Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 12 (1851)
- Issue
- Heft 22
- Date
- 1851-01-01
- Page
- Seite 373-374 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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373 Jakob b. Asher's PentateuchMömmenW. Plagiat und Nachbildung. Aeber HorrectkqN in Jakob j. Mscher's Pent.- , CommentaL und eine alteHS.desselbett. Schon R. Jakob Lam hat in dev Vortebe zu -seinem Scftr Ha-Jäschav über den Mißbrauch seiner Zeitgenossen, alte Schriften nach Gutdünken zu korrigiren, Klage geführt. Auch manche Gelehrte unserer Zeit sind von diesem Fehler nicht frei, welche Beweisführung ich an einer gelegeneren Stellegeben werbet ' Veranlassung ''zu"' ßör^Erwähnung dieser Sünde gab mir aber das Lesen des Kommentars von Jakob b. Ascher zu der Perikope dieser Woche ")MX (ed. H>amiover). Hier wird der Commentator niDVN /m) erwähnt. Eine unfehlbare literarische Autorität sagt hierüber in Geiger's Zeitschrift Lh. 4, S. 387 „daß dieser-kein anderer als R. Abraham b. Chijja ist, so daß folglich die beiden Worte -Q bhiIX ausgefallen sind". Herr De. G. hat diese Korrektur als eine UW kir7^ ,11^1 angenommen, und unter den Autoren, die in diesem Commentar Vorkommen (id.S. 401) Abraham b. Chija ausgebracht. Nun aber besitze ich diesen Commentar handschriftlich und lest auch hier wie in dem gedruckten nur R. Chijja Sefardi, was natürlich beweistdaß die Worte D»TDX ni cht im Drucke ausgefallen sind. Diese Handschrift ist dieselbe, die früher Ahron Worms in Metz gehörte und die er in seinem Werke wx 'ilXQ Th. 3 S. 35 e mit folgenden Worten beschreibt: is-nuro man Sya u-cn.hmn nmnn by “so tn m tona )unn ’r1 2 3? nd> Ninn PM 1VU vby rma ^ni»''pn i'nn irab w onnr nui^jn by win anai -o pn pTiyD fn p xbw noTina mo wyoi . njvqd anpi p'Vin by dmsPo ]inj "a iiy dji . wLp tcnnpn am uayya man v'an '"a N?n D'jsaty ind nann imjmn Nipn p a-no-in 'vbio vn'^'i vby ibn lnirran inDipn pirnai puy ’JDa m«-iD*© aircft .nd7>‘3 mT ntayw Der Besitzer dieser Handschrift, A. Worms, sagt in einer Notiz, daß sie ein Freund von ihm aus Italien mitgebracht hatte. — Diese Handschrift ist aber nicht dieselbe, die Asulai in Mantua gesehen hat (Schem, Jod), denn jene wurde von einem Sefardi in Jerusalem im Jahre 5149 geschrieben, während die meinige kein Datum hat und von deutscher Hand geschrieben ist; auch scheint sie viel älter als jene zu sein und obgleich ichnicht der Meinung ihres srühern Besitzers bin, daß sie ein Autograph sei, so scheint sie doch jedenfalls von einem Zeitgenossen des Verf.'s geschrieben zu sein. — Cormoly. ----- — ■ xm. - / - - ----- _ Plagiat und Nachbildung.1 •, Das Geschlecht der - literarischen Plünderer ist alt. Sie haben sich bei Dichtern besonders oft zu Gaste gebeten. Ein Lheil der-Geschichte aller Literaturen-ist-die Geschichte der P-la giaste und der Nachbildungr Die Geschichte der hebräischelr Literatur hat-ebenfalls- Beispiele von Plagiatoren aufzuweisew Man findet viele bezügliche Stellen darauf die sowohlim- Allgemeinen als .im Besonder« davon' sprechen. So erzählt Charisi (Lachkemoni, Kap. 18) D'rnWöUp.^1 ivrimioyo n« 'm. nun1 'a tw mi> —• DH3 nnr nte 13'Di>l DH^pcra. So lesen wir ferner in dem Vorworte des muni "j^vn f3 folgende Worte_ iöd1?, djm6 nN ra-nn «ojwm. D’ü'3d 'noalaw '3 ny ’I’JJ), onan army inpn , aay;\v tw ,DDay -dko —. n'-i'ti'a -m- D'^ro■■S&on h? ätw aiyoty, mo« Wir hören Dichter selbst klagen über das Benutzen ihrer Gedichte von Anderen.' So sagt Mose Jbn Esra unter andern: "„sie stotziren mit dem Maaß, welches sie zwischen meinen Garben aufgelesen haben, und mit dem wenigen Vermögen, welches -sie aus meinem Gewürzmagazin plünderten." 'y'"23 fcDyaa prim iqa^ noy p2 laiys 1iD. ^uch Iona den G'anLch klagt über ein ähnlichesBegegniß, und dessen Worte haben wir in den hebräischen Beilagen unserer Einleitung zu (S. 14) gegeben. Ein gewisser ]3: D*>TJ, welcher sonst nicht weiter bekannt ist, plünderte..die Gedichte des Josef ben Iehuda. Der geistreiche Verfasser, des Büchleins riMY, I' eh u'd a b e n S a b b. a t a i h a - L e w i erwähnt diese Thatsache mit folgenden Worten p D^n) xin 'D ——- ">A ^Du./iN^n hnh D^.n ■ni.o.n'nnip^.nnibfiy. -D ^.nin^Don npm Dnw bMs bim hi) np ., j^i H?, ,ynynDn by t ddn xn yim, nmv bbo\ ,1.1^2^ — D'^nn nx ux inx^ dto n^p ihtoj p. Eine interessante Stelle staden wir in einem Briefe des 1) Vergl. Josirnal asiatique 1847 S. 388 ff. wo Garein de Tassy interessante Auszüge über diesen Gegenstand glebt. ' * ' ' 2) Von Mose b e n E sra selbst in seinem' arabischen Werke (Nr. 599) erwähnt. s 3) In einigen Handschriften heißt dieses Büchlein fälschlich so z. meiner Pariser Handschrift, worauf wir bereits Ln diesen Blättern (1849 S. 794) -aufmerksam wachten. Wir haben diese Ueberschrift auch in einer 5zandschrist auf der Bibliothek des Londoner rYd gefunden. Die Worte dts Chärisi (Ta'chkemoni Cap. 46) wo er von der Stadt Barzellona spricht xDN.1 QL/r tlNO tynv.I^D-. pnsvr.p scheinen sich auf unfern. Autor zu.beziehen. DieWortedes Abraham Beda rschi 'in seinem illDNNQ.111N(welchesim Omer Ha-Schickcha des Ab r a h a m G a w i sch 0n'angeführt wird x n 1W jf 1 1 nisX> ’;b : iDxi nih's ipD mxn^ pHr> scheinen sich ebenfalls'auf denselben zu beziehen^ 24