßt wurde. Der Name jnßED ist entweder aramäisch, indem in der Hauptstelle, an welche die Lehre vom Metatron angelehnt wurde, 2. B» M. 23, 20. 21, (TVD "pDtcb.-TJö!? 'nbw Hin) Function desselben durch yvn v bezeichnet wird, was aramäisch heißt, und jntDDD wäre daher „Hüter", „Wegweiser^; oder vielleicht griechisch, und zwar, wenn er mit Ho ros zusammenhängt,Maaß. 3) Es ist wahrscheinlich mit Brecher (das Transeendentale u. s. rv. S. 30) anzunehmen, daß hier Ruhm bedeutet. Es wäre dann dem 3)33 in der Redensart 3)33 entsprechend, und die Stelle im jerus. Lalm. Chagiga, Abschn. 2, 4: NV))?22 -pjr p “rtytw h. nrw p2 xmw H2 wn -io« -nenn p )b Yv-naa-ion "nbnn?y.22n MNl ’3?p li]2 yow wäre demnach sehr prägnant, da die Angelologie eine Hauptrolle in der ,2222^ spielt. Auch ist damit das 'rn Nlpi bei den Largumim zu vergleichen. Bergt, auch S. Sachs in n’nnn, S. 22 ff. Anmerk., wo Vieles über die Bezeichnung 1)33 gesammelt ist. 4) Bekanntlich behauptet der Korän (H. 73) und seine Erklärer, die Juden hätten die Bibel verfälscht, besonders 412 ß 3) Ferner berichtet Sch. S. 259 im Allgemeinen, ij daß a) „die Juden auf den Messias harren und der j Sabbat der Tag dieses Mannes ist; k) daß .1 sie darinübereinstlmmen, daß Gott, -nachdem cr mit der : j jene Stellen, welche eine Anspielung auf Muhammed rnt-? hielten. Wir wollen hier die v er meintliche n Anspielungen erörtern.^ (Die Stellen aus handschriftlichen arabischen Korün-Kommentaren hat uns Hr. Prof. Fleischer mitgerhellt.) u) ScheichzLde in seinem Superkommentar zu Bei- .. dhawi Sur. H., v. 38 (Ms. Berol. reg. n. 369, fo!. 280, lin. 4—1 v. u.) sagt: yby f* (Juolp^wl Lwof Ebenso ,] Aamachschari zu Sur. II. v. 125, nur daß er es im Na- ) men des Abdallah Jbn.Satam — des, gelehrten jüdischen Letzrers Muhammed's— berichtet und die Variante hat, es hieiße in der Lora: Ich werde von den Söhnen Ismaels einen Propheten erwecken 34„wf* Hier meinten die Mui hammedaner Genes. 17, 20 und Deuteronom. 18, 15: -j22pQ Maimuni, Iggerot Leman eü. Prag, 65b widerlegt bereits diese vermeintliche Anspielung im Sinne der Muhammedaner. Das \- bei Zamachschari bezieht sich aus ‘ikd 1S'D2 in Gns. 17, 20, | das die Muhammedaner entweder für "ißpiß nahmen, oder — l . wie Maimuni a. a. O. berichtet — dem Zahlenwcrth nach? (N^O — 92, -o-JE— 92) berechneten. Auffallend wäre nur, daß Zam. hier und nicht “iDno schreibt. Ibn Esra kennt auch dieses Argument der Muham. Vergl. die kürzere Recension seines Kommentars zu Er. in Ke rem \ Chemed UI., 174:-iOONL> } .^3rn"ni3D^2 iuxd imni32 i b) Zamachschari zu Sur. IV., v. 48 (Cod. BihL Ha], tom. 1, p. 337 lin. 6 v. u.) sagt zu den Worten des s Koran's: daß die Juden j ganz andere Worte gesetzt hätten für diejenigen, welche auf s Muhammed Hinweisen und führt als Beispiel an, sie hätten * o'f I in der Tora für ^.4^» -— Muhammed wird von röthlicher Gestalt sein — die Worte JfjJp gesetzt. Dies bezieht sich auf Genes. 16, 12. Hier meinen sie, die Juden hatten für roth,Q^ gesetzt. Das folgende rr ^22 geben sie burd) JR^Jb lang wieder. c) Ab ul Suud zu Sur. V, 70. berichtet, daß Z esaja, Habakuk und Daniel voll wären von Anspielungen auf Muhammed. Was Ies. und Dan. betrifft, so werden die christologischen Stellen gemeint; in Betreff Hab. wird auf Habak. 3,3 angespielt, auf nno r^Npl nämlich. Denn wie Sa ad ja sEmunot, Fürft^s Uebers. S. 235 ff.), Schahrestani (q. a.O.S. 251), Jbn Esra (zu Deuter. 33, 2) und Maimuni (a. a. O. 66d) berichten, haben die Muhammedaner die Worte pND V1D JTDH Deuteron. 34, 2, auf die Offenbarung Muhammed's bezogen. Wergl. auch Sifrk z. St. pB^-m J1ND 1DD — Aus dem bisher Erörterten geht hervor, daß die Muhammedaner die Stellen der Bibel über I smart und den Berg Paran auf Muhammed deuteten. Die Urheber dieser Deutungen waren bekehrte Juden; denn nur diese konnten von G e ma-

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