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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 403-404

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 403-404 (sequence 67)
Language
German
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403 Samuel ha-Nagid. 404 Buluggin'sdas Gesichts und wurde wie der Saum eines Kochropfes und wider ihrem Willen mußten sie Büdks anerkennen. Ln der Folge bereuete Buluggin, daß er seinen Bruder zur Regierung gelassen, er erhob sich gegen seinen Bruder Büdis und der König konnte weder Kleines noch Großes thun, ohne daß sein Bruder ihm Hindernisse in den Weg gelegt. Später wurde Buluggin krank, der König besprach mit dem Arzte, die Heilung zu vernachlässigen und als der Arzt also gethan, starb/ Buluggin und die Regierung befestigte sich in den Händen des Büdis". Die drei jüdischen Großen der Stadt, von denen oben gesprochen wurde, , flüchteten sich nach Sevilla". ,R. Samuel ha-Lewi wurde bereits seit dem Jahre 4787 (1027) zum Nagid13 eingesetzt. Er hat Gutes gethan den Israeliten in Spanien, im Lande Maghreb, in Afrikijja, im Lande Aegypten, in Sicitten und bis hin zu den Akademien 10) Dies ist ein der Talmudsprache entlehnter Ausdruck und bedeutet: „ihr Gesicht wurde schwarz und würde finster vor Verdruß und Verwirrung." 11) Eine Spur dieses Faktums befindet sich in der Geschichte Grenadas von Jbn el-Khatib, einem Schriftsteller des 14.-Jahrh.'s. Dieser Schriftsteller, welcher BLdls zum Vater des Buluggin macht, sagt daß dieser kn Folge des Giftes starb, welches ihm von einem Juden, welcher Wesir seines Vaters war, beigebracht worden war (s. Gayangos 1. o. II. p. 502 Anm. 14). . Jbn el - Khatlb hat den jüdischen Wesir mit dem Arzt verwechselt; weder Samuel noch sein Sohn Joses haben die Heilkunst geübt. Ebensowenig ist es wahrscheinlich, wie Jbn el-Khatkb sagt, daß Boluggin erst 454 der Ehag'. (1062) gestorben sein soll; wenigstens ergiebt sich aus dem Verlauf der erzählten Geschichten von unserem jüd. Schriftsteller,, daß Boluggin noch beim Leben Samuels gestorben ist. . 12) Der Text hat n^p^NV aber man muß ohne Zweifel Sevi l l a lesen. An einer andern Stelle (fol. 45) sagt der Verfasser ausdrücklich, daß R. Josef, einer der drei Flüchtlinge, in den Dienst des Jbn "Abbäd, Königs von Sevilla, getreten sei. 13) heißt Fürst oder Oberhaupt fämmtlicher Juden des Königreiches Grenada. In der Chronik des Sa^adja Jbn Danän liest man die Worte: Wtch *]DD3 Nim rsftpn O'öVl njKT -nnj tam nDNDJD d. h. er wurde eingesetzt zum Oberhaupte und zum Fürsten in Grenada und in allen von ihr abhängigen Städten im Jahre 4787 (1027)*. Wie es scheint hat Sa^adja noch andere Urkunden vor sich gehabt außer dem Sefer ha-Kabbala; denn er erzählt von unserem Samuel noch folgendes Factum, das in unserer Urkunde fehlt: dto nymi OM naiou iPob INK O!'O n&y t»m "ins ]its6o IYD!?D nwP npra d. h. tc richtete an Chabüs, König von Grenada, ein Gedicht von sieben Be'it (Strophen) in sieben Sprachen, jede Strophe in einer andern. ") Der Met wurde um diese Zeit für wuti tn Folge des arabischen Einflusses, wo Jousjo Fürst bedeutet, gewählt, aber das Amt entsprach dem und dem nSiil vollkommen, indem ein solcher die jüdischen Angelegenheiten dem Staate gegenüber leitete. Vor Samuel hießen diese Oberhäupter oder Fürsten auch in Spanien ein solcher Nass war unter el-Mansür der bekannte Jakob Jbn Babyloniens und in der heiligen Stadt. Er hat genießen lassen von seinen Gütern alle mit dem Studium des Gesetzes sich beschäftigenden Männer in den genannten Landen; er kaufte viele Exemplare der heiligen Schriften, wie auch der Mischna und des Talmuds, welche aus der heiligen Schrift hervorgegangen" und er verausgabte sein Geld für alle diejenigen, welche in ganz- Spanien und in den oben erwähnten Ländern das Studium des Gesetzes zu ihrem Berufe nehmen wollten. Er hatte Schreiber (angestellt), welche Mischna und Talmud (vielfach) abschrieben und er verschenkte (diese Abschriften) allenthalben den Schülern, welche nicht die Mittel sie zu kaufen hatten. Außerdem hat er noch alljährlich den Olivenölbedarf für die Synagogen Jerusalem's besorgt und verbreitete stark das Gesetzstudium. Er starb in hohem und glücklichen Atter, nachdem er der vier Kronen gewürdigt wurde (nämlich der Kronen des Gesetzesstndiums, der Ruhmesgröße, des Levitismus [er war ein Lewi^ und des guten Rufes) und überdies noch durch gute Werke ausgezeichnet war, im Jahre 4815 d. Sch. (1055)**). Sein Sohn, R. Josef ha-Lewi ha-Nagid, nahm seinen Platz ein. Es fehlte ihm keine von allen den guten Eigenschaften seines Vaters, nur war er nicht so bescheiden, weil *) Diese Phrase brachte unser Autor an in Betracht seiner beständigen Polemik gegen die Karäer, die sich durch seine ganze Chronik zieht. Uebersi **) Abraham den David erzählt auch bei anderer Gelegenheit von unserem Samuel so Manches, das hier'zusammrngetragen zu werden verdient: Er führte eine wissenschaftliche Correspondenz mit R. Nissim ben Jakob Jbn SchLhin in Kairawän und durch dessen Vermittelung hatte er Gutachten und Zuschriften von HLja ben Scherira in Babylonien erhalten. Diese Verbindung mit Nissim war nicht bloß eine wissenschaftliche, sondern auch eine innige uud freundschaftliche; der mit Glücksgütern nicht gesegnete Nissim wurde von unserem freigebigen Samuel stark unterstützt und aus Freundschaft erwuchs noch die Verheiratung des Josef ha-Nagid, seines Sohnes, mit der einzigen Tochter des Nissim, der weiter keine Kinder hatte. Er liebte sehr den in Kordova lebenden Jüngling Isaak b. Jakob b. Baruch Jbn el-BrUia (geb. in Jjjar 1035 zu Kordova, gest. Nisan 1091 zu Grenada), beschenkte ihn mit Büchern, munterte ihn auf, sich dem Studium hinzugeben und als später nach der Katastrophe vom Dec. 1066 die Bücherfammlung Samuels vielfach verstreuet wurde, hatte er viele Bücher desselben an sich gebracht. Er unterstützte und achtete hoch den nachmals berühmten Isaak Gawwa ('ij), und die Anstellung von Seiten des Königs geschah durch Ausstellung einer Urkunde Als Muster einer solchen Anstellung kann die Beschreibung Abraham ben David's bei dem erwähnten Jbn Gawwa betrachtet werden, w« es heißt: ('y j rjpyi ^>) H {-»DJD^N -|pDn) 0NO1 -y ncNDWDD icntcr btntp niSop Po by jrpo ■oPo rix O2V nvw , iniDpn nsp nw , Nmn i.u do Po mapp? , io P5 nirPy hudP ’Nm D'DS 'M0p i'D’IDD rp WDp N'Dy^I . ONpt7 pyiO pO! i^D,NÄO->p ^p 00 p2 iPnpJi, won nooiDo inn'mni (ppjo) rp nnD) niN’tyjo nooon iP nt/yi , jpr nyt mPa» nojn ■ 7« p m 7JD c.i nnN d.i 00 pMD. Uebers.

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