Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 22
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 387-388 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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388 387 Zwei Gebetstücke von Sa adja. Abraham den Chija" und einigem anonymen Dichtern 11. Die Zahl der Beispiele wäre noch leicht zu vermehren gewesen, wir wollen indessen nicht Zu denen gehören, von denen der anonyme Dichter sagt: rwtw D’3n rpi" rw ll'y fjttnna rn („Sie sind wie diejenigen, die Wasser aus dem Meere schöpfen, es ermüdet, es bleibt gar manches noch zu schöpfen übrig/') Wenn der Leser diese kleine Notiz als ein Capitel von Disraelüs Couriosities of Literatur betrachten wollte, wäre es uns angenehm. Wir haben in derselben einen kleinen Beitrag zur Geschichte der Literatur geben wollen, da genau genommen die Betrachtung der Geschichte nichts anderes als die Geschichte der Parallelen ist. Die letzten Resultate, welche aus Vergleichungen dieser Art hervorgehen, gehören eigentlich nicht mehr der Geschichte, sondern der Philosophie der Geschichte an. Nach dieser einleitenden Notiz, die augenblicklich nur eine Aeußerlichkeit der Literatur berührt , deren Wurzeln aber dennoch tief in das Innere derselben dringen, dürsten unsere Leser von uns vielleicht erwarten, daß wir auf die innersten Momente der neuhebräischen schönen Literatur eingeh en werden. Wir hoffen diesen Erwartungen bald zu entsprechen. Dukes. XVI. Zwei Gebetstücke -es Gaon Saadja Fajjürrri. . Jbn 'Esra in seinem Kohelet-Commenrar (8, 1) sagt: rrwpns Dnm ,ny:hNn nbso ibtto rnyo pxjni anpon ]wh by Dm , onioD -ara -an vbw , own d^di nnn p*a', pnpm. In einem romanischen Machasor (nx\3Dn Ttnc). ed. Venedig p. 298 und 301 befinden sich zwei dem Gaon Saadja zugeschriebene Bakkaschot, deren eine die Ueberschrift NOTX hat und bei der andern auch hinzugefügt ist; jedoch in der einen Theil dieses Machasor's enthaltenen HS«, welche ich besitze, steht bei dem ersten Gebete üoVl "WH n^DD h\>)M nnyD und vor dem zweiten ]in:6 rbonn nxi DJJ low nten b^iwid rmpn xvn Vr o\ Das zweite Gebet befindet sich auch cod. Rofsi 997 und von dem ersten befindet sich da blos Anfang und Ende, aber das Meiste in der Mitte fehlt. Das zweite Gebet wurde im Jahre 1623 zu Mantua zu Ende des nnt ■»rnön;D abgedruckt, wo es überschrieben ist mW nrw Vst M dS1? “rar? rfen bereits in unserm Buche: zur Kenntniß u. s. w. S. 172 mitgetheilt haben. Es befindet sich auch in der angeführten Wiener Handschrift, so wie auch bei de Rossi (No.772). 10) In diesen Blättern (1848 S. 795 Note 1) bereits mirgetheüt. 11) Ebendas. S. 404 von uns mitgetheilt. UX2Q \mn;D1 TOT , was in meiner HS. gerade bei der ersten Bakkascha steht. Uebrigens findet sich dieses zweite Gebet auch in einigen Ausgaben der sefardischen Gebetordnung z. B. in ed. Venedig 1624, ed. Athias 1661 ts, s. w. Da jedoch diese zwei Gebete als Reste der religiösen Poesie eines Saadja mir der Mittheilung werth schienen, so theile ich sie hier aus meinem Hs. rom. Machasor mit. — In Kerem Chemed IV, S. 39, wo ich über das Hs. rom. Machasor spreche, sagte ich: daß in diesem Ritual sich zwei Gebete von Saadja befinden, von denen das eine (p 255) mit rtoncrfc px irra? / n^nn rb px pn^nn beginnt, aber dieses war ein Fehler, da diese Jntroduttion blos als Zusatz von R. Salomo Scharbit-ha-Sahab herrührt, der nach den Einleitungsworten NNON 'DBW dieses einschob. Es schien mir Anfangs unglaublich, daß der Zusatz gerade ganz am Anfänge des G.ebets sein soll, aber nachher erfuhr ich, daß in der de Rossi'schen HS. (cod. 997) eben dieser Zusatz fehlt. Einige Gelehrte glaubten, daß Sc/adja's Eingang zum Gebet verloren gegangen fei und der gmanme Sal. Scharbit ha - Sahab hat für den verlornen einen andern angefertigt, allein diese Annahme ist bei genauer Einsicht, ganz überflüssig und unstatthaft. Ich stelle nun das erste Sa'adjanische Gebet hierher, mit der Einleitung des Scharbit ha-Sahab und mit Angabe der abweichenden Lesarten aus der de Rossi'schen Handschrift: Erstes Geb et Sa a dj a's« ‘“Inulin -iw 'vi nnen nsw '' r6nn nV pt« -p^nn8 nbn on^> pN-pra^i ntam ‘puj w u'njr&i nV i*b udd nti'N n’i?sn ib-pw noi n^nni nPan i>ya i3v'p' pw ■ nbnn mon i? pb nbm hinj *jbd» nbnni mm *>a by Dom mp vn U’mWp D.) mp pN “pnonVi nsp bya nw no mn innrP man nsid iV ntyN “iri.va ln^ari? mbw ip'j'1 PP ^3 WNtP DD) irfoi bsbv dsjP n pp nonb p«i pp lösjÄ pNtcr.ioa nimtrk ddh) am aiü pb 1) Diese einzige Zeile leitete die Bakkascha Sa'adja's ein. 2) Hier beginnt der eingeschaltete Zusatz des Scharbit ha - Sahab.