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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 397-398

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 397-398 (sequence 61)
Language
German
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39? Halachische Mystik des Schar. Liberias. 398 charakteristische Merkmal des NJD%TD N'jn... Der Verfasser desselben hat unter der Formel N"npO die mosaischen Gebote und Verbote, rabbinische Vorschriften und religiöse Gebräuche erläutert und seine Schrift nach dem Schema der üblichen roson '»DyD gearbeitet. In der Halacha ist er sehr bewandert und legt auf die rabbinischen Vorschriften ein sehr großes Gericht. Ein eclatanteö Beispiel der halachischm Mystik findet sich Sohar HI, 153a: DniaiNi psa ]!?dbd pm im wDntöw npiddi ^nd by th 'di narm nDDD pi prmo jvtn ddot im pon 'tarn whd D’jndd d'-wid rnomb pns ptn D^non ini 'di paa Dnio.i D'p'is 'di . 'di jmnü N^n n |mDw dth ^neo Daselbst wird and) der Abschnitt rjNnn des Traktats Berachot eitirt. Der Verfasser des N'jn war also bestrebt, die Kabbala mit dem Talmud zu verbinden, was von Abraham Abulafia, nach Landauer's Schilderung, nicht behauptet worden kann, und es ist daher verkehrt, denselben znm Verfasset des NJDMD N'jn machen zu wollen. Uebrigens giebt uns diese Schrift Aufschluß über die Verfasser des Sohar. Wir lesen nämlich HI, 153b: phfm) Npn pr n p!?ü 'di dmp d^d^dh) piwaran na tdtd iiT*n “min tdd npNT nt nnn owi -pyo TNN pta&i Nma^DD 'n vyo 'u na itd^h miN^n Ti^n pn bz D”prppn:n nnorao nt nm iNDi fn n^o by nt ntddt rrnN nti NTnN n^tnsiD N)Q1 wnm Nnn nan any TinnN N^ Nrnnpa rfcnt^NT :tmjd . Töt&n npNT N'pD^ ntttn^ Nnirr^tsa n!?i 'di Nnin^BQ , 'di mrn ntt D”prp "pi jdi NrniTQ d. h. der Plural O^DL/v deutet auf die Verfasser des Sohar, die neun an der Zahl waren, außer der Hauptperson, und die im Anfänge.der Jdra Rabba aufgezählt werden. Zwei derselben waren aus Leon und sieben aus dem gleichnamigen Königreiche. Ihre Schriften wurden dem Sohar einverleibt, «der mit andern Worten, die Kinder ihres Geistes wurden in den Lichtstrom des Sohar geworfen (i.TD^n miN’n T^n pn te). Was bedeuten aber die Namen rur und cny? Nach Rer. Germ. VeL Auct. Pist. (Jost, Allgemeine Geschichte VH, 313) standen im Jahre 1295 zwei Propheten auf, und zwar der eine in Avila, der andere in Leon. Aus Salomo bcn Adraks Gutachten Nr. 548 erfahren wir, daß die Mission des Mystikers in Avila, der von Engeln mehre Schriften empfangen haben wollte, mißglückt war. Nun heißt Avila auch A n eb u l e n sis, und Leon auf arabisch Es lag daher nahe, den Mystiker aus Avila mit dem schwarzen Raben, der seine Mission ebenfalls verfehlte, und den andern aus ]v6 mit der Taube zu vergleichen, d. h. als die Pseudographie des Schar, von Avrla ausgehend, gescheitert war, wurde sie von Leon aus verbreitet. Und hier haben wir unfern Moses de Leon, dessen Name der POT gleicht. Ad. Jellinek. XXII. HeiHt Liberias wirklich rpryo? Die ältesten Stellen, aus denen zu entnehmen wäre, als hieße die Stadt Liberias rpTJ/D, haben wir in unserm miDDn DTÜiip gegeben. Diese Stelle ist aus dem Michlol des David Kimchi entnommen. Man hat verschiedene Vermuthungen ausgestellt über den Normen rptyO i Vergl. diese Blätter 1851 S. 83 Note 2). Wir glauben übrigens, daß in den Stellen des Michlot N^TSÖNin rp TJ7D DD1? fehlt bloß das Wort DipD: es muß heißen nnyD oipD mb wie es auch in der Überschrift der Abhandlung des Ben Ascher heißt, welche ich zu Anfang des rrnDDH DTDJJp gegeben habe. Wir vermuthen, daß dieses rnnyO nichts anderes heißt als „aus Asien". Wir finden im Talmud (ttboba sarah S. 30s) die Phrase tosyo ^nNT N^fl NTDH (süßer Wein, der aus Asien kömmt). Man sicher also, daß im Talmud die Schreibart woy mit K"DN abwechseLte. Es verdient bemerkt zu werden, daß bei Saadja in seinem ächten Commentar des Sefer Zezira*) keine Rede von Liberias ist.'* Dukes. Nachricht Über Abu'l-Walid Merwä.n Jbn Nannch und über einige hebräische grammatische Schriftsteller des zehnten uird elften Jahrhunderts. Nebst der Einleitung des Kitüb el-Lüma von Jbn G^ancich, arabisch :o. von S. Munk. Aus dem Französischen in dem Journal AsiutlHue (Juli 1850) in's Deutsche übersetzt von Jul. Fürst. (Fortsetzung.) Wenn wir aber schon haben bedauern müssen, nurs» wenige Nachrichten über das Leben Jbn rZ/anLch's, dessen vorzüglichsten Schriften uns noch erhalten sind, zu besitzen, so begegnet uns das Gegentheil bei Samuel ha-Na gib. Wie finden *) Durch die Güte des Herrn S. Stern besitzen wir eine Kopie dieses Commmtars aus der de Rossi' scheu Handschrift. Wir verdanken demselben die Einsicht in seine Auszüge, die er sich in Parma gemacht hat, und benutzen diese Gelegenheit, ihm hier -öffentlich dafür zu danken ") Wir werden nächstens eine ausführliche Erklärung dieses Wortes geben. Daß die hier mktgetheitte verunglückdist, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Red.

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