Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 22
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 391-392 (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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391 Ueber den Bibelkanon des Josefus. 392 vorgeht, mü dm Worten: nw wnp *rb mn W b'D pjrp ubtobü pjw \3n -lyw /»i nijw wrn nDNp.wo wj Daran schließt sich folgerichtig die Fortsetzung der in unsrer Ausgabe angebrachten Jdra Nabba, die auch von der mystischen Bedeutung der Haare .handelt. Die Editoren fügten aber die Worte 'oi rpfrMD' bj in den Text des Sohar und begannen den Sohar Ha-Gadol oder die Jdra Rabba mit den Worten: wim N\Sn NTQn!?, so daß man nicht weiß, Ln welchem Zusammenhänge das Folgende mit dem Abschnitt tftsrj steht. Mochten nun die Abschreiber manchmal die Bezeichnungen und vertauscht haben; so viel steht fest, -daß der Sohar Ha-Gadol die Jdra Rabba bedeutet, an die sich ein Theil der Tikkuuim, als weitere Ausführung der in der Jdra geschilderten dreizehn Mpn anschließt. Es wird uns daher nicht überraschen, wenn nm"i ■»DJJD 2b unter dern Namen b)X)n niTil eine Stelle angeführt wird, die inr SoharI., 34a eck. Amst. sich befindet, aber anS den Tikkunim entlehnt ist, wie dies schon von Milsahagi (Rabia, S. 32 b) nach Mose Cord over o hervorgehoben wurde. Ad. Jellinek. XIX. Nachträge zu der Abhandlung über den Vibelkanon des Josefus. 1. Zu 1 849 Nr. 39 Ak. 2* Zu der ooct verzeichneten Literatur füge ich noch fotzende hier und da über den Kanon .des Jos. citirr gefundene altere Schriften: CH. B. M ich aelis Dissert. qua nomina, numerus, divisio-et ordolibrorum aacrr. veU Tert. sistuntur. Hai.-1743. 4. — ((Sorvobi) Versuch einer Beleuchtung der Geschichte des jüd. und christl. Bibelkanons. 5^>al. 1792. 2 Th. 8. — L. T. '©pittict de wsu versionis Alex, apud. Josephum," Gott. 1779. 4. 2. Nr. 39, S. 613. Eichhorn's Ansicht über das Verhältnis; der Zahl von 22 heil. BB. zu der von 24. hat ganz ebenso Berthold Eint. 1. S. 42f. vrgl. S. 83. , 3. Nr. 46, S. 629. Wenn dort gesagt ist, daß Josefus' Ausspruch „das nach Artaxerxes Geschriebene habe nicht dieselbe Glaubwürdigkeit wie das Frühere" nicht alle Apokryphen ausschließe; so soll damit nicht behauptet werden, daß irgend ein apokr. Buch älter als Artaxerxes sein könne (nur dem Buch Baruch, ohne den Brief Jer., wird neuerdings von Herz seid Geschichte rc. S. 318 ein exilischer Ursprung zugeschrleben); sondern es gilt nur für Jos. eigenen Standpunkt, der den bibl. Büchern, nach seinen klaren Worten, in der Regel einen mit der darin erzählten Geschichte gleichzeitigen Ursprung beilegt; so daß jener Satz eigentlich sagt: die Geschichten nach Artaxerxes sind nicht mehr in so glaubwürdiger Weise (von Propheten) -ausgezeichnet. Demnach wären also z. B. Judit, Tobias, die Zusätze zum Daniel rc. älter als Artaxerxes und nicht eo ipso vom Kanon ausgeschlossen. 4« Nr. 42, ©. 660. Auch das Josua 5, 13—15-Erzählte ist bei Josefus ausgelassen. 5. Das. S. 661. Daß, bei Josefus, die gegen Jabesch Gilead Ausgeschickten die 400 Jungfrauen ohne Befehl leben lassen, ist doch wohl nicht ein Versehen des Schriftstellers sondern eine absichtliche apologetische Veränderung, weil er an jener Stelle (Art. V. 2, 12) überhaupt sehr bemüht ist, die Israeliten von dem Verdachte der Eidbrüchigkeit zu reinigen. — Wegen der Opfer Gideons und Manoachs sollte es genauer heißen: von ersterem ist gar nichts erwähnt, dagegen bei Erzählung von Man. Opfer das (Nicht. 13, 19) nach 6, 21 erläutert, der Engel berührt das Fleisch mit dem Stabe u. s. w. 6. Zu Nr. 44, S. 690 ff. Die chronologische Anordnung der Begebenheiten im Zeitalter des Jeremias betreffend. Zur Verhütung von Mißverständnissen möge noch bemerkt werden, daß es uns an jener Stelle nur darum zu thun war, Josefus Ansicht darzulegen und nachzuweisen, aus welchen bibl. Stellen und nach welcher Interpretation und Combination derselben er jene geschöpft habe. Es wird sich dabei auch gezeigt haben, dast seine Ansichten nicht so unhaltbar sind, wenn auch in Hinsicht auf die von ihm angenommene Deportation beim Falle Jojakims alle Neueren anderer Meinung sind, und die Jer. 52, 30 aus dem 23. Jahre Nebukadnezars erzählte Deportation von den Meisten mit der Eroberung von Tyuus in Verbindung gesetzt wird. (Herzfeld's Ansicht s. a. a. O. S. 444) Unser Zweck war ferner nachzuweisen, wie genau und gründlich in seiner Art Josefus die bibl. Quellen benutzt habe; sowie daß er eben deswegen wiederum nicht als besondere Quelle betrachtet werden kann, wie so häufig geschieht, sondern nur als Interpret. Auf genaue Erörterung .über diese verwickelte Periode rinzugehen, ist hier nicht der Ort. — Bei Anm. 56 ist noch hinzuzufügen, daß auch Vertheau (zur Geschichte des Jsr. S. 385*) die Angabe des Jos. von 10832 Deportirten bespricht; daß diese Zahl aus den 10000 in 2/Köm 24, 14 und dm 832 in Jer. 52, 29, zusammengesetzt fei, hat er freilich gesehen, (Win er auch das nicht) aber er irrte, wenn er glaubt, daß Jos. 2 Deportationen die 11 Jahre auseinander liegen, wrllkührlich zusammengeworfen habe; nach Jos. sind vielmehr beide identisch, indem er, wie wir gezeigt haben, Jer. 52, 29 im achtenI. statt 18 gelesen haben muß. — Das. zu Anm. 60. Zu denjenigen, welche Jos. als selbstständigen Gewährsmann für die Eroberung Egyptens durch Rebukadnezar anführen, gehört von Neueren auch Bertheau (a. a. O. S. 363); Herzseld dagegen (l. I. S. 98 und dazu gehörige Noten) ist der Ansicht, daß Nebukadmzar Egypten nicht unterworfen habe und die darauf bezüglichen Prophezeihungcn nicht eingetroffen seien. 7) Nr. 45, S. 710. Ueber die naA Jos. Art. X. 11,7, von Daniel zu Ekbatana erbaute Burg (ßdgcg) hat H erz - selb (l. l. S. 481) einige Erörterungen. Er führt Rapa-