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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 405-406

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 405-406 (sequence 69)
Language
German
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405 er im Reichthum aufgewachsen ist. und niemals in seiner Jugend das Joch getragen (Entbehrung gelitten). Sem Herz wurde hochmüthig und verderbte dadurch, und als erden Neid der BerberhäuptUnge erregt hatte, wurde zuletzt am Sabbat, den 9. Lebet des Jahres 4827 (30. Dec. 1066)" er sowohl als auch die Gemeinde zu Grenada und alle die aus fernen Landen um seine'Gefetzstubium und seinen Ruhm zu sehen Gekommenen grausam ermordet. Man trauerte um ihn in allen Ländern und in allen Städten........ Und nach seinem Lode wurden seine Bücher und seine andern Kostbarkeiten allenthalben umh'ergestreut und in alle Welt verbreitet, und feine Schüler, welche er gebildet hatte, wurden also nach seinem Lode die Rabbiner Spaniens und die Führer ihrer Zeit*." Jbn Ghajat zu Alesana und als 1066 sein Sohn, der Wesir - Josef ha - Lewi umgekommen war, unb sein Enkel "Asarja, Josefs Sohn, vor demBlutbade nachAlesana sich geflüchtet, so hatJbnGhajüt aus Dankbarkeit es ihm zu vergelten gesucht. Schüler des R. Chanoch (st. 22» Tischri 1014 zu Kordova; >' vgl. die Mittheilung von I. Jbn GhajLt: ubrip Lposno nn Aapiy n&po w iNin D^ru; 1)3n;1D bp2/ iSl 31 fUD DrpJöbtf O^IU ) wyzk HDbn IN32/ *?rtf (Tur. Orach Chaj. 8 591) bildete er mit Nissim Jbn Schähin in Kairawäss und Ghananel b. CHuschiel (st. 1050 in Kairawüm) das erste Geschlecht (^n) der Rabbiner nach den Gaomn (in : ni3313 piyNin). Die neuerwachte hebräische Poesie war zu : seiner Zeit bereits Ln ihr zweites Stadium getreten ('-) ■>D,D : uru. T^n hwüw. 'i ’tsoi i^nnn «n wion GHO Sefer ha-Kabbala) und von den Werken, die er ' hmterlassen hat, wird außer den weiter untenerwähnten, noch dessen Nntfinzu Nrobn große Halachot) über den ganzen Talmud besonders erwähnt (Asulai, Schem II. 14e. § 2 nach \ einer alten HS.). Uebers. 14) Im Text lesen wir i^nn D'eA>N 'l oder 4824; aber hier ist der Fehler erwiesen, 'da in dem Jahre 4824 der 9. Lebet nicht auf einen Sabbat. siel, sondern aus einen Dienstag. Man muß also für i ein | setzen und 4827 lesen, wie in der Lhat Jesod Dkam Hat (Buch IV, Kap. 18). Dieses letzte Datum wird auch von Jbn Chaldün bestätigt, nach welchem dieses Verhängniß über die Juden Grenadas im Jahre 459 der Chag., was den 22. Nov. 1066 begonnen hat. Wie geben weiter unten die Stelle des Jbn Khaldün. *) Ruch von diesem unglücklichen Wesir Josef ha- Lewi, dessen tragisches Geschick, in welches die ganze große Gemeinde zu Grenada gezogen worden war, alle Gemeinden betrauert hatten, berichtet unser Chronist Abraham den David noch manche Einzelheiten, die einer Zusammenstellung wecth sind. Auf Antrieb seines Vaters war er verheirathet mit der Tochter des R. Nissim aus Kairawün; aber er lebte nicht glücklich mit ihr, vorzüglich ihres Geizes wegen» Sie war aber bewandert im Gesetz und sehr fromm, und als ihr Mann in dem erwähnten Aufstand ermordet wurde, gelang es ihr, mit ihrem Sohne 'Asarja ha-Lewi sich nach Lucena zu retten. Dort war das Schicksal Beider verschieden. Die berühmte Tochter des Nissim, die Gemahlin des Wesirs Josef, wurde von der jüdischen Gemeinde zu Lucena mit großen Ehren bis zu ihrem Tode erhalten; den Sohn 'Asarja wollte einer der jüdischen Großen Lucena's, der berühmte I sa ak b« Jehuda Jbn Ghajät, in Erinnerung an die Wohlthaten und Verdienste seines Vaters (Josef) und Groß- 406 Es war eine außergewöhnliche unerhörte Erscheinung, einen Juden zur Würde eines Wesir's gelangen und unmittelbar in Staatsgeschäfte eingreifen zu sehen Und wenn das vaters (Samuel) durchaus zum Oberhaupt oder Nagid über Lucena und die andern Gemeinden dieses Reiches machen, obgleich er noch Jüngling war; aber er starb bald und man sah es als Fingerzeig Gottes an, daß'diese Familie nicht erhöhet werden soll. In " Bezug auf die furchtbare Nirdermetzelung der Juden zu Grenada berichtet unser Abraham, daß auch viele Fremde , welche durch seine Gelehrsamkeit und seinen Ruhm angezogen in Grenada lebten, in diesem Blutbade umgekommen. So unter Andern ein Sohn des babylonischen Exilarchen Chiskijja, dessen Name nicht genannt ist. Chiskijja nämlich, ein Enkel des im Scfadjanr'schen Streite berühmten Exilarchen David b. Sakkai (927), wurde nach dem Tode des berühmten Gaon HLja (1038) zum Exilarchen und Gaon eingesetzt; aber nach zwei Jahren"(1040) wurde er von der Regierung ergriffen, in Kerker geworfen, gefoltert und mit seiner ganzen Familie vernichtet. Nur seine zwei nicht namentlich genannten Sohne konnten, sich nach Grenada zu Samuel und seinem Sohn Josef retten (1041) und da der Wesir Samuel mit dem unglücklichen Chiskijja sehr befreundet war, so fanden sie eine sehr freundliche Aufnahme. Gegen 25 Jahre lebten sie in Grenada, seit 1055 unter dem Schutze Josefs und beim Ausbruch der Katastrophe hatte sich nur Einer dieser Söhne nach Saragossa gerettet, von dessen Nachkommen später Chijja Jbn el-Da'udi ) fc^n) war. Auch Isaak b. Jakob b. Baruch Jbn el-BcklLänder Liebling Samuels und den Josef nach Grenada gezogen, war auch am Ungluckstage in Grenada und ist nur wie durch ein Wunder, gerettet worden. In Bezug auf die Gemeinde zu Grenada berichtet Sch eb et I ehuda (Schemad V.), daß bei diesem Blutbade mehr als 1500 jüdische Familien ihr Leben eingebüßt haben und daß es die reichste, geachterste und frömmste Gemeinde war, die je Spanien gehabt. Das berühmte Werk Js. Jbn el-Bälia's über die Kalenderkunde (mDl my.1 m3n£), aus welchem Abraham b. Chijja Ha-Sefardi in seinem i^y.l IDD große Stücke auszieht, (LB. d. Or. 1850 Nr. 44 u. 46) hat er dem jüdischen Wesir Josef Ha-Lewi gewidmet (c. 1060). Zu diesem Werke lagen ihm noch vor a)!?MDKn ^rpn3; b) nin m Nni13; <;) das "H2yn 12 V von dem Gaon Sa^adja, gegen welches er streitet; d) die Schriften der Karaer über diesen Gegenstand u. a. m. Uebers. 15) Man har hie und da gesehen, daß Juden eines gewissen Ansehens bei moslemitischen Herrschern sich erfreueten, und vorzüglich ihre Finanzen führten; allein dies hier ist vielleicht das einzige Beispiel eines Juden, der unmittelbar und öffentlich unter dem Titel Wesir und Katib regierte. Einige Schriftsteller haben irriger Weise geglaubt, Chasdai' ben Isaak, mit'dem Titel Minister oder Wesir des Königs Abd-el-Nachmlln 113. schmücken zu können <s. Carmoly Itiner. de la Ter re Sainfce p. 5, «nö Hist. des. medecins juifs p. 30; Rapaport, im: Kalender und Jahrbuch für Israeliten, Wien 1845 p. 261): Allein nirgends ist von Chasdai bei arabischen Geschichtschreibern die Rede. Jbn Abi-Oseibfa ist der einzige, der seiner als Arzt erwähnt. Hr. Rapaport hat nicht beanstandet, in seinen chronologischen Combinationen sich einer Stelle aus Conde (H. zu Ende des 81. Kapitels) zu bedienen, wo die Rede von einem 'Jsa den Jschak die Rede ist und er hat ganz einfach 'Jsa für Chasdai angenommen; alles dies ist eine ganz grundlose 26' Samuel ha-Nagid.

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