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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 393-394

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 393-394 (sequence 57)
Language
German
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363 Poetische Mystik des So har. port'sVermuthung an, daß W NHN m (Sebom. 45a, ^et. 22 a, 88 b, Erach. 22 b auch Bab. b. 146 a) ein Aufseher jener Burg gewesen sei, indem nach Jos. dies Amt immer von einem jüd. Priester versehen wurde. Wenn man aber auf das steht, so könnte R. Acha zur Zeit des Tempels gelebt und in diesem eine Funktion versehen haben; vgl. Neh. 7, 2, Orla 2. 12 und über die mxi des Tempels Herzf. S. 423 und 487. Ueber das Zeitalter jenes Acha ist schon Sed. hadd. p. 74, c. 2 in Zweifel. Nach Iosefus erwähnt jene Sage auch Hieronymus zu Dan. 8, 2. 8) Das. S.>71 t. Ueber 2trt. X, 11, 7: „die Bücher welche Daniel geschrieben hat." Zuerst ist hier nachzutrageu, daß Jos. selbst X, 10, 4 und XI, 8, 5 nur von einem ßißUov spricht. Annehmbar ist 5zerzfelVs Erklärung (S. 297): an den beiden letzteren Stellen, wo Jost die Weissagungen des kan. Buches im Auge habe, spreche er nur von diesem, die aber wo er von Daniels Ruhm überhaupt spricht, scheinen ihm auch die apokryphischen Sagen berüäsichtigungswerth, daher sagt er ßißlLcc,, Berthold will hingegen den Plural wirklich auf die verschiedenen Lheile beziehen, aus welchen nach seiner Ansicht das B. Daniel entstanden sei. 9) Das. S. 712: Ueber Art. X, 5,-1 wo Los. dem Jeremias oder nach anderer Auffaffung dem Ezechiel zwei Bücher beilegt. Zu den dort angeführten Schriften und Ansichten über die Stelle sind noch hinzuzufügen Bert hold Bd. IV. S. 1461 u. 1491 ff. und Herzfeld S. 286 f. Neues ist aus denselben zu unfern ausführlichen Erörterungen nicht hinzuzufügen, Beide beziehen das §§ itQcovog (H. will 6 öe TtQcovos lesen) auf Jeremias und (heilen dessen Luch auf verschiedene Weise in zwei Lheile. Diese Ansicht, die wir schon anfänglich als die bei weitem wahrscheinlichste bezeichnet harten, wird jetzt, nachdem Fürst in seinem Aufsätze: „die lilcrar. Vorlagen des Talmuds" (Ltbl. 1850. S. 85) auf die Stelle im Sifri Deuter. Kap. 1 D^DD 'D »TDT DrD aufmerksam gemacht hat, gar nicht mehr bezweifelt werden können. Wir glauben: gerade weil die im Sifri für jenen Satz angeführte Stütze: nn IV “iDNW rpöT vpi (Ier. 51, 64 — woraus hervorgehen würde, daß nur das 52. Kap. als das zweite B. zu betrachten wäre, vgl. Fürst das. Ak. 143) so schwach ist, haben wir es hier mit einer alten Tradition von zwei BB. Jerem. oder besser: Zwei Theilen seines Buches zu thün, und diese Tradition hat gewiß auch Jost im Auge. Ebenso schließen wir daraus, daß die Barajta in Bab. batr. nichts von 2 BB. hat, daß jene Tradition schon vergessen war, der Verf. des Sifri wußte noch davon/ kannte aber den Trennungspunkt nicht mehr und hielt sich darum an das run ly. Ob aber die zwei BB. durch Trennung des Ganzen oder durch Ausscheidung der Weissagungen über fremde Völker gebildet worden seien, mag wohl immer unentschieden bleiben. 10) Nr. 47 S. 741. Daß Ezechiel, wie Art. X, 7, 2 angegeben ist, feine Weissagungen nach Jerusalem geschickt habe, steht freilich nirgends ausdrücklich, doch legt auch 394 Kimchi das d^HSTP- DK jmn 16, 2 so aus; so auch Grotius cf. Rosenm. Schol. z. d. St. Wahrscheinlich hat auch Jost diese .Stelle im Auge gehabt. 11) Das. S. 742 Anm. ') Die Stelle Sirach 49, 10 [12 bei Luth.) wird für unächt gehalten, f. de Wette §. 255 S. 356, i. 12) S. 743. F ü rst in der vorhin genannten Abhdlg. (S. 177 Anm. 270) meint, daß auch Iosefus IX, 4, 2 wie der Midrasch den Propheten Obadia mit dem Diener Achabs identisüirm; es steht dort aber nur, daß Jost die nnK rWN rfn >&50D 2 Kön. 4, 1 für die Wittwe jenes Obadia hält. v, 13) Nr. 50 Anm. 97. Ueber das im E. A. II, 18 =. Esr. 4, 13 borkommende „sie erbauen einen Tempel" ist später in Nr- 2 dieses Jhrg. Anm. 299 eine bessere Erklärung gegeben. Dr. Treuenfels. xx. Poetische Mystik des Sohar. Mystik und Presse find ein Schwesternpaar, deren Muster die Phantasie. Wahrend die Poesie dm Gefühlen Maaß und Ausdruck verleiht, sucht die Mystik Probleme der Vernunft in ungebundener Form scheinbar zu lösen und die eonerete Wett, nicht iu ihren Gruud- (ineen, sondern in der schillernden Farbenpracht zu begreifen. Wir finden daher in der sohariiischen Kabbala nicht blos poetische Deutungen, sondern Lehren und Anschauungen, deren Ursprung bei neuhebräischen Dichtern zu suchen ist. Wir geben hier einige Beispiele. 1. Zn den Tikkune ha-So har, Tikknn 70, lesen wir eine schöne allegorisch-poetische Darstellung von der Seele, wie sie durch das Licht der Augen sich mcmifestirt: 'jjdd p'öl 13 Nnbtfiä N n fcro rWN“D ^2 by iwm in:s bin nrvn pN.n m nDna’ .tdx dv^iodn’i td nnDN/ü’no vy Dinn rrro no rpnotw xnhy wno' ^dpini in: , iin vi' ihn DipD bx own nnno Dran np’ nvfev wm rro NDi) riw nhden np^nohn po nts^n Hfnm — . NL73' 2. Salomo Ibn birol und Jehudaha- Lewi, zwei Dichter, die von den Kabbalisten stark benutzt wurden, vergleichen die Heimkehr der Seele in den Schooß der Gottheit und die Erlösung Israels mit einem Vögtein, das in sein Nest zurückkehrt. Der Erstcre sagt in dem bekannten Gedicht, (Dukes, z. K. d. nh. r. P. S. 164) von der Seele: “pu DP : -jjp -nss3 Der Letztere (Sa ch s, die religiöse Poesie u. s. w. hebr. Beilagen, S. Ü8) von der Erlösung Israels: '1NUNN ~b HD “3" ■ mann j.i by tidjjd : ’TJMD N'3 >nc TiOsb

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