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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 395-396

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 395-396 (sequence 59)
Language
German
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Poetische und halachische Mystik des Sohar. 39K m Auch Isaak Jb n GhajLL gebraucht dieses Bild Ln einem Gedichte für den Abend des Versohnungstagcs (Sachs, a. a. O. S. 15): * um niopa wan mv . . aay nyb rrn in*a n b \ p Dieses bei spanischen Dichtern häufig vorkommende Bild nun wurde vorn Sohar weiter verfolgt, so daß der Schooß der Gottheit, in dem die Seelen ruhen und aus welchem die Erlösung hervorgehen wird, aw2 jp genannt wurde. Sohar II, 8 h. by Tod ipnnNi po 'di m 0 i p v^NVanan 'tfna bw pr* Nnuj Ra^aja Mehemna III, 278a: nm: nsss Kap notn ntn \xm - 'cn mo ntr tb Krüo&n.Nnoan Na rrap jd. £ i t f tun nt zu SoharChadasch ecl. Amst. 726: a'n.a 'ü) n:p p naau ai22a Kap aoN nwa&w n"ap by) /dt rb ip ana? n'a hn2d aiQ2 w Es ist demnach Mangel an richtigem Vnständniß, wenn Landauer (Or. 1845, S. 542) die Frage aufwirst, warum der Messias in einem Vogelnest verborgen sei? und sie dadurch zu losen versucht, daß nach der 'Vuchstabencombination Abulafia'S ^p dem Worte .nr,,> entspreche. Natürlich weiß er daher auch nicht die Bezeichnung a>D2 zu erklären. — , 3) Iehnda al- Charisi vergleicht (nach Dnkes, Or. 1851, S. 379) den Körper mit einem Kleide, das die Seele nach dem Tode ausziehe (wie wir auch im Deutschen die Metapher „irdische Hülle" gebrauchen) und mit einem Gcsänguiß, aus welchem die Seele befreit werde (ein auch von Plato angewcndetcs Bild): raab mn *)un n a w d er : non? mDa.rrvDni nny Diese poetische Anschauung des Körpers bildet einen Grundton des Sohar. Vergl. I, 20h: Da^a ioBO hai m* mnb'y — II, 76 a: pbhon din wn na m aa n?D mbmi' ay; wib Npn.pND ]ü*nd —: Vrgl. auch Salouio Jbn GVbiroÜs Deutung des Eden (Ginse Oxford, IV, Arunerk. 7), in welcher er sagt: p)un Kl.a^ Dy nnnm . —- 4) Salomo Jbrr E/eb irol sagt im Anfänge seiner „ K o nr g ö k r o n e " — die überhaupt reich an kabbalistischen Elementen ist —: mn D^a.D^j/3 aiN nna* : nsraa otyja n.^jv Dieses optische Bild vom sichtbaren und unsichtbaren Lichte, an das sich unmittelbar ein anderes von transparenten und nichttransparenten Farben anschließt, spielt eine Hauptrolle im Schar, aus dem wir nur folgende Stelle mit der Bemerkung entlehnen, daß die talmudische Differenz zwischen Nn^paDN mwi und rri'ND mw (Jebamot, 49b)'fcte erster, Anfänge dieses Bildes ausmacht. Sohar. II, 23 a: in, i'D’no mo nbnpw imnipiN m nh tuiu -r&n .nw w'ya 'iai .2*^:1 n*n übi 'Nnnia- ^pi pa nrnro. *6. 1 .Ta jmn lv'8 p^na nnDwNi prj; dw Na Niai 6ai vm .'or nnam pnn pw 5. Derselbe Dichter vergleicht dm Akt der Schöpfung mit der Emanation des Lichtes: MD nt>2N pnoanD piw byiaa ]\s*n p vm pme2? .pN.a p NsnwaiNn -j&raia ppn aniai **ppm asm ypan pan 5?N*N"ipi vpnai t2r»n b& . : ypaii ob)yn bm Damit stimmt bis auf die prägnantesten Ausdrücke die klassische Stelle des Sohar überein, Sohar I, 15 a: KtviPD ino aa 'di n^y'rrnba -21^.l ,j n^n nt?n ypa -ypa;di ub Na.w1? aay DD n1 m j?1 p aa ' i p * na uoa ay bbo W"ns &b . 'rai Man r-nipa Es ist daher nicht nöthig, mit Landauer (a. a. O. S. 544) zur Erklärung ähnlicher Stellen zu Abulafi'a seine Zuflucht zu nehmen. — So zieht sich eine cigenthümliche Benutzung der Dichter durch den Sohar, wie wir es in Beziehung auf die talmudische und midraschische Hagada in ähnlicher Weise fiüdcn. Ad. Zellinek. XXII. Die halachische Mystik des wn'na ann. Eine Seite kabbalistischer Thätigkcit war die mystische Begründung mosaischer Vorschriften. So wissen wir, daß R. "A sr i e l, der Lehrer Moses ben Nachman's, in seinem Commentar zum Hohmliede, die Gebote deutete und Recanati als Muster diente. Siehe Ta^ame Ha-Mizwot von Recanati, 4h. Wie aber die-cinsache Methode der ersten Gesetzlehrer später in den sogenannten Pilpul ausartete, so entwickelte sich die Gesetzesmystik z,l einer kabbalistischen Auffassung der ganzen Halacha, ohne Unterschied, ob sie mosaisch oder rabbinisch oder bloßer Usus sei. Diese Art Kabbala bildet daS ') Ueber daß wichtige pan vergl. die sehr lehrreiche Abhandlung von S. Sachs in nnnn. S.6 ff. Wir bemerken hier noch, daß R. "Asriel, der Lehrer Ra m ba n's, auch das Princip von p^n oder p^-| kennt. Siehe Recanati, Pent.- Somment. 9c: p ro) rwnDn ^ra Ninjef pann . b"i bx'Dy 'a Dann 'v ") Iluedrücke aus dem S e f e r I e z i r a.

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