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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 381-382

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 381-382 (sequence 45)
Language
German
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.381 382 Ueber Bilder MerhaüM beiden stellen,'mikverschiedenen Dödifieatio.nen sind nur Bibellesern verständlich^ M spielt auf Dt. 15, 17 an. . Abraham'Bed'arschi sagt:' .vlp O'pN . .... 'UHfyDi »«n ic$?i L7i '' ■ („Freunden und Rednern, welche täglich mich zu trösten sich drängen, überlasse ich meine Seele. /Wie sollte ich froh werden, die Zeit hat zur Zielscheibe mich gemacht und schoß ihre Pfeile darauf. Zum Ganzopfev hat sie mein Herz bestimmt, 'undder Tag' ihres Zornes ist das Feuer und das Holz"). Obwohl das-Bild an sich selbst verständlich ist und als Metapher für sichbestehen. könnteso ist es doch nur eine Anspielung auf Gn."22, 7. Salomo Dafiera hat dieses Bild ebenfallsgebraucht in den folgenden Zeilm, welche sich ebenfalls in der (Note27) erwähnten Wiener Handschrift finden nb mp ^b mi’p r^niri-for* wyo bt> . n^Dis'am »nh dhi n^n-rsN , yfew ini-n 'yni. nbö p j)N3 >nn ino® tu jjjj n)pn ns?bb - (Hätte Hoffnung nicht mein Herzgefaßt, so hätte Gluth mein- Herz verbrannt. Der Trennung Flammen verzehrten mich, ich bin das Lamm und bin das Feuer und das M.esser. Hätte ich nicht der Hoffnung Balsam auf der Trennung Wunden gelegt, ich wäre wie On der Sohn des Pelet (Nn. 17, 1) zur Gruft gefahren-"). Wenn Iehud.a Ha-Lewi in einem seiner Gedichte an einen Freund, den er über sein poetisches Talent Lobeserhebungen macht, die Worte braucht: npa-i ,inWrann nbib : >jini ysnra' tot pi npjn T’^i lyn vmyni .: thon nnrn ’jy;n („Das. Gedicht ist wie ein Pfriemen, und mein Ohr ist an: der Thür der Liebe deß Entfenders geheftet. Er bohrte mich durch mit der Schärfe seiner Worte, machte mich dienstbar mit Macht und gewaltigem Arm") so ist dieses eine Anspielung auf Ex. 21/6. Dieses Bild ^vurde oft von den verschiedensten hebräischen Dichtern gebrauchte Ebenso wenn derselbe in einem andern Gedichte das Bild-braucht üwyp wp lypn ny : naa ntDca mn *mew („Der mit dem Stabe der Trennung mein Innerstes fwör.tlich, meine Leber) schlug, bis Quellen meinen Augen entsprangen") so ist dieses eine Anspielung auf Nn. 26, 8. Ebenso wenn derselbe sagt 7) Es befindet sich dieses Gedichtchen in einer Wiener Handschrift. (Cod. hebr. No. 72).^ Herr S. Deutsch hat dieselbe iw seinem Eatalog S. 121 (No. 108) beschrieben. 8) Das ganze Gedichtchen lautet nn>Dri ^niyiv'd^öDYDS - inon so ist dieses nur Bibellesern' verständlich.' Es spielt auf Gn. 28, 1-8. 9. k. f. au. ■ Der Gebrauch biblischer Phrasen oder Bilder fällt bei jüdischen Dichtern nicht auf, da dieselben ln der Sprache der Bibel schreiben. Der Glanz der Diction beruht zum Theil bei denselbenoft auf den M ussiv ftyl. (Brgl. darüber unser Buch: .zur Kenntniß' st? ft f. 'S. 112 f. f.) Der Gebrauch von Bibelstollen dürfte bei christlichen.Dichtern selbst, nur in eine Klasse mit dem Gebrauch allgemeiner Sprich w ö r t er und Maxi menzu stellen fein-, welche als Gemeingut für alle Welt zu.halten find. .Hie und -da hat sich ein Spruch des neuen Testaments das Bürgerrecht bei jüdischen Schriftstellern erworben, und es ist ebenfalls in die Klaffe der Sprichwörter zu setzen. So z. 33. der Gebrauch der neutestamentlichem Phrase „Perlen vor die Schweine werfen", eine. Phrase welche arabische und neuhebräische Dichter oft gebrauchten, unter andern auch M eschullam Dafier o in. der folgenden Zeile ^:. - tjuq -pinn - : byb yjTn -poT - Eben ft ein anonymer Dichter in der erwähnten Wie wer Handschrift (Nr. 72). - -- .D-ipTD5?nJiDNm“»D : nn'tnii doos Vo^m , Gewissebiblische Bilder eirculften bei vielen jüdischen Dichtern, so' wie gewisse heidnische Bilder sich bei allen, modernen christlichen Dichtern Europa's finden. Die heidnischen Anschauungen haben die Mischen Dichter der maurisch-spanischen Periode nicht gekannt. Erst im 17. Jahrhundert haben einige jüdische Stylisten hie und da Gebrauch von denselben gemacht- So .z.-B. Salomo Oliv eyra in dessen 20), woselbst wir die Phrase finden DIDO 7^1 '.11 mn pE03 Dp Diese Anspielung auf Cupido „den blinden Knaben" ist im Hebräischen, geschmacklos10. Die biblischen Bilder für jüdische Dichter sind wie die Luft worin die Geschöpfe athmen. DN12 Ü7)b "IIDN’» 1ND1 DP'T'TD D’HUH pnru yrswn mp nnD/ O dDy 711p nnn ynw non. jcn o-.pi □ n^p.n vnijni d^ddiöd. („Die Wanderschaft drängt sich heran an die Freunde, und die Trennung spannt ihnen die 'Maulthiere an. Sättige dich der Freundschaft so lange du bei ihnen bist, morgen schonsättigt dich der Trennung Schmerz. Wisset, nur als Zusatz spendet die Zeit ihre Gnade, ihre Uebel spendet sie täglich"). 9) Bergl. über diese Phrase unsere Notiz in diesen Blättern (1850 S. 458 Note 8). 10) Wenn Simson Modon in einem Gedichte sagt i^Dy nhyh nn^brrm: bü und' deni P är was' 'darunter verstehet, so ist dieses, ein zufälliges Zusammentreffen eines concretcn griechischen Bildes mit einem-allgemeiner! hebräischen metaphorischen Ausdruck, und -diese Metapherfindet sich bei ältern jüdischen Dichtern der..maurisch-spanischen 'Periode» So' sagt ein anonymer Dichter

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