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Der Orient · 1851-01-01 · Heft 22 · p. Seite 377-378

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Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 22
Date
1851-01-01
Page
Seite 377-378 (sequence 41)
Language
German
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37% UeW Plagiat nMMachMung. 378 -GHast" gestohlenund kweive^Worte verläugnet,.chast einge- Mochen ^und! ILune-imiedergerzssen^ Hofftest chich dMst ^meinem -Gedichte 3fi: l erhebenOLließeft dw Mn alsu Hülfe, in. be.r Mth -chiemn^EMMMmschen^Ln sbemHimnsel steigen, um seine ' Lichter-cheO Welt zu verbergend - Jch^ irehme MMachtz OaS .Plagiat) Reicht.Äus>:rtr-^EnW MOr bm e<a us,>w e§-a m'ü n -m wemiEim er,-aii-sM NEHch stp,ft i :;x>m DmNstchbild ung ist Plagiat zu betvach.trn- ,; dieftlbei istOielmehr-dkEFrucht *b.c$ 'lchMigeyGuMffMg-Myes Gedankens^ oder eines Bildes und .daH Bestreben-sich-dieselben naDlstiner Meise eigen zu Machen..-l.DaTüMagrat-vistdrie bloße Benutzung des fremden Gedankens, ohne erhebliche Veränderung, sie ist die Frucht der Faulheit .oder Unfähigkeit. Aeuhamfs Morte an Cowley^ : J Horace’s Wifc and YirgilV State , He did not s t e a! but e mulate _ , (H orazens Witz und Birgils Glanz, er hat sie nicht gestohlen, er hat ihnen bloß nachgeeifert) sind als allgemeiner Ausdruck dieser unserer Ansicht zu betrachten.. D^I sraeli in seinen Mis cell a.n i e s (London 1796) hat ein intere ssantes Kapitel über diesen Gegenstand üherschrieben „on I>lvvelty in Literature“ Derselbe (a.^ a. O>-S. 317). indem er von Po pe spricht, sagt unter andern-- „Pope like Boileau had all the ancients and modern in hispay; the contributions he levied *\vere not tlie pillages of a Bandit bufe the taxes of a monarch “ (Pope gleich Doileau hat den Alten und Modernen entlehnt; seine Contributionen aber waren nicht Plünderungen eines Banditen, sondern die Laxen eines Monarchen)" Es ist freilich nicht immer speciell zu bestimmen, wo das Plagiat aufhört und die Nachbildung beginnt, aber im Allgemeinen kann man sie der Erde, wo der Dichter zu spat gekommen ist. Mit G-ebirols Worten contrastircn die Worte Charisi's (Tachtem oni Kap. 50 in der Pariser und Oxforder Handschrift) .. mirp Oz? -pwn ni3N ' 2^j?D3 nwm nrni n^bi'. D’om nnrim instd ■an 3H pHD DiT3MD HN TOD! HDN nj; , ’kV Vlinatt Znjfl SOLD1? ^ru mo nom — 2~w) min un wuröi („des Gesanges Väter, Salomo nebst Zehn da und Moses, im Abendlande schien ihre Sonne. Sie haben Edle in ihrem Zeitalter gefunden und ihre Perlen verkauften sie um theüern Preis. Ich kam zur Welt als die Edlen langst verschwunden, als ihre Sonne untergegangen war. Jene fanden Ströme der Lust, und ich nur Dürre und wasserloses Land"). 14) Johnson, Leben der englischen Dichter,. Art. Deuham. 15) Es mag hier angemcrkt werden, daß D' Israelis Worte hier nur von Dry den entlehnt sind, welcher dieselben von Ben Johnson braucht. Vergl« Chambers Cyclopaedia of English Literature (!. S. 494). nichtwerwechseln: Ast-Geschichte der^Nachbildung .ist ein Kr- Literatur, und ist es.-wohl werth betrachtet zu werden.^. Die Nachbildung ist als ein MeKkaMpsi'edler? Geister zu betcach'tÄ Das Bild des W e t dk aMpGs>d eMH e>lPe^chMn chie alten jüdischen ^Aichter?Aer')Maurisch ^-spanischensPerivd el, 'oft' gebrauchte So Moese' Mn Msra/cwelcherE'Jehuda Ha-Lewk -.-die Morte -schreibt - "?. C‘ --r’■ r‘ '•;N unx : " ’ iw,' ]>»>’ jro" j (/,Mann des Verstandes, welcher im Kampfe der Wissenschaft seine Rechte'entÄößt^ wie ein Riese")., Oft ist i$^c^vblö|^43ufamn1entoff^erf^^tebßncc Dichter in einem Bilde oder in einem Gedanken. Ein^ solche gemeinsame Anschauung der Dichter vcrschledrner Zeiten und Zungen gewährt das größte Interesse, und beweist die Wahrheit des Bildes oder , des Gedankens überhaupt. So z. B. wenn Charisi sagt *3# („ich bm die Zunge für die Ereignisse der Zeit") und Schiller von der Glocke ebenfalls die Worte braucht „dem Schicksal leihe sie die Zunge". "Anschauungen dieser Art sind als Metaphern zu betrachten, welche nicht fern liegen. Das Zusammentreffen in einfachen Gedanken ist etwas ganz natürliches, und man hat oft manches als Nachbildung betrachtet, welches, nicht angemerkt.zu werden verdient. So wennI)'Assa y (Yableaux ou.:Contes de XII. et XIII. Siecle traduits ou extraits. - Paris 1829, LH. II, S. 187), bemerkt, daß Corneille's Worte de suis jeune, il est vrai; mais aux ämes biea nees La valeur n’attend pas le§ nombre des annes („Es ist wohl wahr, ich bin jung, über edle Seelen erwarten ihren Werth nicht erst von der Zahl der Jahre"), eine Nachbildung von I ean B o d e l d 'A r r a s sind, welcher Ln einem seiner Theater denselben Gedanken ausdrückt. Der Gedanke ist zu einfach, um als Nachbildung zu gelten. Salomo Bonfid" hat übrigens diesen Gedanken bereits ebenfalls ausgesprochen BW dw y$y bhirv DW o^-Dna i&\ i w w n — D^pr Dy® üi üby m („Gelobt wird der Mann an Tagen satt,, und der Greis, nur nach seinem Verstand, nicht nach der Jahre Zahl. Mancher Greis gleicht Ln seinem Alter noch dem Jüngling san Unerfahrenheil^, mancher Jüngling besitzt die Ueberlegung des Greises"). Je hu da H'a-Lewi's Gedanken in seinem Epigramm hxb "JEMI 7}'T]' pm Dl* hat auch Byron in einem 46) So auch Charis; in seinem Tachkemoni.(Kap. 16) nmjjn )J^ *DDT. („Meine Gedanken schreien auf im Wettkampfe der Wissenschaften"). 17) In der Michaelischen Sammlung in Oxford No. 809. 18) Vergl. unsere Blumenlese S. 112 No. 101..

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