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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 383-384

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 383-384 (sequence 47)
Language
German
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383 384 Ueber Bilder Manche Bilder sind Begriffe geworden und haben sich als Gemeingut bei Dichtern erhalten. So z. B. bei orientalischen Dichtern das Bild „der Rabe der Trennung"/ welches die jüdischen Dichter der maurisch-spanischen Periode oft gebrauchten. So z. B. Mose ben Esra in seinem Tarschisch: a-np top irub npn : ' in ba aba bu ba aap aavp ob Nin »a : aaip- *p oa n« ppnm („Verschwunden ist: die Freude aus dem Herzen jeglichen Freundes, wenn zum Aufbruch der Rabe ruft. Ich schlage meine Hand in die des Geliebten, er giebt Kühnheit mir Herz"). Jehuda Ha-Lewi sagt ebenfalls in einem seiner Gedichte: TQ NV7 “1m p^Dn DIpD HSON) om *>nn ntapN 5 im '2xy xb ow vb * OT1D 21)y DN1 '22b Hm („Ich will nach dem Platz hingehen, wo wir uns umarmten, er ist meinem Geiste eingeprägt, will sehen ob ich dort vielleicht mein Verlorenes finden werde. Es finden sich dort nur die Raben der Trennung. Ich fragte: ist dies ein Herz, ist es Bürge meiner Trennung?") So auch der Verfasser des oft erwähnten 3*$ bw2 (e. 44) qsip» np ijiv pi 'ab» : nana xb w anp bipb fc|BU> ba nm : bip ■vap’ In's: o jpab („Bei der Stimm e des Raben behagt mir der Schlaf nicht, mein Herz erbebt und zittert, wenn er auffliegt. Weil zur Trennung er die Stimme erhebt, und.den Geist des Kummers in mir aufstachelt.") Bilder dieser Art sind so zu betrachten als gewisse Gemüthsstimniungen und Anschauungen, die ebenfalls oft von vielen Dichtern gebraucht werden. So z. B. die Anreden an die Wohnstätten" der Geliebten, welche bei dm arabischern Dichtern allgemein war. (Vrgl. unsere Notiz darüber in diesen Blattern 1848 Seite 232 u. 242.) XV. Nachbildung. Die jüdischen Dichter haben sich gegenseitig zuweilen benutzt. Sie Haben hie und da ein Bild, einen Ausdruck von einander geborgt, ohne daß man dies ein Plagiat nennen könnte. So sagt z. B. Salomo ben G'ebirol in einem seiner Gedichte (Ms. Poeocke 74 in Oxford). doieti 1^ ntDJo rbm mian in btt mbpb bop'i Das Gedicht selbst des Modon haben wir bereits in diesen Blättern (1844 S. 4Z) mitgetheitt. 11) Wie nwfi T\y id Jerem. 30, 21. Vergl. auch Grangeret de Lagrange Anthologie arabe. Paris 1828 0* 195.; überhaupt. in»a ’bp japn tön ’bp navi ’nicrD nonm , rrru -tarx nmm („Die Laube klagt auf den Zweigen über die Trennung ihrer Schwester, sie jammert meinem Jammer gleich") Iehuda Ha-Lewi hat in seinem Gedichte anfangend ^y jjprv.run! ' »TVBN (von uns In diesen Blättern 1850 Nr. 31 bereits mitgetheilt) dem Anschein nach manche Wendung benutzt. In demselben Gedichte sagt auch Ben G'ebirol D’fein by Dm D’nw vnbjg nrfoi nu NM bw2) ■wifiM'bnug) -hin m hd'ni 'npswi wsu vin Dm byo» '"wm notw pnd mmn I wti notao pND rrwoo 'dh cnnra oyon osy mm dv& 'nunai 'yon wy onr»n wy 'DD idd runo faa opm 'd^did “iddi bn^j; noo'i" 1 oma ins?) nn^oji ivdm 1N-ICT3 („Ich sah sie, sie waren auf den Kamelen, mein Herz \ erschlaffte, meine Kraft schwankte, meine Stärke nahm ab.? Wie soll ich existkren nach ihrem Abzüge, wie soll ich nach £ ihrem Gehen bleiben? sie sind mein Geist und meine Seele. - Kann ein Mensch ohne Seele^ leben? mein Körper wahrlich l; blieb ohne Seele zurück. Gott sei mit ihnen bei ihrem f Ziehen und Wandern, wie sie immer bei meinen Zügen und f Wanderungen mir vor Augen schweben. Er tränke sie mit I Regen auf ihren Ruheplätzen, reichlich wie das Wasser meine l' Augen, spende Than und Regen ihnen, wie meine Thränm, ' in Fülle. Tödte ihre Kamele, welche sie getragen haben, weil sie meinen Frieden von dannen trugen und! mein Glück.") i Mose ben Esra hat diesen letzten Gedanken ebenfalls s in seinem Tarschisch ausgesprochen. Derselbe sagt: >"04 nbp’ xb 2p nn : boj t)»i Tn *7 a ptK/n td npb : ptpin annb ’a , rbpai 2rna ino njy ba nap : 'ab inba a^tt ’a bp; 1) Das Gedicht, aus dem diese Worte entnommen sind, beginnt TiDN -iJDD NN'. Diese letzte Phrase findet ihre Parallele in einer prosaischen Stelle in HowelPs Leiters (Section 111. No 26 S. 134); derselbe spricht von den Neuigkeiten, welche die englische Gesandtschaft in Madrid erhalten hat und fährt dann fort: „This News strook a damp in the heart of all people he re and tliey wished that the postillionsthat bro mg h t i t, h ad all broke their naks in the way“. (Diese Neuigkeiten machten den Einwohnern viel Verdruß und sie wünschten, daß alle Postillons, welche diese Neuigkeiten überbrachten, unterwegs den Hals gebrochen hätten). 2) Das Erste wie ,TU nbyD Lev, 11, 4, daö Zweite wie Ex.,' 30, 13, das Dritte wie ins m4' Prov. 15, 18.

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